350px|Frog Legs Rag 1906 Der US-amerikanische Ragtime-Pianist und -Komponist James Scott veröffentlicht seinen Frog Legs Rag, mit dem er großen Erfolg hat. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1906. mini|Arnold Schönberg, Gemälde von Richard Gerstl, 1906|links

Ereignisse 24. Dezember: Reginald Aubrey Fessenden strahlt die erste Rundfunksendung in einer Funkstation in Brant Rock, Massachusetts, aus.

mini|James Scott – Frog Legs Rag Instrumentalmusik 6. Januar: Die Klavierstücke Miroirs (Spiegelbilder) von Maurice Ravel werden von dem mit Ravel befreundeten Pianisten Ricardo Viñes in Paris uraufgeführt. Das Werk gehört zu den Schlüsselwerken des französischen Impressionismus, die für dieses Instrument komponiert wurden. Alle Stücke sind technisch außerordentlich anspruchsvoll und von einem virtuosen Klaviersatz geprägt. 23. März: Gabriel Fauré: Klavierquintett Nr. 1 d-moll op. 89 Uraufführung 9. Mai: Das erste Buch der Tanzsuite Iberia. 12 novelles „impressions“ en quatre cahiers für Klavier von Isaac Albéniz wird im Salle Pleyel in Paris uraufgeführt. 27. Mai: Die 6. Sinfonie („Tragische Sinfonie“) von Gustav Mahler wird im Essener Saalbau als Höhepunkt des Tonkünstlerfestes des Allgemeinen deutschen Musikvereins unter Leitung des Komponisten uraufgeführt. Im Gegensatz zu anderen Sinfonien Mahlers stößt das Werk bei der Kritik auf Wohlwollen. Der deutsche Komponist Hermann Ludwig Blankenburg gewinnt mit dem Marsch Abschied der Gladiatoren den Kompositionswettbewerb des Musikverlages Boosey & Hawkes. George Enescu: Bläserdezett D-Dur op. 14; Konzertstück für Viola und Klavier Alexander Konstantinowitsch Glasunow: Sinfonie Nr. 8 Es-Dur op. 83, Uraufführung Max Reger: Suite im alten Stil für Violine und Klavier op. 93 Erik Satie: Trois Autres Melodies (1886–1906): Chanson, Chansons médiévale, Les fleurs; Allons-y chochotte, Chanson

Vokalmusik 1. April: Anton Bruckners Psalm 114, WAB 36, wird von August Göllerich unter Verwendung einer Abschrift des Manuskripts uraufgeführt. Maurice Ravel: Cinq mélodies populaires grecques, Histoires naturelles Gospel Just over in the Gloryland. mini|links|Die Premierenbesetzung von Der geizige Ritter

Musiktheater 24. Januar: Am Bolschoi-Theater in Moskau werden die beiden einaktigen Opern Der geizige Ritter und Francesca da Rimini von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt. Literarische Vorlage für Der geizige Ritter ist Puschkins gleichnamige Tragödie aus den Kleinen Tragödien aus dem Jahr 1830. Die Titelrolle ist für den aufsteigenden Star Fjodor Schaljapin geschrieben, der auch für die Uraufführung vorgesehen ist, die Rolle dann aber nach einer privaten Voraufführung mit Klavierbegleitung durch Felix Blumenfeld abgibt. 24. Februar: Die Uraufführung der Oper L'Ancêtre (Der Ahne) von Camille Saint-Saëns findet in Monte Carlo statt. 10. März: Ebenfalls in Monte Carlo erfolgt die Uraufführung der Oper Don Procopio von Georges Bizet. links|mini|Schluss-Szene "Die vier Grobiane", Theater des Westens 1906 19. März: Das Musikalische Lustspiel Die vier Grobiane ( I quatro rusteghi) von Ermanno Wolf-Ferrari wird in deutscher Sprache an der Bayerischen Staatsoper in München uraufgeführt. Das Werk, dessen venezianisches und deutsches Libretto auf einer Komödie von Carlo Goldoni beruht, ist der Versuch einer Wiederbelebung der Opera buffa. Die Oper wird zum meistgespielten Werk des Komponisten und kommt noch im gleichen Jahr am Theater des Westens in Berlin zur Aufführung. 31. Oktober: Die Uraufführung der Oper Ariane von Jules Massenet mit einem Libretto von Catulle Mendès findet im Palais Garnier in Paris statt. Interpretin der Titelpartie ist Lucienne Bréval. 1. November: Die Oper La légende de Rudel von Ricardo Castro Herrera (Musik) mit einem Libretto von Henry Brody wird im Teatro Arbeu in Mexiko-Stadt in Gegenwart des mexikanischen Präsidenten Porfirio Díaz uraufgeführt. 11. November: Die Uraufführung der Oper Maskarade von Carl Nielsen mit einem Libretto von Vilhelm Andersen, dem eine Komödie von Ludvig Holberg zugrunde liegt, erfolgt am Königlich Dänischen Theater in Kopenhagen unter der Leitung des Komponisten. Sie gilt heute als Nationaloper Dänemarks. 11. November: Die Oper The Wreckers von Ethel Smyth (Musik) mit einem Libretto von H. B. Leforestier (= Henry Bennet Brewster) wird im Neuen Theater in Leipzig uraufgeführt. 1. Dezember: Die Uraufführung der Kinderoperette Peter und Paul reisen ins Schlaraffenland von Franz Lehár findet im Kabarett Hölle im Theater an der Wien in Wien statt. 8. Dezember: Uraufführung der Oper Moloch von Max von Schillings an der Hofoper in Dresden. 11. Dezember: Die Kinderoper Das Christ-Elflein von Hans Pfitzner auf das Libretto von Ilse von Stach hat unter der Leitung von Felix Mottl ihre Uraufführung an der Hofoper in München, nachdem bereits am 23. November eine erste Aufführung der Ouvertüre in Berlin unter Emil Nikolaus von Reznicek erfolgt ist. Die erste Fassung wird ein Misserfolg. Eine zweite, überarbeitete Fassung gelangt genau 11 Jahre später an der Dresdner Hofoper unter der Leitung von Fritz Reiner und mit Grete Merrem-Nikisch in der Titelrolle zur erfolgreichen Uraufführung. 30. Dezember: Im Zirkus Busch in Berlin erfolgt die Uraufführung des melodramatischen Krippenspiels Bübchens Weihnachtstraum von Engelbert Humperdinck.

Weitere Uraufführungen von Bühnenwerken Edmund Eysler: Künstlerblut und Phryne (zwei Operetten). Richard Heuberger. Die letzte Nacht (Oper) und Die drei Grazien (Operette) Oscar Straus: Hugdietrichs Brautfahrt (Operette). Robert Stolz: Manöverliebe (Operette)

Gründungen 29. November: In Fürnitz/Brnca wird der Slowenische Kulturverein „SPD Dobrač“ gegründet. Das Musiklabel Baidaphon wird von Mitgliedern der libanesisch-syrischen Familie Baida unter dem Namen „Baida Record (Baida Cousins Beyrouth, Syrie)“ gegründet.

Geboren Januar bis März 1. Januar: Giovanni D’Anzi, italienischer Sänger und Komponist († 1974) 2. Januar: Dan T. Nishikawa, US-amerikanischer Musiker und Orchesterleiter japanischer Herkunft († 1991) 4. Januar: Stefan Rachoń, polnischer Geiger und Dirigent († 2001) 5. Januar: Wild Bill Davison, US-amerikanischer Jazz-Kornettist († 1989) 7. Januar: Francisco Amor, argentinischer Tangosänger, Komponist und Schauspieler († 1972) 8. Januar: Walter Feiler, deutscher Geigenbauer († 1989) 11. Januar: Hugo Peritz, Schweizer Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Violine, Tenorsaxophon, Arrangement) († 1999) 15. Januar: Alessandro Cicognini, italienischer Filmkomponist († 1995) 21. Januar: Igor Moissejew, russischer Balletttänzer und Choreograf († 2007) 23. Januar: Lester Horton, US-amerikanischer Tänzer, Choreograf und Tanzpädagoge († 1953) 24. Januar: Howell Glynne, walisischer Opernsänger und Gesangspädagoge († 1969) 27. Januar: Karl Ludwig Gerok, deutscher Organist, Komponist und Autor († 1975) 27. Januar: Radamés Gnattali, brasilianischer Musiker und Komponist († 1988) 31. Januar: Benjamin Frankel, britischer Komponist († 1973) 31. Januar: Roosevelt Sykes, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1983) 1. Februar: Hildegarde Sell, US-amerikanische Kabarett-Sängerin († 2005) mini|hochkant=0.6|Ludvig Nielsen; * 3. Februar 3. Februar: Ludvig Nielsen, norwegischer Komponist und Organist († 2001) 5. Februar: Fritz Angermann, deutscher Sänger († 1944) 5. Februar: Sara Alexandrowna Lewina, russische Komponistin († 1976) 5. Februar: Emil Seiler, deutscher Bratschist, Komponist und Musikpädagoge († 1998) 7. Februar: Rudolf Lemke, deutscher Opernsänger († 1945) 11. Februar: Yves Baudrier, französischer Komponist († 1988) 20. Februar: Imabuji Ayako, japanische Rezitatorin edozeitlicher Naga uta und Shamisen-Spielerin († 2003) 22. Februar: Adele Marcus, kanadische Pianistin und Musikpädagogin († 1995) 23. Februar: Corrie Hartong, niederländische Tänzerin und Choreografin († 1991) 25. Februar: Boris Papandopulo, kroatischer Komponist und Dirigent († 1991) 2. März: Blind Teddy Darby, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und -Sänger († 1975) mini|hochkant=0.6|Barney Bigard; * 3. März 3. März: Barney Bigard, US-amerikanischer Jazz-Klarinettist († 1980) 3. März: Hugo Fricke, deutscher Violinist, Bratschist und Komponist († 1995) 6. März: Jacques Pills, französischer Chanson- und Schlagersänger († 1970) 7. März: Alejandro García Caturla, kubanischer Komponist († 1940) 10. März: Maurice Solway, kanadischer Geiger, Komponist und Musikpädagoge († 2001) 11. März: Ferid Alnar, türkischer Komponist († 1978) 12. März: Carlos Dante, argentinischer Tangosänger und -komponist († 1985) 14. März: Rodolfo Biagi, argentinischer Tangomusiker († 1969) 14. März: Ulvi Cemal Erkin, türkischer Komponist († 1972) 19. März: Normand Lockwood, US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge († 2002) 25. März: Jean Sablon, französischer Chansonnier († 1994) 26. März: Curley Weaver, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und Sänger († 1962) mini|hochkant=0.6|Murray Adaskin; * 28. März 28. März: Murray Adaskin, kanadischer Komponist und Dirigent († 2002) 29. März: Edward Power Biggs, US-amerikanischer Konzertorganist († 1977) 29. März: Tamaraxonim, sowjetische, usbekische Tänzerin, Sängerin, Schauspielerin und Choreografin († 1991) 30. März: Kurt Caesar, deutsch-italienischer Jazz- und Unterhaltungsmusiker sowie Comiczeichner († 1974) 30. März: Gérald Desmarais, kanadischer Sänger und Chorleiter († 1950) 31. März: Lauri Saikkola, finnischer Violinist und Komponist († 1995)

April bis Juni 1. April: Lucette Descaves, französische Pianistin († 1993) 1. April: Muriel Stafford, kanadische Organistin, Chorleiterin und Musikpädagogin († 2004) 5. April: Fernando Germani, italienischer Organist, Komponist und Orgelpädagoge († 1998) 8. April: Raoul Jobin, kanadischer Sänger und Musikpädagoge († 1974) 8. April: Berta Alves de Sousa, portugiesische Pianistin, Komponistin und Dirigentin († 1997) 9. April: Antal Doráti, ungarisch-amerikanischer Dirigent († 1988) 12. April: Feliks Rączkowski, polnischer Organist, Komponist und Musikpädagoge († 1989) 13. April: Bud Freeman, US-amerikanischer Tenor-Saxophonist († 1991) 19. April: Luis Alberti, dominikanischer Merenguekomponist († 1976) mini|hochkant=0.6|Paul Sacher; * 28. April 28. April: Paul Sacher, Schweizer Dirigent und Mäzen († 1999) 29. April: Achmet Schubanow, kasachischer Komponist († 1968) 1. Mai: Joachim Riedel, deutscher Sänger und Theaterschauspieler († 1931) 5. Mai: Primo Angeli, italienischer Jazz- und Unterhaltungsmusiker († 2003) 5. Mai: Waldemar Bloch, österreichischer Komponist, Pianist und Musikpädagoge († 1984) 12. Mai: Aurel von Milloss, ungarisch-italienischer Tänzer, Choreograf und Ballettdirektor († 1988) 15. Mai: Yvonne Blanc, französische Jazz- und Unterhaltungsmusikerin (Piano) († 1997) 17. Mai: Zinka Milanov, kroatische Opernsängerin (Sopran) († 1989) 18. Mai: Frederick Zimmermann, US-amerikanischer Kontrabassist und Musikpädagoge († 1967) 22. Mai: Aaron Sparks, US-amerikanischer Bluesmusiker († 1935) 23. Mai: Lucha Reyes, mexikanische Sängerin und Schauspielerin († 1944) 25. Mai: Friedrich Siebert, deutscher Dirigent und Komponist († 1987) 28. Mai: Phil Regan, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler († 1996) 29. Mai: Werner Korte, deutscher Musikwissenschaftler († 1982) 1. Juni: Andria Balantschiwadse, georgischer Komponist († 1992) 1. Juni: Charles-Émile Gadbois, kanadischer Geistlicher, Musikverleger und Komponist († 1981) 2. Juni: David Le Vita, US-amerikanischer Musikwissenschaftler, Pianist und Musikpädagoge († 2006) mini|hochkant=0.6|Josephine Baker; * 3. Juni 3. Juni: Josephine Baker, US-amerikanische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin († 1975) 3. Juni: László Szemere, ungarischer Opernsänger († 1963) 4. Juni: Richard Whorf, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Autor und Filmproduzent († 1966) 6. Juni: Georg Irmer, deutscher Opernsänger sowie Theater- und Filmschauspieler († 1987)