350px|Rhapsody in Blue, Der berühmte Auftakt der Komposition Am 12. Februar 1924 wird Rhapsody in Blue, das bekannteste Werk des US-amerikanischen Broadwaykomponisten George Gershwin, in der Aeolian Hall in New York uraufgeführt. 350px|Datei:George Gershwins Rhapsody in Blue piano solo George Gershwins Rhapsody in Blue in einer Klavierfassung. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1924. mini|links|hochkant|Deckblatt der Originalnoten von The Man I Love, komponiert von George Gershwin mit Texten von Ira Gershwin (1924)
Ereignisse 1. Januar: Als zweite Spielstätte der Staatsoper Unter den Linden und unter dem Namen Oper am Königsplatz wird die Krolloper in Berlin mit den Meistersingern von Richard Wagner wieder eröffnet, Erich Kleiber dirigiert. 5. Februar: Die BBC sendet erstmals in ihrem Programm das Zeitzeichen. mini|hochkant|Rhapsody in Blue, Deckblatt der Originalnoten 12. Februar: Die Rhapsody in Blue von George Gershwin wird in der Aeolian Hall in Manhattan, New York, mit dem Komponisten am Klavier uraufgeführt. Das Experiment in Modern Music, der Versuch einer Verbindung von Jazz und Klassik, erhält sehr unterschiedliche Kritiken. März oder April: Ed Andrews macht die ersten kommerziell veröffentlichten Aufnahmen eines Country-Blues-Sängers. 4. März: Im Haus des Musikvereins findet der erste Ball der Wiener Philharmoniker statt. 1. April: Max Reinhardt übernimmt das neu eröffnete Wiener Theater in der Josefstadt. 8. April: In der Elberfelder Stadthalle tritt der heute als Wuppertaler Kurrende bekannte Knabenchor erstmals auf. 26. April: Kriemhilds Rache, der zweite Teil von Fritz Langs Monumentalfilm Die Nibelungen, wird im Berliner Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt. Die Filmmusik stammt von dem Komponisten Gottfried Huppertz. 4. Mai – 27. Juli: Bei den VIII. Olympischen Sommerspielen in Paris werden fünf Kunstwettbewerbe in den Bereichen Baukunst, Literatur, Musik, Malerei sowie Bildhauerkunst ausgetragen. Die Preise für Musik werden allerdings nicht vergeben. Schlager des Jahres ist Warte, warte nur ein Weilchen von Walter und Willi Kollo. Im Londoner West End wird der Nachtclub Café de Paris eröffnet. Das Dubrovniker Sinfonieorchester wird gegründet.
Instrumentalmusik mini|hochkant|The Man I Love, erste 8 Takte, Tenorsaxophon mini|hochkant|Tea for Two – erste Platten-Aufnahme vom Benson Orchestra of Chicago, aufgenommen am 28. August 1924 (Victor #19438) Eugen d’Albert: Aschenputtel Suite op. 33; Sinfonisches Vorspiel zu Tiefland op. 34 Béla Bartók: Dorfszenen – Sammlung von fünf Werken für Singstimme und Klavier Amy Beach: Suite für zwei Klaviere über alte irische Melodien op. 104 Anton Bruckner: erste vollständige Aufführung der Sinfonie in d-Moll (Nullter Sinfonie) am 12. Oktober George Enescu: Klaviersonate Nr. 1 fis-Moll op. 24 Nr. 1 Gabriel Fauré: Streichquartett e-Moll op. 121 Eugen d’Albert: Aschenputtel Suite op. 33; Sinfonisches Vorspiel zu Tiefland op. 34 Paul Graener: Das Lied der Kurischen Nehrung; Divertimento D-Dur, op. 67; Suite c-Moll op. 66; Quartett a-Moll op. 65 Gustav Holst: Chorsymphonie op. 41 für Sopran, Chor und Orchester Jaques Ibert: Escales für Orchester, Uraufführung am 6. Januar. Erich Wolfgang Korngold: Drei Gesänge nach Gedichten von Hans Kaltneker, op. 18; Klavierkonzert für linke Hand allein Cis-Dur op. 17 Carl Nielsen: Zehn kleine dänische Lieder Maurice Ravel: Tzigane, Rhapsodie für Violine und Luthéal, bzw. für Violine und Orchester. Ottorino Respighi: Pini di Roma, Sinfonische Dichtung Uraufführung 14. Dezember in Rom. Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105; Uraufführung am 24. März in Stockholm unter der Leitung des Komponisten.
Vokalmusik Das Lied Dort in der Ferne, jenseits des Flusses wird von Nikolai Kool (Text) und Alexander Alexandrow (Musik) geschrieben.
Musiktheater 28. Februar: Uraufführung der Operette Gräfin Mariza von Emmerich Kálmán im Theater an der Wien in Wien. 8. März: Uraufführung der Operette Clo-Clo von Franz Lehár im Wiener Bürgertheater. 27. März: Uraufführung der Oper Irrelohe von Franz Schreker in Köln. 15. April: Uraufführung der Operette Die tanzende Prinzessin von Walter Kollo an der Komischen Oper in Berlin. mini|hochkant|Arrigo Boito – Nerone – Deckblatt des Librettos 1. Mai: Uraufführung der Oper Nerone von Arrigo Boito (Musik und Libretto) im Teatro alla Scala in Mailand. 6. Juni: Uraufführung des musikalischen Monodramas Erwartung am Neuen Deutschen Theater in Prag. 13. Juni: In Basel wird das Oratorium Le Laudi di San Francesco d’Assisi von Hermann Suter uraufgeführt. 17. Juni: Uraufführung der Oper Abenteuer des Casanova von Volkmar Andreae in Dresden. 5. Juli: Uraufführung der Operette Die Frau ohne Kuß von Walter Kollo am Schillertheater in Berlin. 20. September: Das musikalische Festspiel Die Ruinen von Athen von Richard Strauss wird in Wien uraufgeführt. 4. November: Richard Strauss führt in Dresden erstmals die bürgerliche Komödie Intermezzo auf. 11. November: Uraufführung der Oper Das Herz Ilsées von Rudolf Karel am Nationaltheater in Prag. 11. November: Uraufführung der Operette Die vertagte (Hochzeits)Nacht von Walter Kollo in Mainz. 15. November: An der Staatsoper München erfolgt die Uraufführung der Komödie Don Gil von den grünen Hosen von Walter Braunfels. 1. Dezember: Uraufführung des Musicals Lady, Be Good von George Gershwin (Musik) und Ira Gershwin (Liedtexte) am Liberty Theater in New York. Es ist die erste gemeinsame Arbeit der Gershwin-Brüder. 2. Dezember: Am Broadway hat die Operette The Student Prince in Heidelberg, die auf dem Schauspiel Alt-Heidelberg von Wilhelm Meyer-Förster basiert, Premiere. Deutschsprachige Uraufführung der Oper Andromède von Pierre Maurice auf ein Libretto seiner Ehefrau Madeleine Maurice in Basel.
Weitere Bühnenwerksuraufführungen Walter Kollo: Die vertauschte Frau (Operette) Ralph Vaughan Williams: Hugh the Drover, or Love in the Stocks (Oper) Richard Strauss: Schlagobers, (Ballett) Sergei Sergejewitsch Prokofjew: Trapeze, op. 39, Ballett in einem Akt (Musik verschollen) Ralph Benatzky: An alle (musikalische Revue)
Gründungen Gramola – österreichische Plattenfirma mit Sitz in Wien
Neuveröffentlichungen (Auswahl) Lieder und Kompositionen Lied Text Musik Erstinterpret Label Veröffentlichung Genre Weitere Informationen I Wonder What’s Become of Sally Jack Yellen Milton Ager Al Jolson 1924 Jazz It Had to Be You Gus Kahn Isham Jones Isham Jones Orchestra Brunswick Juli 1924 Jazz The Man I Love Ira Gershwin George Gershwin 1. Dezember 1924 Jazz, Pop The One I Love Belongs to Somebody Else Gus Kahn Isham Jones Isham Jones Orchestra Brunswick März 1924 Jazz, Pop Wilde Gesellen vom Sturmwind durchweht 1924 Wurde erstmals um 1924 von Fritz Sotke veröffentlicht
Geboren Januar 1. Januar: Pino Rucher, italienischer Jazzgitarrist und Arrangeur († 1996) 4. Januar: Lily Greenham, österreichisch-britische Op-Art-Künstlerin, Performerin und Komponistin († 2001) 5. Januar: Shōtarō Moriyasu, japanischer Jazzpianist († 1955) 6. Januar: Earl Scruggs, US-amerikanischer Musiker († 2012) 7. Januar: Stanley Wolfe, US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge († 2009) 8. Januar: Norman Foster, US-amerikanischer Opernsänger, Schauspieler und Filmproduzent († 2000) 8. Januar: Robert Starer, österreichisch-amerikanischer Komponist und Pianist († 2001) 10. Januar: Germain Lefebrve, kanadischer Sänger, Chorleiter und Musikpädagoge († 2008) mini|hochkant=0.6|Max Roach; * 10. Januar 10. Januar: Max Roach, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger und Komponist († 2007) 11. Januar: Slim Harpo, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1970) 12. Januar: Nevit Kodallı, türkischer Komponist († 2009) 13. Januar: Ursula Aarburg, deutsche Musikwissenschaftlerin († 1967) 13. Januar: Irmgard Poppen, deutsche Cellistin († 1963) 14. Januar: Bruno Bělčík, tschechischer Geiger († 1990) 14. Januar: Jorge Casal, argentinischer Tangosänger und Schauspieler († 1996) 15. Januar: Georg Ratzinger, deutscher katholischer Geistlicher und Kirchenmusiker († 2020) 16. Januar: Katy Jurado, mexikanische Schauspielerin und Sängerin († 2002) 18. Januar: Hubert Deuringer, deutscher Orchesterleiter und Liedgutsammler († 2014) 18. Januar: Hermann Thieme, deutscher Komponist († 1991) 19. Januar: Jorge Durán, argentinischer Tangosänger († 1989) 20. Januar: Pierre Beaudet, kanadischer Pianist und Komponist 20. Januar: Valdo Sciammarella, argentinischer Komponist († 2014) 21. Januar: Şəfiqə Axundova, aserbaidschanische Komponistin († 2013) 22. Januar: J. J. Johnson, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2001) 23. Januar: Carl-Ulrich Blecher, deutscher Liedtexter († 1977) 26. Januar: Alice Babs, schwedische Schlager- und Jazzsängerin († 2014) 26. Januar: Warren Benson, US-amerikanischer Komponist, Perkussionist und Musikpädagoge († 2005) 29. Januar: Celio González, kubanischer Sänger († 2004) mini|hochkant=0.6|Luigi Nono; * 29. Januar 29. Januar: Luigi Nono, italienischer Komponist († 1990) 30. Januar: Chanifa Muchiddinowna Mawljanowa, sowjetische bzw. tadschikische Sopranistin und Musikpädagogin († 2010)
Februar 2. Februar: Elfi von Dassanowsky, österreichische Sängerin, Pianistin und Filmproduzentin († 2007) 2. Februar: Johnny Hawksworth, britischer Jazzmusiker (Bassist, Komponist) († 2009) 2. Februar: Sonny Stitt, US-amerikanischer Saxophonist († 1982) mini|hochkant=0.6|Bully Buhlan; * 3. Februar 3. Februar: Bully Buhlan, deutscher Jazz- und Schlagersänger, Pianist, Schlagerkomponist und Schauspieler († 1982) 6. Februar: Sammy Nestico, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2021) 6. Februar: Argentina Santos, portugiesische Fado-Sängerin († 2019) 7. Februar: Olga Chorens, kubanische Sängerin († 2023) 10. Februar: Randy Van Horne, US-amerikanischer Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Gesang, Komposition) und Chorleiter († 2007) 13. Februar: Iwan Mosgowenko, sowjetischer und russischer Klarinettist und Musikpädagoge († 2021) 14. Februar: Ralf Arnie, deutscher Komponist († 2003) 14. Februar: Argyris Kounadis, griechischer Komponist († 2011) 15. Februar: Jiří Šlitr, tschechischer Liedermacher, Komponist, Pianist, Sänger, Schauspieler, Zeichner und Graphiker († 1969) 17. Februar: Buddy Jones, US-amerikanischer Jazzbassist († 2000) 18. Februar: Phil Della Penna, US-amerikanischer Jazzmusiker (Piano, Arrangement) († 2024) 20. Februar: Greg Garrison, US-amerikanischer Produzent und Regisseur († 2005) 23. Februar: Lejaren Hiller, US-amerikanischer Komponist († 1994) 23. Februar: Richard Kittler, österreichischer Komponist und Pädagoge († 2009) 24. Februar: Mia Jertz, deutsche Satirikerin, Dichterin, Jazzpianistin und Harfenistin († 1988) 25. Februar: Norman Sherman, US-amerikanisch-kanadischer Fagottist, Musikpädagoge und Komponist († 2015) 26. Februar: Seymour Red Press, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2022) 27. Februar: Heimo Erbse, deutscher Komponist und Opernregisseur († 2005) 28. Februar: Bubi Aderhold, deutscher Jazzmusiker († 2008) 28. Februar: Guarionex Aquino, dominikanischer Sänger († 2010) 28. Februar: Doris Stockhausen, deutsche Musikpädagogin († 2023)
März 2. März: Papa Lightfoot, US-amerikanischer Bluessänger und Mundharmonikaspieler († 1971) 3. März: Lys Assia, Schweizer Sängerin und Schauspielerin († 2018) 5. März: Dave Burns, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2009) 7. März: Hans Schicker, Geigenbauer in Freiburg († 2001) 8. März: Ursula Borsodi, ungarisch-deutsche Sängerin und Schauspielerin († 2001) 13. März: Meri Dawitaschwili, sowjetische und georgische Komponistin († 2014) 13. März: Dick Katz, US-amerikanischer Jazzmusiker und Musikproduzent († 2009) 17. März: Wolfgang Dallmann, deutscher Organist, Kirchenmusiker und Dozent († 2008) 17. März: Carl Little, kanadischer Pianist, Organist und Rundfunkproduzent († 2016) 18. März: Lubomír Dorůžka, tschechischer Musikwissenschaftler und -journalist († 2013)