179px|Mata Hari im Musée Guimet 1905 Die Niederländerin Gretha Mac Leod hat als exotische Tänzerin Mata Hari im Musée Guimet ihren ersten großen Auftritt. 171px|Gustav Mahler – Kindertotenlieder – Notentitelblatt der Ausgabe für eine Singstimme mit Klavierbegleitung Die Kindertotenlieder von Gustav Mahler haben im Wiener Musikverein ihre Uraufführung. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1905.
Ereignisse 1. Januar: Gabriel Fauré wird neuer Direktor des Conservatoire de Paris. 13. März: Margareta Geertruida Zelle tritt auf Einladung des Industriellen Émile Guimet in seinem Museum Guimet in Paris vor einem ausgesuchten Publikum erstmals als Tänzerin Mata Hari auf. Ihr Schleiertanz wird von Anfang ein großer Erfolg. Thorvald Aagaard wird Organist der Freien Gemeinde Ryslinge. Nachdem Leo Fall mit seiner Oper Irrlicht Anfang des Jahres in Mannheim ein Debakel erlebt hat, verlegt er sich auf das Verfassen von Operetten.
Instrumentalmusik 25. Januar: Arnold Schönberg dirigiert im Großen Musikvereinssaal in Wien die Uraufführung seiner symphonischen Dichtung Pelleas und Melisande nach dem Drama von Maurice Maeterlinck. 29. Januar: Die Kindertotenlieder, ein Liederzyklus von Gustav Mahler nach Texten einer gleichnamigen Gedichtsammlung von Friedrich Rückert, haben im Wiener Musikverein ihre Uraufführung unter Leitung des Komponisten mit Friedrich Weidemann als Solist. Vier der Rückert-Lieder Mahlers werden im gleichen Konzert uraufgeführt. Die Erstausgabe erscheint noch im selben Jahr. 1. März: Uraufführung der Variationen und Fuge über ein Originalthema fis-Moll op. 73 von Max Reger durch Walter Fischer in der Neuen evangelischen Garnisonkirche Berlin. 8. März: Uraufführung von Introduktion und Allegro für Streicher op. 47 von Edward Elgar in der Queen’s Hall in London. 29. Mai: Uraufführung der 3. Sinfonie von Alexander Skrjabin in Paris unter Arthur Nikisch. 15. Oktober: Uraufführung von La Mer von Claude Debussy in Paris durch das Orchestre Lamoureux unter Camille Chevillard 19. Oktober: Uraufführung der revidierten (und endgültigen) Fassung des Violinkonzertes von Jean Sibelius unter Richard Strauss in Berlin. Sinfonie Nr. 1 Es-Dur op. 13 von George Enescu. Streichquartett Nr. 6 B-Dur op. 19 von Sergei Iwanowitsch Tanejew Drei Klavierstücke op. 34: Gavotte, Auf dem See, Walzer von Ludwig Thuille Sinfonie Nr. 6 Es-Dur op. 94 von Charles Villiers Stanford
Vokalmusik 27. Januar: Uraufführung des Requiem für Chor, Bratsche und Harmonium oder Orgel von Giacomo Puccini durch den Chor der Mailänder Scala unter der Leitung von Aristide Venturi in der Kapelle der Casa Verdi in Mailand. Zu ihrem 25. Jubiläum im Jahr 1905 widmet Emil Jülich der Kölner Narren-Zunft sein Karnevalslied Ov krütz oder quer!
Musiktheater 10. Februar: Die Oper Tatjana von Franz Lehár mit einem Libretto von Felix Falzari und Max Kalbeck wird am Deutschen Stadttheater in Brünn uraufgeführt. 13. Februar: Die Oper King Arthur von Isaac Albéniz wird in Brüssel uraufgeführt. 12. März: Uraufführung der komischen Oper Rè Enzo (dt. König Enzo von Ottorino Respighi) mini|hochkant|Pietro Mascagni – Amica – Poster 16. März: Die tragische Oper Amica von Pietro Mascagni auf das Libretto von Paul de Choudens wird am Théâtre du Casino in Monte Carlo uraufgeführt. Der Abend ist ein Triumph, doch der italienischen Premiere am 13. Mai in Rom ist geringerer Erfolg beschieden. Die Oper wird nie fester Bestandteil des Repertoires. 14. April: Uraufführung der komischen Oper Die Heirat wider Willen von Engelbert Humperdinck an der Königlichen Hofoper in Berlin 16. April: Am Nationaltheater Prag erfolgt die Uraufführung der Oper Jessika von Josef Bohuslav Foerster mit dem Libretto von Jaroslav Vrchlický nach William Shakespeares Der Kaufmann von Venedig. 20. April: Richard Strauss vollendet die Komposition der Literaturoper Salome zu einem Libretto nach dem gleichnamigen Drama von Oscar Wilde. 28. Mai: Uraufführung der Kinderoper Der Schnee-Held von César Cui in Jalta 22. September: Die k. u. k.-Hofzensur verbietet die Aufführung der Oper Salome von Richard Strauss an der Wiener Hofoper. 15. Oktober: Uraufführung der Tonbilder La mer von Claude Debussy in Paris 12. November: Uraufführung des musikalischen Lustspiels Flauto solo von Eugen d’Albert in Prag. 18. November: Uraufführung der Operette Prinzeß Rosine von Paul Lincke am Apollo-Theater in Berlin 28. November: Uraufführung der Operette Der Rebell von Leo Fall am Theater an der Wien in Wien. Später wurde das Werk überarbeitet und unter dem Titel Der liebe Augustin neu herausgebracht. 9. Dezember: Die einaktige Oper Salome von Richard Strauss nach dem gleichnamigen Drama von Oscar Wilde in der deutschen Übersetzung von Hedwig Lachmann wird mit Marie Wittich, Irene von Chavanne, Karel Burian und Karl Perron in den Hauptrollen an der Dresdner Hofoper uraufgeführt. Die musikalische Leitung hat Ernst von Schuch. 22. Dezember: Die Uraufführung des Balletts Der sterbende Schwan von Michel Fokine findet in Sankt Petersburg mit Anna Pawlowa als Primaballerina statt. 30. Dezember: Die lustige Witwe von Franz Lehár, eine Operette in drei Akten mit dem Libretto von Victor Léon und Leo Stein nach Henri Meilhacs Lustspiel L’attaché d’ambassade, wird mit Mizzi Günther und Louis Treumann in den Hauptrollen am Theater an der Wien in Wien uraufgeführt. Das Stück, das als Hauptvertreter der sogenannten „Silbernen Operettenära“ gilt, wird Lehárs erfolgreichste und bekannteste Operette.
Weitere Uraufführungen musikalischer Bühnenwerke Jules Massenet: Chérubin Lyrische Oper in drei Akten wird in Monte Carlo uraufgeführt. Giacomo Puccini: bringt die zweite und dritte Fassung seiner Oper Madama Butterfly heraus. Carl Michael Ziehrer: Fesche Geister Operette (in Wien uraufgeführt). Leo Ascher: Vergeltsgott Operette im Theater an der Wien in Wien uraufgeführt. Edmund Eysler: Die Schützenliesel und Pufferl (beides Operetten) Heinrich Berté: bringt in München die Operette Stadtregent heraus.
Geboren Januar 2. Januar: Michael Tippett, englischer Komponist († 1998) 5. Januar: Gladys Merredew, britische Schauspielerin und Sängerin († 1972) 8. Januar: Giacinto Scelsi, italienischer Komponist († 1988) 12. Januar: Heinz Terworth, deutscher Tontechniker beim Film († nach 1973) 17. Januar: Peggy Gilbert, US-amerikanische Jazz-Musikerin, Saxophonistin und Bandleader († 2007) 18. Januar: Herbert de Castro, panamaischer Komponist und Dirigent († 1969) 19. Januar: Wladimir von Horbowski-Zaranek, georgischer Klavierpädagoge († 1989) 19. oder 22. Januar: Verdina Shlonsky, israelische Komponistin und Pianistin († 1990) 21. Januar: Eduardo Brito, dominikanischer Opern- und Zarzuelasänger (Bariton) († 1946) 21. Januar: Werner Neumann, deutscher Musikwissenschaftler und Bachforscher († 1991) 24. Januar: Karol Mroszczyk, polnischer Komponist und Musikpädagoge († 1976) 25. Januar: Julia Frances Smith, US-amerikanische Komponistin und Pianistin († 1989) 26. Januar: Joaquín Do Reyes, argentinischer Bandoneonist, Bandleader und Tangokomponist († 1987) 26. Januar: Al Goodhart, US-amerikanischer Songwriter († 1955) mini|hochkant=0.6|Maria Augusta von Trapp; * 26. Januar 26. Januar: Maria Augusta von Trapp, US-amerikanische Sängerin und Schriftstellerin († 1987) 27. Januar: Ricardo Tanturi, argentinischer Tangopianist, Bandleader und Komponist († 1973)
Februar 5. Februar: Roger Filiatrault, kanadischer Sänger (Bariton) und Musikpädagoge († 1973) 5. Februar: Adolfo Mejía, kolumbianischer Komponist († 1973) 10. Februar: Vilko Ukmar, slowenischer Komponist, Musikwissenschaftler und Hochschullehrer († 1991) 13. Februar: Fritz Dietrich, deutscher Musikwissenschaftler und Komponist († 1945) mini|hochkant=0.6|Harold Arlen; * 15. Februar 15. Februar: Harold Arlen, US-amerikanischer Komponist, Oscarpreisträger († 1986) 19. Februar: Willibald Quanz, deutscher Komponist († 1980) 20. Februar: Herminio Giménez, paraguayischer Komponist († 1991) 23. Februar: Herbert Fromm, deutsch-amerikanischer Organist, Dirigent und Komponist († 1995) 23. Februar: Jules Martel, kanadischer Chorleiter, Musikwissenschaftler, -pädagoge und -historiker († 1981) 23. Februar: Leonidas Zoras, griechischer Komponist († 1987) 24. Februar: La Jana, deutsche Tänzerin und Schauspielerin († 1940) 25. Februar: Harald Lander, dänischer Balletttänzer und Choreograph († 1971) 27. Februar: Walter Kochner, Sänger, Regisseur und Schauspieler († 1971) 28. Februar: Louis Metcalf, US-amerikanischer Jazz-Musiker († 1981)
März 2. März: Marc Blitzstein, US-amerikanischer Komponist († 1964) 4. März: Pierre Pidoux, Schweizer evangelischer Kirchenmusiker und Musikwissenschaftler († 2001) 6. März: Bob Wills, US-amerikanischer Country-Musiker und Bandleader († 1975) 10. März: Graciela Párraga, kubanische Sängerin, Gitarristin und Komponistin († 1971) 16. März: Hans Henning Jordan, deutscher Lautenbauer († 1979) 19. März: Jakow Matwejewitsch Gudkin, sowjetischer Theater- und Film-Schauspieler sowie Estrada-Künstler († 1979) 22. März: Carlo Alberto Pizzini, italienischer Komponist und Dirigent († 1981) mini|hochkant=0.6|Lale Andersen; * 23. März 23. März: Lale Andersen, deutsche Sängerin und Schauspielerin († 1972) 24. März: Réal Gagnier, kanadischer Oboist und Musikpädagoge († 1984) 26. März: Pablo Garrido, chilenischer Komponist und Jazzmusiker († 1982) 26. März: Larry Teal, US-amerikanischer Saxophonist und Musikpädagoge († 1984) 27. März: Leroy Carr, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1935) 28. März: Hans Rahner, österreichischer Komponist und Klaviervirtuose († 2008) 31. März: Big Maceo Merriweather, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1953) 31. März: Stanisław Niedzielski, polnischer Pianist und Komponist († 1975)
April 1. April: Winfried Zillig, deutscher Komponist, Musiktheoretiker und Dirigent († 1963) 2. April: Kurt Herbert Adler, österreichisch-US-amerikanischer Dirigent († 1988) 2. April: Herman Walder, US-amerikanischer Musiker († 1991) 4. April: Eugène Bozza, französischer Komponist († 1991) 5. April: Jef Maes, belgischer Komponist und Professor († 1996) 9. April: Xiao Shuxian, chinesische Komponistin († 1991) 15. April: Bernard Addison, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist und Banjo-Spieler († 1990) 19. April: Tommy Benford, US-amerikanischer Jazz-Musiker († 1994) 21. April: Grigori Borissowitsch Bernandt, litauisch-sowjetischer Musikwissenschaftler († 1978) 25. April: Gerhard Nowottny, deutscher Musikpädagoge und Komponist († 1942)
Mai 2. Mai: Alan Rawsthorne, englischer Komponist († 1971) 4. Mai: Al Dexter, US-amerikanischer Country-Musiker und Songwriter († 1984) 4. Mai: Mátyás Seiber, ungarischer Komponist († 1960) 7. Mai: Bumble Bee Slim, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1968) 8. Mai: Red Nichols, US-amerikanischer Jazzmusiker, Kornettist und Trompeter († 1965) 10. Mai: Markos Vamvakaris, griechischer Sänger, Komponist und Bouzouki-Interpret († 1972) 11. Mai: Joe McCoy, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und Sänger († 1950) 17. Mai: Roland Gagnier, kanadischer Fagottist und Musikpädagoge († 1975) 18. Mai: Leo Barkin, kanadischer Pianist und Musikpädagoge († 1992) mini|hochkant=0.6|Eric Zeisl; * 18. Mai 18. Mai: Erich Zeisl, österreichischer Komponist und Musikpädagoge jüdischer Herkunft († 1959) 21. Mai: Edward Lockspeiser, britischer Musikwissenschaftler, Musikkritiker und Komponist († 1973) mini|hochkant=0.6|Heinrich Eckert; * 22. Mai 22. Mai: Heinrich Eckert, deutscher Musikwissenschaftler und Pianist († 1957) 29. Mai: Fela Sowande, nigerianischer Komponist, Organist und Musikpädagoge († 1987)
Juni 1. Juni: Dinorá de Carvalho, brasilianische Pianistin und Komponistin († 1980) 1. Juni: William Nagel, evangelischer Theologe und Hochschullehrer († 1995) 4. Juni: José Echániz, kubanischer Pianist, Dirigent und Musikpädagoge († 1969) 6. Juni: Arthur Mendel, US-amerikanischer Chordirigent, Musikwissenschaftler und -pädagoge († 1979)