Die Mittlere Aurach, zuweilen auch nur Aurach genannt, ist ein gut 39 km langer linker Nebenfluss der Regnitz in Mittelfranken.

Name Der Name Aurach bedeutet so viel wie „Bach, an dem Auerochsen weiden“ (aus ahd. ūr ‚Auerochs‘ und aha ‚fließendes Wasser‘).Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 6. Nachtrag (1980–1983). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 3, 1984, S. 222 ().

Zur Unterscheidung von anderen Flüssen namens Aurach, insbesondere in Franken einer weiteren Aurach, die weiter abwärts ebenfalls von links in die Regnitz mündet sowie einer dritten Aurach, die von links in den Regnitz-Hauptoberlauf Rednitz mündet, wird der hier behandelte zweite Zufluss dieses Namens in den Gewässerhauptstrang der Regnitz meist als Mittlere Aurach bezeichnet.

Geographie Verlauf Die zwei Quellbäche der Aurach entspringen auf der Frankenhöhe im südlichen Hohenecker Forst, eben noch im Gebiet von Markt Ipsheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Der höhere der beiden Ursprünge liegt auf etwa . Schon nach weniger als einem Kilometer etwa östlichen Laufs vereinen sich die zwei Bäche kurz nach der Gemeindegrenze zu Markt Erlbach noch im Wald, den die Mittlere Aurach dann bald in der Nähe des Erlbacher Pfarrdorfs Linden verlässt.

Sie schwenkt nun unter dem Ort Linden auf dem rechten Hangkamm auf lange beibehaltene, auf größerer Skala etwa ostnordöstliche Fließrichtung. Noch vor dem ersten kleinen Dorf Klausaurach am Ufer nimmt sie den halb so langen Leitenbach aus dem Wald ihrer Ursprünge auf, nahe an dessen Mündung eine Aurachquelle auf Karten ausgewiesen ist; hier sammeln einige Quellfassungen Trinkwasser aus dem Teileinzugsgebiet des Leitenbachs.

Im Gemeindegebiet von Markt Erlbach durchquert oder passiert sie dann dessen jeweils in rund einem Kilometer Abstand aufeinander folgende Dörfer und Weiler Klausaurach, Mettelaurach, Morbach, Losaurach, Mosbach und Kotzenaurach, wo der noch immer weniger als 150 Meter breite Talgrund inzwischen etwa 60 Höhenmeter unter der rechten Randhöhe liegt. Nach einer letzten Erlbacher Mühlensiedlung wechselt sie aufs Gebiet von Markt Emskirchen über. Nach einem weiteren kleinen Mühlenort zieht sie zwischen Neuschauerberg am linken Ufer und dem etwas ferner in einem kurzen rechten Nebental liegenden Altschauerberg hindurch und durchquert dann nach einem Wasserstandshäuschen den namengebenden Hauptort der Gemeinde selbst.

Abwärts liegen nun zwei weitere alte Mühlen an einem abgezweigten Mühlbach am linken Rand des Talgrundes, in den der Floresbach mündet, der erste der längeren linken Zuflüsse mit einer ausgedehnten Weiherkette am Oberlauf. Gegenüber von Gunzendorf grenzt kurz die Gemeinde Wilhelmsdorf ans linke Ufer; durch deren nahen Hauptort läuft der Albach herbei und nimmt dann noch den erwähnten Mühlbach auf, ehe er gleich in die Aurach mündet; auch der Albach entwässert eine große Zahl von Teichen, zumeist am Oberlauf, dort Oberalbacher Weiher genannt. Der Talgrund wird danach etwas breiter und nach zwei kleineren Siedlungsplätzen folgt das letzte Dorf Oberniederndorf von Emskirchen. Dann beginnt hinter der Grenze zum Landkreis Erlangen-Höchstadt das Gemeindegebiet von Aurachtal. Darin durchzieht der Fluss Neundorf und das Pfarrdorf Münchaurach und erreicht dann bei Falkendorf seinen nördlichsten Punkt, wo der Reichenbach einmündet, sein längster Zufluss, an dessen Oberlauf die Teichwirtschaft sogar über die Talgründe hinaus ein flaches Seitenmuldenband ausfüllt.

In einem nur leicht nach Süden ausholenden Bogen bis zu seiner Mündung fließt die Aurach nunmehr bis zur Mündung fast ostwärts und tritt nach Passieren zweier letzter Mühlenplätze an deren Eckenmühle ins Stadtgebiet von Herzogenaurach über. An der Mühle fließt, wiederum von links, der etwas kürzere Welkenbach zu mit noch größerer entwässerter Teichfläche an den Oberläufen. Durch eine Siedlungslücke zwischen der Stadt selbst naht nun der einzige längere rechte Zufluss Schleifmühlbach, er mündet zwischen Hauptendorf und dem mit Herzogenaurach zusammengebauten Niederndorf, das am gegenüberliegenden linken Hang steht.

Der nächste Ort Neuses links am Lauf gehört schon zur kreisfreien Stadt Erlangen, hier zweigt nach rechts der Nebenlauf Altaurach ab, mit dem zusammen die Mittlere Aurach unter der Talbrücke der A 3 hindurchfließt. Auf dem wieder etwas nördlicher laufenden Rückbogen des Unterlaufs durchquert der Fluss den Stadtteil Frauenaurach, worin sich seine zwei Zweige wieder vereinen. Weiter abwärts wird er am östlichen Siedlungsrand von Frauenaurach zum Tal der Regnitz hin unter dem Main-Donau-Kanal hindurchgeführt, der diese links begleitet. Durch die fast einen Kilometer breiten Regnitzwiesen erreicht die Mittlere Aurach das Westufer ihres Vorfluters und mündet dort gegenüber Erlangen-Bruck auf etwa von links in die Regnitz.

Ihren etwa 39,3 km langen Weg vom Ursprung des höher entstehenden rechten Quellbachs bis zur etwa 159 Höhenmeter tiefer liegenden Mündung durchläuft die Mittlere Aurach mit einem mittleren Sohlgefälle von etwa 4 ‰.

Einzugsgebiet mini|left|Einzugsgebiet der Mittleren Aurach Die Aurach hat ein 164,8 km² großes Einzugsgebiet, das sich in Form einer meist schmalen Sichel von seinem westlichen Punkt im noch zu Markt Ipsheim gehörenden Oberndorfer Gemeindewald mit leichter Ausbiegung nach links etwa 33 km weit ostnordöstlich bis zur Mündung in die Regnitz gegenüber von Erlangen-Bruck erstreckt; quer dazu misst es an der breitesten Stelle nur wenig mehr als 8 km. Es gehört, naturräumlich gesehen, mit seinem obersten Teil dem Unterraum Nördliche Frankenhöhe der Frankenhöhe an, mit dem deutlich überwiegenden Rest dem Mittelfränkischen Becken, von dem der Unterraum Feuchtwanger Becken von Süden gegen den Oberlauf schmal auskeilt, während der weit überwiegende Flächenanteil im Unterraum Nürnberger Becken mit Sandplatten liegt.

An der nordwestlichen Wasserscheide grenzt das Einzugsgebiet der Aisch an, die deutlich weiter abwärts ebenfalls von links in die Rednitz mündet, an der nördlichen das des Seebachs, der schon bei Möhrendorf in den diese hier links begleitenden Main-Donau-Kanal einmündet. Im Süden sammelt über fast die gesamte Länge die Zenn den Abfluss jenseits der rechten Wasserscheide des Einzugsgebietes.

Der höchste Punkt liegt an der Westspitze im Oberndorfer Gemeindewald nahe der Kreisstraße NEA 25 von Ipsheim-Eichelberg zur Staatsstraße St 2252 im Bereich der Totermannsäule auf wenig über .

Das Einzugsgebiet hat einen hohen Waldanteil, der an der nordwestlichen und nördlichen Wasserscheide teilweise große geschlossene Flächen einnimmt, ein Teil davon steht auch an den Hängen des Aurachtals und auf der nahen begleitenden Hochebene. Die freie Flur wird meist beackert. An der Nordgrenze zum Seebach-Einzugsgebiet wird Teichwirtschaft betrieben, angelegte Weiher reihen sich von Kaltenneuses an, dichter ab Emskirchen-Tanzenhaid bis nach Herzogenaurach-Hammerbach im Osten dicht an den Oberläufen der linken Nebenflüsse.

Zuflüsse Hierarchische Liste von Zuflüssen und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Mit Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt. Auswahl.

Ursprung der Mittleren Aurach auf etwa ca. 2,5 km westlich von Markt Erlbach-Linden im Oberndorfer Gemeindewald. Der Bach fließt zunächst östlich, gleich nach dem Waldaustritt wendet er sich auf nicht sehr richtungsbeständigen Nordostlauf.

Leitengraben, von links und Westnordwesten auf etwa inmitten einer Teichgruppe am Waldrand nördlich von Linden, ca. 1,5 km und ca. 1,9 km². Kurz vor der Mündung des Leitengrabens liegen links des Laufs die Grundwasserfassungen der sogenannten Aurachquelle. Fischstubengraben, von rechts und Südwesten auf etwa gleich nach Klausaurach, ca. 1,2 km und ca. 1,1 km². Hardgraben, von links und Nordwesten auf etwa zwischen Klausaurach und Mettelaurach, ca. 1,7 km und ca. 1,7 km². Leitenbächlein, von rechts und Westnordwesten auf etwa an der Waldspitze zwischen Rimbach im Norden und Klausaurach im Süden, ca. 0,9 km und ca. 0,9 km². Morbach, von links und Westnordwesten auf etwa am Siedlungsrand von Morbach, ca. 2,1 km und ca. 2,3 km². Mosbach, von links und Nordwesten auf etwa in Mosbach, ca. 3,4 km und ca. 4,3 km². Schellbach, von rechts und Westsüdwesten auf etwa am Ostrand des Dorfes Schellert von Neustadt an der Aisch, ca. 1,4 km und ca. 1,2 km². Neidbächlein, von rechts und Südosten auf etwa am Ende des Finkenmühle-Geländes, ca. 1,8 km und ca. 2,7 km². Küferbächlein, von links und Nordwesten etwa 0,2 km nach dem Kanalabgang, ca. 1,9 km und ca. 1,6 km².. Flugsbach, von links und Westnordwesten auf etwa 0,3 km vor der Pegelanlage vor dem Ortseintritt in Emskirchen selbst, ca. 4,6 km und ca. 5,7 km². Stubengraben, von rechts und Ostsüdosten auf etwa knapp hundert Meter nach dem vorigen Zufluss, ca. 1,2 km und ca. 1,5 km². → (Abgang des Mühlbachs), nach links auf etwa kurz vor dem Ortsende Emskirchens. Mündet kurz vor deren Mündung in den Albach, siehe unten. Albach, von links und Nordwesten auf bei Wilhelmsdorf-Stadelhof, 3,8 km und 18,4 km². (Bedeutenderer Albach-Oberlauf), von links und Nordwesten auf etwa am Südrand von Oberalbach, ca. 2,4 km und ca. 3,4 km². An ihm und seinen Zuläufen liegen die zahlreichen Oberalbacher Teiche. (Bach durch die Moosweiher), von rechts und Westen auf etwa am Waldaustritt nördlich von Oberalbach, ca. 1,1 km und ca. 0,6 km². 10px Durchfließt auf etwa 360– das halbe Dutzend Moosweiher am Waldrand, zusammen ca. 1,6 ha. Mühlbach, von rechts kurz vor der Mündung; geht in Emskirchen nach links von der Mittleren Aurach ab. Floresbach, von links und Nordwesten auf etwa nach der Sixtmühle von Emskirchen, ca. 5,4 km mit der Abschnittsfolge Brunner Teiche → Mühlbach → Floresbach und ca. 1,6 km auf dem Namenslauf ab der Weihermühle von Emskirchen sowie ca. 9,2 km². Fließt an der Weihermühle auf etwa aus Mühlbach und Moorgraben zusammen. Mühlbach, linker und nordwestlicher Hauptstrang-Oberlauf des Floresbachs, ca. 3,7 km zusammen mit dem Oberlauf durch die Brunner Teiche und ca. 1,3 km auf dem Namenslauf vom Ortsbeginn von Brunn an sowie ca. 5,4 km². Der Oberlauf entsteht unbeständig auf etwa nordöstlich des Emskirchener Weilers Kaltenneuses nahe dem Rand des Glaswaldes. […] Moorgraben, rechter und westnordwestlicher Nebenstrang-Oberlauf des Floresbachs, ca. 2,1 km mit seinem Oberlauf Marbach und ca. 0,6 km auf dem Namenslauf sowie ca. 2,3 km². Marbach, linker Oberlauf aus dem Nordwesten, ca. 1,5 km und 1,8 km². Entfließt einem Teich im Brunnenfeld auf etwa wenig westlich der Kreisstraße NEA 22 von der Bundesstraße 8 nach Brunn. (Bach durch die Ochsenweiher), von rechts und Westen auf noch auf dem Marbach-Abschnitt südwestlich von Brunn am Waldrand, ca. 1,3 km und ca. 1,0 km². Entsteht auf etwa östlich der Emskirchener Einöde Wulkersdorf neben der Bahnstrecke Fürth–Würzburg. Speist und entwässert auf etwa 357– im Wald das halbe Dutzend Ochsenweiher am Mittellauf, zusammen ca. 1,1 ha. Erlachbächlein, von rechts gegenüber der Albach bei Emskirchen-Gunzendorf, ca. 2,7 km und ca. 2,5 km². Griesbach, von rechts beim Grieshof von Emskirchen Gründleinsbach, von links vor Emskirchen-Oberniederndorf Kressengraben, von rechts nach Oberniederndorf Käsergraben, von links vor Aurachtal-Neundorf Maidelsgraben, von links in Münchaurach Reichenbach, von links und Westnordwesten auf etwa am Westrand von Aurachtal-Falkendorf, 8,1 km mit Oberlauf Erlesbach und einem weiteren obersten Lauf sowie 13,8 km². Grüdlgraben, am Oberlauf Stockweihergraben, von rechts in Falkendorf Welkenbach, von links und Westnordwesten auf etwa bei Herzogenaurach-Eckenmühle, 7,2 km und 16,1 km². Dachenbach, von links zuletzt verdolt etwa unterhalb der Dambachstraße in Herzogenaurach Weihersbach, von rechts in Herzogenaurach neben der Ansbacher Straße