mini|St. Petrus von Süden: Spitzbogenfenster am Chor, Spitzbogenportal am Schiff Die evangelisch-lutherische, denkmalgeschützte Kirche St. Petrus steht am Liebenroder Schulberg von Liebenrode, einem Ortsteil von Hohenstein im Landkreis Nordhausen von Thüringen. Die Kirchengemeinde Liebenrode gehört zur Pfarrei Trebra im Kirchenkreis Südharz der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.St. Petrus auf EKMD
Beschreibung Die schlichte, aus zum Teil verputzten Bruchsteinen gebaute Kirche besteht aus dem Langhaus, dem Chorturm und dem eingezogenen Rechteck-Chor. Der im 14. Jahrhundert errichtete Chor hat an seiner Südseite ein Spitzbogenfenster. Spitzbogig ist auch das Portal an der Südseite des Kirchenschiffs, ein vorstehender Stein etwa einen Meter über seiner Spitze kann eine Konsole für ein Heiligenbild sein, also aus vorreformatorischer Zeit stammen. Das rundbogige Fenster rechts über dem Portal hat jetzt eine neuzeitliche Verglasung, kann von den Proportionen her aber romanisch sein. Das Kirchenschiff wurde in seiner heutigen Form erst im 17. Jahrhundert errichtet, aber nicht völlig neu. Dabei wurde auch der Turm verändert.
Das Kirchenschiff ist mit einem Satteldach bedeckt, der Chor mit einem Krüppelwalmdach. Der Turm trägt einen spitzen Helm.
Heute sind Chorturm und Chor vom Kirchenraum durch eine Wand getrennt, vor der der Altar steht und die Spuren verschiedener früherer Gestaltungen aufweist: Rechts gibt es ein vermauertes korbbogiges Fenster, als wohl jüngste Öffnung in dieser Wand. Es stört (ist also jünger) den rechten Rundbogen einer gestaffelten romanischen Dreifenstergruppe in der Mitte der Altarwand. Vom Bogen des linken Fensters dieser Gruppe ist nur noch eine geringe Spur erhalten. Später wurde an ihrer Stelle ein niedrigerer breiter Rundbogen angelegt. mini|Altarwand mit Spuren mehrerer früherer Öffnungen Der Innenraum des Kirchenschiffes ist mit einer hölzernen Flachdecke überspannt, die inzwischen erneuert werden musste. Sie wird von drei asymmetrisch verteilten achteckigen Holzpfeilern gestützt, zwei beiderseits der Orgel, der dritte am östlichen Ende der allein auf der Nordseite zweigeschossigen Empore. Den Raum umgeben dreiseitig hölzerne Emporen; die Nordempore ist zweigeschossig. Eine Bruchsteinwand trennt das Kirchenschiff im Osten vom Erdgeschoss des Turms und vom Chor. Im Chor sind Reste eines Kreuzgratgewölbes erhalten.
Orgel mini|Die Orgel 2019 wurde in das ursprüngliche Knauf-Gehäuse ein zweimanualiges pneumatisches Orgelwerk der Firma J.Strebel/Nürnberg mit 15 klingenden Registern eingebaut. Dieses hatte wegen Neuanschaffung die Marien-Kirchengemeinde des unterfränkischen Königsberg zur Verfügung gestellt. Am 2. Adventssonntag desselben Jahres fand schließlich die Wiederinbetriebnahme statt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Nordhausen Kategorie:Bauwerk in Hohenstein (Thüringen) Kategorie:Kulturdenkmal in Hohenstein (Thüringen) Kategorie:Peterskirche Kategorie:Kirchengebäude des Evangelischen Kirchenkreises Südharz Kategorie:Saalkirche in Thüringen Kategorie:Bauwerk aus Stein Kategorie:Chorturmkirche Kategorie:Erbaut im 14. Jahrhundert Kategorie:Erbaut im 17. Jahrhundert Liebenrode