350px|Poster Turandot.jpg Am 25. April 1926 wird die Oper Turandot von Giacomo Puccini uraufgeführt. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1926. links|mini|Werbung für das Lied Bye Bye Blackbird von Ray Henderson (Musik) und Mort Dixon (Songtext).
Ereignisse Januar: Blind Lemon Jefferson macht seine ersten Schallplattenaufnahmen. 8. Februar: Im tschechischen avantgardistischen Theater Osvobozené divadlo wird mit Molières George Dandin das erste Stück aufgeführt. Die Musik der Ballettkomödie stammt von Jean-Baptiste Lully. Nur wenige Personen besuchen die Vorstellung. 26. Februar: Louis Armstrong and His Hot Five spielen in Chicago den Song Heebie Jeebies ein. Die Single wird im April 1926 veröffentlicht. 27. Februar: Louis Armstrong and His Hot Five haben ihren ersten von nur zwei öffentlichen Auftritten im Chicagoer Coliseum Theatre. 9. April: Leopold Stokowski dirigiert mit dem Philadelphia Orchestra die Weltpremiere von Edgar Varèses Amériques. 25. April: Die Oper Turandot von Giacomo Puccini nach dem gleichnamigen Theaterstück von Carlo Gozzi wird am Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführt. Die Oper ist erst nach dem Tod Puccinis von Franco Alfano nach Skizzen des Komponisten fertiggestellt worden. 12. Mai: Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitschs 1. Sinfonie hat in Leningrad Premiere. Der Komponist ist 19 Jahre alt. Mai: Der sozialistische englische Komponist Rutland Boughton inszeniert eine Aufführung seiner Weihnachtsoper Bethlehem (1915) im Church House. Die Inszenierung nimmt ausdrücklich auf den Generalstreik im Vereinigten Königreich von 1926 Bezug. 31. Mai bis 30. November: Auf der Sesquicentennial Exposition in Philadelphia wird die von Austin Organs gebaute Curtis Organ ausgestellt. 12. Juni: Louis Armstrong and His Hot Five haben ihren zweiten von nur zwei öffentlichen Auftritten im Chicagoer Coliseum Theatre. 26. Juni: Václav Talich dirigiert die Weltpremiere von Leoš Janáčeks Sinfonietta in Prag. 21. Oktober: Carl Nielsens Flötenkonzert wird in Paris uraufgeführt. 28. Oktober: Bing Crosby nimmt seine erste Platte auf, eine Aufnahme von I’ve Got the Girl. 4. November: Wanda Landowska gibt in Barcelona die Weltpremiere von Manuel de Fallas Konzert für Cembalo, Flöte, Oboe, Klarinette, Violine und Violoncello. 27. November: Béla Bartóks Der wunderbare Mandarin wird in Köln uraufgeführt. Weitere Aufführungen werden wegen der angeblich unmoralischen Handlung vom Oberbürgermeister der Stadt, Konrad Adenauer, verboten. 18. Dezember: Das Eesti Riiklik Sümfooniaorkester gibt sein erstes Konzert. 26. Dezember: Weltpremiere von Jean Sibelius sinfonischer Dichtung Tapiola durch Walter Damrosch und das New York Philharmonic. Es ist die letzte bedeutende Komposition, die der Komponist in den verbleibenden 30 Jahren seines Lebens veröffentlicht hat. Erste Aufnahmen von Jelly Roll Morton & His Red Hot Peppers. Die Société de Musique de Chambre de Genève wird von Frank Martin zur Pflege der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts gegründet. Das Nationale Konservatorium wird in Athen vom Komponisten Manolis Kalomiris und anderen gegründet. John Serry Sr. wird zum Studium im renommierten Akkordeonstudio Pietro Deiro in Greenwich Village angenommen und beginnt seine Ausbildung zum Instrumentalisten im Alter von elf Jahren. mini|Josephine Baker tanzt den Charleston im Folies Bergère in Paris. links|mini|Autograph Janáčeks zu den Fanfaren seiner Sinfonietta.
Instrumentalmusik Béla Bartók: 9 kleine Klavierstücke; Im Freien (Szabadban); Klaviersonate (drei Klavierstücke) Henriëtte Bosmans: Trois Impressions für Cello und Klavier George Enescu: Violinsonate Nr. 3 a-Moll dans le caractère populaire roumain op. 25 George Gershwin: Three Preludes für Klavier. Paul Graener: Iuventus academica Ouvertüre (op. 73). Paul Hindemith: Werke für mechanisches Klavier (Welte-Mignon); Konzertmusik für Blasorchester, op. 41 (Konzertante Ouvertüre) – Sechs Variationen über das Lied Prinz Eugen, der edle Ritter – Marsch; Uraufführung in Donaueschingen. Charles Ives: Der 2. Satz der 4. Sinfonie erscheint isoliert in Herausgeberschaft von Henry Cowell. Leoš Janáček: Uraufführung der Sinfonietta am 26. Juni in Prag. Erich Wolfgang Korngold: Vier kleine Karikaturen für Kinder op. 19 (Klavierstück) Igor Strawinsky: Pater noster, Motette für gemischten Chor Ralph Vaughan Williams: Flos Campi, Suite für Viola, Chor und kleines Orchester links|mini|Emmerich Kálmán – Die Zirkusprinzessin – Plakat der Uraufführung
Musiktheater 26. März: Uraufführung der Operette Die Zirkusprinzessin von Emmerich Kálmán im Theater an der Wien in Wien. 27. März: Die Oper Der Protagonist von Kurt Weill mit dem Libretto von Georg Kaiser wird in der Dresdner Staatsoper uraufgeführt. Der Komponist erhält mit dem Werk gute Kritiken und erste öffentliche Aufmerksamkeit. 22. April: In Bremen hat die Oper in 18 Szenen und einem Epilog Wozzeck von Manfred Gurlitt am Theater am Goetheplatz ihre Uraufführung. 24. April: In Hamburg hat die Operette Adrienne von Walter Wilhelm Goetze mit dem Libretto von Günther Bibo und Alexander Pordes-Milo nach der Komödie Adrienne Lecouvreur von Eugène Scribe und Ernest Legouvé ihre Uraufführung. 25. April: Die Oper Turandot von Giacomo Puccini nach dem gleichnamigen Theaterstück von Carlo Gozzi wird am Teatro alla Scala di Milano in Mailand uraufgeführt. Die Oper ist erst nach dem Tod Puccinis von Franco Alfano nach Skizzen des Komponisten fertiggestellt worden. 28. April: Die Uraufführung der Oper Kováč Wieland (Wieland der Schmied) von Ján Levoslav Bella mit dem Libretto von Oskar Schlemm nach Richard Wagners Entwurf findet in Bratislava statt. 7. Mai: Die Uraufführung der Oper Les Malheurs d'Orphée von Darius Milhaud erfolgt am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. 25. September: Uraufführung der Operette Lady Hamilton von Eduard Künneke am Schauspielhaus Breslau 8. November: Die Uraufführung des Musicals Oh, Kay! von George Gershwin findet am Imperial Theatre in New York statt. 9. November: An der Dresdner Staatsoper findet die Uraufführung von Paul Hindemiths Oper Cardillac unter der musikalischen Leitung von Fritz Busch statt. Die Oper mit dem Libretto von Ferdinand Lion nach der Novelle Das Fräulein von Scuderi von E. T. A. Hoffmann mit Robert Burg in der Hauptrolle wird von der Kritik verrissen. 27. November: Die Tanzpantomime Der wunderbare Mandarin von Béla Bartók wird in Köln uraufgeführt. Wegen angeblicher Unmoral lässt der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer weitere Aufführungen verbieten. 8. Dezember: Uraufführung der Oper A Witch of Salem von Charles Wakefield Cadman in Chicago. 14. Dezember: Uraufführung der Oper Der Golem von Eugen d’Albert in Frankfurt. 18. Dezember: Die Oper Die Sache Makropulos von Leoš Janáček, nach der Komödie von Karel Čapek wird am Nationaltheater in Brünn uraufgeführt. 23. Dezember: Uraufführung der Operette Nur Du von Walter Kollo in Berlin.
Weitere Bühnenwerksuraufführungen Franz Lehár: Gigolette (Operette) im Stadttheater in Wien, Neufassung der Operette Der Sterngucker Leo Ascher: Das Amorettenhaus; (Operette) Leo Ascher: Ich hab dich lieb (Operette) Leo Ascher: Ninon am Scheideweg (Operette) Ralph Benatzky: Adieu Mimi (Musikalisches Lustspiel); Wien lacht wieder! (Ausstattungsrevue); Die Nacht von San Sebastian (Operette). Sergei Sergejewitsch Prokofjew: Le pas d’acier („Der stählerne Schritt“), op. 41, Ballett in zwei Szenen. Ralph Vaughan Williams: On Christmas Night (Oper) Wilhelm Kienzl: Hans Kipfel, (Singspiel) op. 110 Leo Fall: Jugend im Mai (Operette) posthum.
Vokalmusik Juhan Aavik: Ilus on elada noorena [So schön ist es, jung zu sein] für gemischten Chor, Text: Peeter Grünfeldt; Kuidas söitu söidetakse [Wie die Fahrt man fährt], Text: Karl Eduard Sööt; Üles, üles [Herauf, herab] für Männerchor, Text: Ado Reinvald Anton Bruckners Psalm 112, WAB 35, wird vermutlich am 14. März 1926 in Vöcklabruck von Max Auer uraufgeführt. Maurice Ravel: Chansons madécasses, M.78
Musikinstrumente Der Enkel des Orgelbauers John Abbey, John Marie Francois Abbey, baut die Orgel St. Jaques in Douai.
Neuveröffentlichungen (Auswahl) Lieder und Kompositionen Lied Text Musik Erstinterpret Label Veröffentlichung Genre Weitere Informationen Are You Lonesome Tonight? Roy Turk Lou Handman Charles Hart Harmony Records 1926 Pop Careless Love Martha E. Koenig und Spencer Williams W. C. Handy 1926 Blues, Jazz Jazzstandard Heebie JeebiesBoyd Atkins Louis Armstrong and His Hot Five Okeh Records April 1926 Jazz Kannst Du Charleston, tanzt Du Charleston Owen Murphy (englisches Original); Robert Gilbert (deutsche Fassung) Richard Myers 1926 Foxtrott Teil der Erik-Charell-Revue Von Mund zu Mund 1926/27 Moonlight on the Ganges Chester Wallace Sherman Myers Paul Whiteman RCA Victor 1926 Jazz, Pop Someone to Watch Over Me Ira Gershwin George Gershwin Gertrude Lawrence RCA Victor 3. November 1926 Lied aus dem Musical Oh, Kay!
Geboren Januar 1. Januar: Claudio Villa, italienischer Sänger und Schauspieler († 1987) 2. Januar: Ihor Sonewytskyj, ukrainischer Komponist, Dirigent und Musikwissenschaftler († 2006) mini|hochkant=0.6|George Martin; * 3. Januar 3. Januar: George Martin, britischer Musiker und Musikproduzent († 2016) 3. Januar: Nell Rankin, US-amerikanische Opernsängerin († 2005) 3. Januar: Pedro Mesías, chilenischer Pianist und Dirigent († 2007) 4. Januar: Eddie Cusic, US-amerikanischer Bluesgitarrist und Sänger († 2015) 4. Januar: Harry Levy, britischer Musikmanager († 2007) 6. Januar: Gerhard Rehm, deutscher Kirchenmusiker, Orgelsachverständiger und Autor († 2004) 8. Januar: Jani Christou, ägyptischer Komponist († 1970) 8. Januar: Renato Sellani, italienischer Jazzmusiker († 2014) 10. Januar: Barbara Faulend-Klauser, österreichische Pianistin, Musikerzieherin und Kulturschaffende 12. Januar: Morton Feldman, US-amerikanischer Komponist († 1987) 12. Januar: Ray Price, US-amerikanischer Country-Sänger († 2013) 17. Januar: Carl H. Hiller, deutscher Dramaturg und Musikschriftsteller († 2006) 18. Januar: Mickey Nicolas, französischer Jazzmusiker (Saxophon) († 2018) 19. Januar: José Alfredo Jiménez, mexikanischer Sänger und Komponist († 1973) 20. Januar: David Tudor, US-amerikanischer Pianist, Pionier für elektronische und experimentelle Musik († 1996) 22. Januar: Aurèle Nicolet, schweizerischer Flötist († 2016) 26. Januar: Kurt-Heinz Stolze, deutscher Komponist, Pianist, Cembalist und Dirigent († 1970) 29. Januar: Mario Suárez, venezolanischer Sänger († 2018) 30. Januar: Tish Daija, albanischer Komponist († 2003)
Februar 1. Februar: Georg Espitalier, deutscher Komponist und Akkordeonist († 2010) 2. Februar: Louise de Montel, niederländische Sängerin († 1993) 5. Februar: Christa Williams, deutsche Schlagersängerin († 2012) 6. Februar: William Schiøpffe, dänischer Jazzmusiker († 1981) 7. Februar: Pierre Villette, französischer Komponist († 1998) mini|hochkant=0.6|Sonja Ziemann; * 8. Februar 8. Februar: Sonja Ziemann, deutsche Schauspielerin und Tänzerin († 2020) 9. Februar: Carl Theodor Hütterott, deutscher Schulmusiker und Komponist († 2023) 10. Februar: Adalbert Meier, deutscher Kirchenmusiker († 2021) 12. Februar: Buddy Childers, US-amerikanischer Jazz-Trompeter († 2007) 12. Februar: Tite Curet Alonso, puerto-ricanischer Komponist († 2003) 13. Februar: Roberto Falabella, chilenischer Lyriker, Librettist, Essayist und Komponist († 1958) 13. Februar: Michal Smoira-Cohn, israelische Musikwissenschaftlerin und Hochschullehrerin († 2015) 15. Februar: Rubén Fuentes, mexikanischer klassischer Violinist und Komponist († 2022) 16. Februar: Mario Cavagnaro, peruanischer Singer-Songwriter († 1998) 17. Februar: Friedrich Cerha, österreichischer Komponist und Dirigent († 2023) 17. Februar: Lars Svendsen, grönländischer Gewerkschafter, Sportfunktionär und Musiker († 1975) 18. Februar: Ingrid Braut, deutsche Sängerin, Bühnen- und Filmschauspielerin († 2001)