mini|Familienwappen derer von Haaren Haaren ist der Familienname eines deutsch-baltischen Adelsgeschlechts. Die zum Uradel gehörige Familie war seit der Mitte des 17. Jahrhunderts in Kurland und Litauen ansässig. Ihre Vorfahren sollen, wenn auch nicht eindeutig nachweisbar, aus dem Raum Osnabrück stammen. Die baltische Stammfolge beginnt urkundlich mit Christopher Otto Alexander von Haaren († 1745). Die Adelsfamilie war überwiegend durch Gutsbesitzer und Staatsbeamte gekennzeichnet.

Die Familie ist von dem westfälischen Adelsgeschlecht Haren und dem limburgischen Adelsgeschlecht Haren zu unterscheiden.

Geschichte Bei der Suche nach dem Ursprung der deutsch-baltischen „von Haaren“, wird an die von circa 1200 bis 1550 beurkundeten „von Horne“ angeknüpft. Sie waren Ministeriale der Grafen von Tecklenburg und der Bischöfe von Osnabrück und Paderborn und traten mehrfach als Zeugen der Edelherren von der LippeVergleich: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, 1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä. Nummer: 128, 132, 133 und 166 auf. Sie beurkundeten mit einem Siegel auf dem zwei ins Andreaskreuz gestellte Hifthörner abgebildet warenGenealogisches Handbuch der kurländischen Ritterschaft, o. J., S. 300. (Blasonierung des Wappens).. Die Herkunft der „von Horne“, mit den gekreuzten Hörnern, dürfte die Bauernschaft Hörne im Landkreis Osnabrück in der nächsten Nähe von Osnabrück sein. Einst hatte die Familie von Horne ihren Stammsitz auf der jetzigen Harenburg in der Nähe der Johanniter-Kommende Lage. Die Harenburg hieß noch 1589 HorneburgWas war die Horneburg? Auf: Biste.de - Die Geschichte der geteilten Bauernschaft Bieste und nach 1580 nannte sich die Familie Horne bald Haren.Hans Friedrich Georg Julius Sudendorf, Beiträge zur geschichte des landes Osnabrück, bis zum jahre 1400, Verlag Kissling, 1840, S. 10–12. Haren, Haare: 2 rot und goldene gebänderte Jagdhörner ins Andreaskreuz gestellt. Dieselben wiederholen sich über dem gekrönten Helm. Stammsitz Haren bei Hamm a. Lippe. – Die Familie blühte in den Ostseeprovinzen fort.

Stammfolge Christopher Otto Alexander von Haaren († 1745) im Kirchspiel Birsen, Kurland ⚭ Sibylla von der Ropp (* um 1725) Wilhelm Christopher von Haaren (* 1749 in Poislitz, (Gouvernement Kowno); † um 1816), Herr auf Schismen und Poislitz ⚭ Dorothea von Düsterloh (* 1758) Karl Wilhelm von Haaren (* 1785 in Davidischeck; † 1835 in Johannenhof : Jāņa muiža), preußischer Kapitän ⚭ Juliane von Schilling, Herr auf Weißpomusch, Johannenhof und Salat (1794–1843) Eugen Karl von Haaren (* 1819 in Gemauert-Pomusch; † 1873 in Mitau), Herr auf Johannenhof und Alt-Memelhof (: Kvetkai) ⚭ Alexandra von Hahn (1824–1902) Eugen Friedrich Karl Theodor von Haaren (* 1852 in Johannenhof; † 1912 in Mitau) Herr auf Alt-Memelhof, Johannenhof, Salat, Duhren, Direktionsrat Kurländische Kreditvereinigung, Kreismarschall, ⚭ Clementine von Hahn (1852–1890) Eugen Paul Julius von Haaren (* 1881 in Alt-Memelhof; † 1955 in Flensburg) Herr auf Johannenhof, Salat, Freiwilliger in der Baltischen Landwehr ⚭ Freda von Rönne (* 1885) Alexander Eugen von Haaren (* 1909), lebte in Afrika Eugen Paul von Haaren (* 1912 in Johanneshof) Paul Wilhelm Franz von Haaren (* 1882 in Alt-Memelhof; † 1940), Diplomingenieur, Herr auf Alt-Memelhof, Freiwilliger in der Baltischen Landwehr ⚭ Lisa von der Brüggen (Haus Laidsen) Paul-Adolph Eugen Eduard von Haaren (* 1918 in Mitau; † 1919 in Stettin) Ernst-Eberhard Kurt von Haaren (* 1920 in Berlin) Adolph Erich Arthur von Haaren (* 3. August 1922 in Reußen; † 14. Juli 2019 in Düsseldorf) https://trauer.rp-online.de/traueranzeige/dolf-freiherr-von-haaren Wilhelm Eugen Paul von Haaren (* 1924 in Rothstein (Niederlausitz)) Adolph Alexander Johannes Christoph von Haaren (* 1884 in Alt-Memelhof; † 1964) ⚭ Marie-Louise von Medem a.d.H. Grünhof (* 1893) Jürgen Hugo Wilhelm von Haaren (* 1917 in Schmenzin) Paul-Theodor Harald Bernd Dieter von Haaren (* 1928 in Stettin)

Wappen Blasonierung des Wappens in den Ostseeprovinzen: Silbernes Wappenschild mit zwei abgewandten Hifthörnern mit goldenen Beschlägen, die roten Schallöffnungen abwärts gekehrt. Helmzier: über der Krone die beiden zum Andreaskreuz ausgerichteten Hifthörner. Die Helmdecke ist blau-silbern.Genealogisches Handbuch der kurländischen Ritterschaft, o. J., S. 302.

Im russischen Heroldsamte ist für einen Zweig dieses Geschlechts die Vermehrung des Wappens Wappenvermehrung. Auf: Bernhard Peter Prinzipien der Heraldik: Wappenvermehrung um eine auf dem Schilde ruhende Baronskrone anerkannt worden.Carl Arvid von Klingspor: Baltisches Wappenbuch, Stockholm 1882 S. 76.

Alternative Wappendarstellung im Wappenbuch des Westfälischen Adels: In Silber zwei rote goldbebänderte Hifthörner ins Andreaskreuz gestellt. Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Helmdecken dieselben Hörner.

Literatur Genealogisches Handbuch der kurländischen Ritterschaft, Band 1, Görlitz S. 300–308 Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 65 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 157 (uni-duesseldorf.de).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Baltisches Adelsgeschlecht Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Stammliste