mini|St. Andreas in Nieder Eulau im heutigen Stadtgebiet von Szprotawa, seit 1318 unter dem Patronat der Magdalenerinnen Die Liste umfasst Orte und Teile von Ortschaften, die im Besitz des Magdalenerinnenklosters Sprottau waren. Das Kloster wurde 1289 als Tochterkloster von Naumburg am Queis in Beuthen an der Oder im Herzogtum Glogau gegründet.Hans-Ulrich Minke: Katholisches Kloster und evangelisches Priesterseminar: das Magdalenerinnenkloster in Naumburg am Queis. In: Jahrbuch für schlesische Kirchengeschichte, Band N.F. 84/85, 2006, S. 145–182. Schon 1314 verlegte man das Kloster nach Sprottau am Bober. Es blieb damit im Herzogtum Glogau. Auch nach der Reformation blieb, im Gegensatz zu den Gemeinden der Umgebung, ein Teil der Einwohner der Klosterorte katholisch. Während der Gegenreformation wurden um 1670 alle evangelische Kirchen des Herzogtums Glogau wieder geschlossen. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 kam das Gebiet am Preußen und das Herzogtum wurde 1807 im Rahmen der preußischen Verwaltungsreform aufgelöst. Das Kloster wurde 1810 säkularisiert und dessen Besitz ging verloren. Die ehemaligen Klosterorte liegen heute in der polnischen Woiwodschaft Lebus.

Ort Klosterbesitzab Jahr Bemerkung Karte Einwohner 1830(% katholisch) HeutigerOrtsname Heutige Stadt- oderLandgemeinde(S – Stadtteil) Bergvorwerk(Steinweg) 1318 – 59 (49,2 %) Szprotawa Szprotawa (S) (Klein) Heinersdorf 1299 von Beuthenaus erworben 658 (1,7 %) Jędrzychów Zielona Góra (Ober) Hirschfeldau 1299 Anteilvon Beuthenaus erworben(Herzogtum Sagan) 115 (27,8 %) Jelenin Żagań Hirtendorf 1315 – 172 (43,0 %) Pasterzowice Szprotawa Kortnitz 1682 – 186 (19,4 %) Kartowice Szprotawa Kunichen 1318 – 180 (36,7 %) Szprotawa Szprotawa (S) Langheinersdorf 1299 Anteilvon Beuthenaus erworben 1158 (2,0 %) Długie Szprotawa Nieder Eulau 1354 1318 Patronatsrechtüber Kirche Eulau 786 (8,7 %) Iława Szprotawa (S) Nieder Leschen 1713 – 438 (51,8 %) Leszno Dolne Szprotawa Rauden 1299 von Beuthenaus erworben 316 (55,1 %) Rudno Nowa Sól

Literatur Johann Georg Knie: Alphabetisch-Statistisch-Topographische Uebersicht aller Dörfer, Flecken, Städte und anderen Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des ganzen jetzt zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz, und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Graß, Barth und Comp., Breslau 1830 ( Digitalisat). Anton Rathsmann: Fragmente aus der Geschichte der Klöster und Stiftungen Schlesiens von ihrer Entstehung bis zur Zeit ihrer Aufhebung im November 1810. Graß und Barth, Breslau 1811. S. 305–321. online () Erwin von Wiese: Beiträge zur Geschichte der evangelischen Gemeinde und Kirche in Sprottau. In: Jahresbericht über das Progymnasium zu Sprottau. Ostern 1897, S. 3–23 (http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-382866)

Einzelnachweise

! ! ! ! Sprottau Sprottau Kategorie:Liste (Orte in Polen)