350px|Krenek Jonny-spielt-auf Titel Am 10. Februar 1927 wird die Jazzoper Jonny spielt auf von Ernst Krenek am Neuen Theater in Leipzig uraufgeführt. 350px|The Jazz Singer 1927 Poster Das Filmdrama Der Jazzsänger von Alan Crosland mit Al Jolson in der Hauptrolle kommt ins Kino. Er gilt als der erste Tonfilm in Spielfilmqualität überhaupt, wurde ein großer kommerzieller Erfolg und ebnete so den Weg für den Tonfilm. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1927. links|mini|Josephine Baker im Bananenröckchen aus der Folies-Bergère-Produktion Un Vent de Folie (1927). Fotograf: Lucien Walery
Ereignisse 8. Januar: Alban Bergs Lyrische Suite für Streichquartett wird in Wien uraufgeführt. 10. Januar: In Berlin wird der Spielfilm Metropolis von Fritz Lang uraufgeführt. Der bis dahin teuerste Film der deutschen Filmgeschichte ist ein finanzieller Flop und treibt die wegen des Parufamet-Vertrages mit Paramount und Metro-Goldwyn-Mayer ohnehin bereits defizitäre UFA in noch größere Schwierigkeiten. Die Filmmusik wurde von Gottfried Huppertz komponiert. 28. März: Mit dem Musical Rufus LeMaire’s Affairs wird in New York City eines der bis heute größten Theater am Broadway eröffnet, das Majestic Theatre. 19. April: Wegen „Obszönitäten“ in dem von ihr geschriebenen Broadwaystück Sex wird Mae West in New York City zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Nach acht Tagen wird sie wegen guter Führung entlassen. 21. April: Elektrische Neuaufnahme von George Gershwins Rhapsody in Blue durch Paul Whitemans Orchester unter der Leitung von Nathaniel Shilkret mit Gershwin am Klavier. 1. Juli: Béla Bartóks 1. Klavierkonzert wird in Frankfurt vom Komponisten am Klavier und unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler uraufgeführt. 4. August: Country-Sänger Jimmie Rodgers nimmt seine ersten Songs für Victor Talking Machine Company in Camden auf. 13. August: Die BBC, die in der Nähe der Queen’s Hall im Broadcasting House heute noch Radioprogramme produziert, übernimmt die Leitung der Proms-Konzerte und überträgt das erste Konzert. 6. Oktober: In New York wird mit dem von Warner Bros. produzierte Spielfilm The Jazz Singer der erste abendfüllende Tonfilm der Geschichte uraufgeführt. 5. Dezember: Die Glagolitische Messe von Leoš Janáček wird in Brünn uraufgeführt. Benjamin Britten lernt Frank Bridge beim Norfolk and Norwich Festival kennen und wird im Alter von 14 Jahren sein Schüler. Witold Lutosławski studiert am Warschauer Konservatorium. Louis Armstrong and his Hot Seven, Big Bill Broonzy, die Carter Family, Jim Jackson, Blind Willie McTell und The Soul Stirrers beginnen ihre Aufnahmekarriere. Blind Willie Johnson nimmt seinen Song Dark Was the Night, Cold Was the Ground auf.
Instrumentalmusik Paul Graener: Nacht- und Spukgesänge [Zehn] Galgenlieder (op. 79) Texte: Christian Morgenstern; Gotische Suite (op. 74); Emil Mattiesen gewidmet; Konzert a-Moll (op. 78) für Violoncello und Kammerorchester; Drei Intermezzi (op. 77) Paul Hindemith: Acht Stücke für Flöte allein; Kammermusik Nr. 5 für Bratsche und Orchester (op. 36 Nr. 4); Kammermusik Nr. 7 für Orgel, Bläser und Bässe (op. 46 Nr. 2) Charles Ives: Uraufführung der ersten beiden Sätze der 4. Sinfonie unter Leitung von Eugène Goossens am 29. Januar. Darius Milhaud: Violinkonzert Nr. 1 op. 93 Carl Nielsen: Flötenkonzert; En Fantasirejse til Færøerne (Eine Fantasiereise zu den Färöern) Rhapsodische Ouvertüre. Maurice Ravel: Violinsonate Nr. 2 fertiggestellt. Ethel Smyth: Konzert für Violine, Horn und Orchester Ralph Vaughan Williams: Six Studies in English Folksong für Violoncello und Klavier; Along the Field für Gesang und Violine.
Musiktheater 8. Januar: Uraufführung der Oper Penthesilea von Othmar Schoeck an der Semperoper in Dresden 28. Januar: Uraufführung der Oper Angélique von Jacques Ibert in Paris 10. Februar: Uraufführung der Jazzoper Jonny spielt auf von Krenek am Neuen Theater in Leipzig 21. Februar: Uraufführung der Operette Der Zarewitsch von Franz Lehár am Deutschen Künstler-Theater in Berlin 17. Februar: Uraufführung der Oper Hanneles Himmelfahrt von Paul Graener in Dresden 22. April: Uraufführung der Operette Drei arme kleine Mädels von Walter Kollo im Theater am Nollendorfplatz, Berlin 26. Mai: Uraufführung der Operette Märchen im Schnee von Robert Stolz am Johann Strauß-Theater in Wien 30. Mai: konzertante Uraufführung der Oper Oedipus Rex von Igor Strawinsky 15. Juli Uraufführung der Miniaturoper Hin und zurück von Paul Hindemith in Baden-Baden. 17. Juli: Das Songspiel Mahagonny wird in Baden-Baden uraufgeführt. Komponist ist Kurt Weill, die Texte stammen von Bertolt Brecht. Die spätere Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny greift auf Elemente des gute Kritiken erhaltenden Songspiels zurück. 13. September: Im Wiener Theater an der Wien wird die Operette Die gold’ne Meisterin von Edmund Eysler uraufgeführt. Das Stück mit dem Libretto von Julius Brammer und Alfred Grünwald beschert dem Komponisten seinen größten Erfolg. 7. Oktober: Uraufführung der Oper Das Wunder der Heliane von Erich Wolfgang Korngold in Hamburg 12. Dezember: Uraufführung der Oper Le pauvre matelot von Darius Milhaud an der Opéra-Comique in Paris 18. November: Uraufführung der Oper La Campana sommersa (Die versunkene Glocke) von Ottorino Respighi an der Hamburgischen Staatsoper. 22. November: Uraufführung des Musicals Funny Face von George Gershwin im Alvin Theatre in New York City. 23. Dezember: Uraufführung der Operette Eine einzige Nacht von Robert Stolz am Carltheater in Wien. 25. Dezember: Uraufführung der Operette Die blonde Liselott von Eduard Künneke in Altenburg 28. Dezember: Uraufführung der Oper Antigone von Arthur Honegger am Théâtre de la Monnaie in Brüssel 29. Dezember: Die tragische Oper Sly ovvero La leggenda del dormiente risvegliato des deutsch-italienischen Komponisten Ermanno Wolf-Ferrari hat in Mailand Premiere.
Weitere Bühnenwerksuraufführungen Emmerich Kálmán: Golden Dawn (Operette) Oscar Straus: Die Königin (Operette) Walter Kollo: Der Juxbaron, (Filmmusik) Ralph Benatzky: Alles aus Liebe (musikalische Revue) komponiert zusammen mit anderen Komponisten mini|Lew Oborin (1927)
Vokalmusik Juhan Aavik: Pisike pimp-pambuke, Text: Karl Eduard Sööt – Scherzlied für Männerchor Moyshe Nadir: Der Rebbe Elimelech – jiddisches Lied
Gründungen Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor
Musikpreise und Ehrungen Der erste internationale Chopin-Wettbewerb findet in der Warschauer Nationalphilharmonie statt. Den 1. Preis erhält Lew Oborin, den 2. Preis Stanisław Szpinalski und den 3. Preis Róża Etkin-Moszkowska.
Film Der Rastelbinder – österreichische Verfilmung von Franz Lehárs gleichnamiger Operette mit Louis Treumann, Franz Glawatsch, Oskar Marion und Robert Valberg in den Hauptrollen
Neuveröffentlichungen (Auswahl) Lieder und Kompositionen Lied Text Musik Erstinterpret Label Veröffentlichung Genre Weitere Informationen Blue Skies Irving Berlin Irving Berlin Ben Selvins 1927 Jazz Jazzstandard Diane Lew Pollack Ernö Rapée Paramount Pictures Studio 1927 Jazz für den Film 7th Heaven geschrieben Ich hab mich am Rhein in ein Mädel verliebt Fritz Rotter Austin Egen, Franz Doelle 1927 Theaterlied Stardust Mitchell Parish Hoagy Carmichael Hoagy Carmichael and His Pals Gennett Records 31. Oktober 1927 Jazz Jazzstandard
Geboren Januar 1. Januar: Maurice Béjart, französischer Balletttänzer und Choreograf († 2007) 1. Januar: Juliusz Łuciuk, polnischer Komponist († 2020) 5. Januar: Werner Baumgart, deutscher Saxophonist und Arrangeur († 2009) 8. Januar: Uzi Wiesel, israelischer Cellist und Musikpädagoge († 2019) 10. Januar: Gisèle MacKenzie, kanadisch-amerikanische Sängerin und Schauspielerin († 2003) 10. Januar: Johnnie Ray, US-amerikanischer Sänger († 1990) 10. Januar: Guillermo Rubalcaba, kubanischer Pianist, Komponist und Leiter von Charanga-Orchestern († 2015) 11. Januar: Franz Bummerl, tschechischer Musiker und Komponist († 2011) 11. Januar: Marta Hidy, kanadische Geigerin, Dirigentin und Musikpädagogin († 2010) 12. Januar: Leopoldo Federico, argentinischer Bandoneonist und Tangokomponist († 2014) 12. Januar: Salvatore Martirano, US-amerikanischer Komponist († 1995) 13. Januar: Liz Anderson, US-amerikanische Country-Sängerin und -Songschreiberin († 2011) 17. Januar: Eartha Kitt, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin († 2008) 17. Januar: Donald Erb, US-amerikanischer Komponist († 2008) 24. Januar: Gerd Puls, deutscher Dirigent, Chorleiter und Generalmusikdirektor († 2013) 24. Januar: Rüdiger Seitz, österreichischer Komponist und Musikpädagoge († 1991) 25. Januar: Antônio Carlos Jobim, brasilianischer Sänger und Komponist († 1994) 25. Januar: Ivar Wefring, norwegischer Jazzmusiker († 1978) 28. Januar: George Balch Wilson, US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge († 2021) 30. Januar: Ahmed Abdul-Malik, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1993)
Februar 1. Februar: Rick Wilkins, kanadischer Komponist, Arrangeur, Saxophonist und Dirigent mini|hochkant=0.6|Stan Getz; * 2. Februar 2. Februar: Stan Getz, US-amerikanischer Tenorsaxophon († 1991) 3. Februar: Hans-Georg Arlt, deutscher Violinist († 2011) 3. Februar: Paul Knopf, US-amerikanischer Jazzpianist und Komponist († 2023) 6. Februar: Charles Gerhardt, US-amerikanischer Dirigent, Arrangeur, Toningenieur und Musikproduzent († 1999) mini|hochkant=0.6|Juliette Gréco; * 7. Februar 7. Februar: Juliette Gréco, französische Chansonsängerin und Schauspielerin († 2020) 7. Februar: Michel Hausser, französischer Jazzvibraphonist († 2024) 7. Februar: Laurie Johnson, englischer Komponist († 2024) mini|hochkant=0.6|Leontyne Price; * 10. Februar 10. Februar: Leontyne Price, US-amerikanische Konzert- und Opernsängerin 11. Februar: Ilse von Alpenheim, österreichisch-schweizerische Pianistin († 2026) 11. Februar: Johannes Menskes, deutscher Chorleiter und Komponist († 2021) 12. Februar: Jorge Dragone, argentinischer Bandleader, Tangopianist und -komponist († 2020) 12. Februar: Gerhard Mey, deutscher Konzertpianist und Weber-Preisträger († 1997) 14. Februar: Hans Kann, österreichischer Pianist und Komponist († 2005) 19. Februar: Traugott Timme, deutscher Kirchenmusiker († 2006) 20. Februar: Ibrahim Ferrer, kubanischer Musiker († 2005) 21. Februar: Walter S. Hartley, US-amerikanischer Komponist († 2016) 21. Februar: Pierre Mercure, kanadischer Komponist und Fernsehproduzent († 1966) 22. Februar: David Ahlstrom, US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge († 1992) 22. Februar: Guy Mitchell, US-amerikanischer Popsänger und Filmschauspieler († 1999) 23. Februar: Karel Hron, tschechischer Organist und Musikpädagoge († 2010) 23. Februar: Ivan Hrušovský, slowakischer Komponist, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge († 2001) 24. Februar: Earl Peterson, US-amerikanischer Country-Musiker († 1971) 25. Februar: Hitoshi Ueki, japanischer Komiker, Jazzmusiker (Gitarre, Gesang) und Schauspieler († 2007)
März mini|hochkant=0.6|Harry Belafonte; * 1. März 1. März: Vinicio Adames, venezolanischer Chorleiter, Dirigent und Komponist († 1976) 1. März: Harry Belafonte, US-amerikanischer Sänger, Schauspieler, Entertainer und Bürgerrechtler († 2023) 1. März: Anneliese Zänsler, deutsche Opern- und Operettensängerin, Gesangspädagogin und Musikwissenschaftlerin († 2023) 2. März: Witold Szalonek, polnischer Komponist († 2001) 3. März: Albert Arbeiter, österreichischer Musikwissenschaftler, Dirigent, Pianist, Korrepetitor, Musikpädagoge und Gymnasiallehrer († 2023) 3. März: Tommy McCook, jamaikanischer Tenorsaxofonist († 1998) 4. März: Soroku Murata, japanischer Geigenbauer († 2020) 5. März: Jack Cassidy, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger († 1976) 7. März: Josep Maria Espinàs i Massip, katalanischer Schriftsteller und Journalist († 2023) 8. März: Josef Berg, tschechischer Komponist († 1971) 8. März: Dick Hyman, US-amerikanischer Jazz-Pianist