Ludwig von Danwitz (* 6. April 1910 in Berlin; † 22. Februar 1981 in Bonn)Arnulf Kutsch: Ludwig von Danwitz, in: Studienkreis Rundfunk und Geschichte. Mitteilungen. 7. Jahrgang Nr. 3 -Juli 1981, S. 146f. PDF war ein deutscher Journalist.

Leben mini|440x440px|Ludwig von Danwitz im WDR-Studio Bonn Ludwig von Danwitz, aus dem Adelsgeschlecht Danwitz, wuchs in Godesberg auf, machte 1928 am dortigen Aloisiuskolleg sein Abitur und begann ein Studium der Germanistik, Französisch und Geschichte in Bonn und an der Sorbonne. Seit 1928 war er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Bavaria Bonn im CV.Gesamtverzeichnis des CV: 1961. Die Verbindungen des CV mit ihren Ehrenmitgliedern, Alten Herren und Studierenden. Nach dem Stand vom 1. April 1961. München 1961, S. 94.

Von 1931 bis 1939 war er Redakteur des Westfalen-Kuriers, wechselte dann zum Der Mittag nach Düsseldorf. Er beantragte am 15. Juni 1937 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.256.258).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5810069 In der SS war er 1944 Untersturmführer im SS-Hauptamt.Harten, Hans-Christian: Weltanschauliche Schulung der SS und der Polizei im Nationalsozialismus:Zusammenstellung personenbezogener Daten. 2017, 531 S. - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-151559 Im Zweiten Weltkrieg diente er bei der Luftwaffe und gehörte als Kriegsberichter der Luftwaffen-Kriegsberichterkompanie z.b.V. an.Otto Köhler: Schreibmaschinen-Täter. Abgerufen am 22. März 2020. 1941 war er bei einem Geschwader unter Hauptmann Fritz Fliegel mit Basis in Bordeaux.

Ab 1. August 1946 war er wieder als Redakteur tätig, von 1947 bis 1955 als Parlamentskorrespondent sowie von 1956 bis 1975 als Leiter des Studios Bonn des Westdeutschen Rundfunks (WDR).Archiv für Christlich-Demokratische Politik. Abgerufen am 22. März 2020. Anschließend ging er in den Ruhestand. Er arbeitete in der Propagandaorganisation Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Kreise mit.

Von Danwitz war Teilnehmer vertraulicher Hintergrundgespräche Bundeskanzler Konrad AdenauersHanns Jürgen Küsters: Kanzler in der Krise. Journalistenberichte über Adenauers Hintergrundgespräche zwischen Berlin-Ultimatum und Bundespräsidentenwahl 1959, S. 742 ff. Abgerufen am 22. März 2020. und begleitete ihn auch auf Auslandsreisen. Eines seiner Interviews mit Adenauer wurde am 4. Januar 1961 im WDR ausgestrahlt. Er galt auch als Vertrauter des Staatssekretärs Hans Globke. Darüber hinaus veröffentlichte von Danwitz ein Buch über Rainer Barzel.

Veröffentlichungen (Auswahl) Bomben auf Truppentransporter vor Kertsch. In: Die innere Front, NSK Pressedienst der NSDAP, Folge 259, November 1941, S. 17 ff. Die Bunkerknacker vom Bug : Bericht v. d. ersten Kampftagen im Osten. (= Kriegsbücherei der deutschen Jugend. Heft 120), Steiniger Verlag, Berlin, 1942. Fernkampfflieger im Einsatz (= Kriegsbücherei der deutschen Jugend. Heft 125), Steiniger Verlag, Berlin, 1942.Angabe des Erscheinungsjahres lt. DNB, nach anderer Quelle 1940. Apropos Barzel. Politische Anmerkungen. Econ, Düsseldorf 1972, ISBN 978-3-430-12001-2.

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