mini|Ansicht von Westen St. Margaretha ist die Pfarrkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Margaretha Emstek im Dekanat Cloppenburg des Bistums Münster. Patronin ist die hl. Margaretha von Antiochia.
Geschichte Die Pfarrei Emstek gehört vermutlich zu den Urpfarreien, die im Zuge der Christianisierung des Lerigaues im 9. Jahrhundert von der Missionszelle in Visbek aus gegründet wurden. 1159 wurde Cappeln (St. Peter und Paul) ausgepfarrt. Bis ins 19. Jahrhundert bestand in Emstek ein Kirchengebäude, das angeblich 1352, wahrscheinlich jedoch früher erbaut worden war.Bau- und Kunstdenkmäler, S. 82. Die neue Kirche wurde von 1862 bis 1865 nach Plänen des Architekten Johann Bernhard Hensen errichtet.Dehio, S. 447.
Architektur Das neugotische Kirchengebäude aus Backstein hat die Form einer dreischiffigen Basilika mit Strebebögen, fünfjochigem Langhaus und einem Querschiff. Am polygonal geschlossenen Chor befinden sich Seitenkapelle und Sakristei. Der Westturm ist im Langhaus eingezogen.
Ausstattung mini|Herz-Jesu-Altar mit Bildwerken von August Schmiemann Ältestes Stück ist der romanische Taufstein aus Bentheimer Sandstein (Bentheimer Typ) aus der Zeit um 1200, der aus dem Vorgängerbau übernommen wurde.
Seitenaltäre, Sakramentshaus und Glasmalerei stammen aus der Bauzeit der neuen Kirche und sind dem Historismus zuzuordnen. Die beiden Seitenaltäre aus der Kunsttischlerei August Rüve wurden mit Werken der münsteraner Bildhauer Wilhelm Bolte und August Schmiemann ausgestattet. Reliefbilder und Engelsfiguren des Herz-Marien-Altares schuf Bolte, die für den Herz-Jesu-Altar stammen von Schmiemann.Kulturgeschichte Oldenburger Münsterland (Band 51, 2002), Ruth Irmgard Dalinghaus, Seite 105
Zur Ausstattung gehören zudem mehrere Gemälde aus dem 17. Jahrhundert.
Orgel mini|Blick auf die Orgelempore Die Führer-Orgel stammt aus dem Jahr 1966. Das Schleifladeninstrument hat 24 Register auf zwei Manualen und Pedal. Spiel- und Registertraktur sind mechanisch.
I Rückpositiv C–g3 1. Gedackt 8′ 2. Quintade 8′ 3. Prinzipal 4′ 4. Blockflöte 4′ 5. Waldflöte 2′ * 6. Sesquialtera 2f. 7. Scharff 4f. 8. Krummhorn 8′ II Hauptwerk C–g3 9. Pommer 16′ 10. Prinzipal 8′ 11. Rohrflöte 8′ 12. Schwebung 8′ 13. Oktave 4′ 14. Hohlflöte 4′ 15. Nasard ′ 16. Oktave 2′ 17. Mixtur 4-6f. 18. Trompete 8′ Pedalwerk C–f1 19. Subbass 16′ 20. Prinzipal 8′ 21. Gedackt 8′ 22. Oktav 4′ 23. Rauschpfeife 4f. 24. Posaune 16′ * Zum 150. Kirchenjubiläum durch eine Oktave 2′ ersetzt Koppeln II/I, I/P, II/P
Literatur Die Bau- und Kunstdenkmäler des Herzogtums Oldenburg. III. Heft: Amt Cloppenburg und Amt Friesoythe, Neudruck der Ausgabe 1903, Osnabrück 1976, S. 82 f. Georg Dehio (Hrsg.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bd. 2: Bremen/Niedersachsen, Neubearb., München 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 447. St. Margaretha Emstek - 150 jahre neue Kirche. Katholische Pfarrgemeinde Emstek (Hrsg.), 2015, ISBN 978-3-00-050256-9.
Weblinks
St. Margaretha (Emstek) im Denkmalatlas Niedersachsen
Einzelnachweise
Margaretha Kategorie:Baudenkmal im Landkreis Cloppenburg Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Cloppenburg Kategorie:Kirchengebäude im Offizialatsbezirk Oldenburg Kategorie:Backsteinkirche Kategorie:Basilika (Bautyp) Kategorie:Margareta-von-Antiochia-Kirche Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Niedersachsen Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Johann Bernhard Hensen Kategorie:Backsteinbauwerk des Historismus Emstek