Die Mitsubishi K3M (jap. 九〇式機上作業練習機, Kyūrei-shiki kijō sagyō renshūki, wörtlich „Trainingsgerät vom Typ Jiufen“) ist ein militärisches Schulflugzeug des japanischen Herstellers Mitsubishi Kōkūki.
Geschichte Während des Ersten Weltkriegs lernte das Japanische Kaiserreich, die Vorteile von Luftstreitkräften zu schätzen. Daher bauten die Kaiserlich Japanischen Streitkräfte in der Zwischenkriegszeit eine eigene Luftwaffe auf Basis ausländischer Konstruktionen und Entwicklungen auf, was aber die bereits bestehende Abhängigkeit von anderen Ländern bis zur Mitte der 1930er Jahre massiv verstärkte. Nachdem die japanischen Luftstreitkräfte an Größe und Selbstbewusstsein gewonnen hatten, ermutigten sie japanische Unternehmen, selbst Flugzeuge zu entwickeln und zu bauen. So beauftragte die Kaiserlich Japanische Marine Mitsubishi mit dem Bau eines Schulflugzeuges. Mitsubishi stellte daraufhin den britischen Ingenieur Herbert Smith ein, um das Flugzeug zu konstruieren. Smith begann mit seiner Arbeit im Jahr 1928, gab das Projekt jedoch bald wieder auf. Im Jahr 1929 übernahm Joji Hattori die Entwicklungsarbeiten und im Mai 1930 absolvierte Hattoris Konstruktion ihren Jungfernflug. Nach der Umsetzung einiger Änderungswünsche bestellte die Marine das Flugzeug in größeren Mengen. Insgesamt wurden etwa 624 Exemplare gebaut. Obwohl die K3M ursprünglich als Schulflugzeug konzipiert worden war, wurde sie während des Pazifikkriegs auch als leichtes Verbindungsflugzeug eingesetzt.
Konstruktion Die K3M war ein einmotoriger, abgestrebter Schulterdecker mit einem Rumpf aus einem stoffbespannten Metallgerüst. Die Maschine verfügte über zwei offene Cockpits für den Piloten und den Bordschützen sowie einer geschlossenen Kabine für den Fluglehrer und zwei Schüler. Die vier Prototypen wurden von einem Hispano-Suiza-V8-Motor mit einer Nennleistung von angetrieben, der von Mitsubishi selbst gebaut wurde. Im Gegensatz zu den ersten beiden Prototypen verfügten die Tragflächen beim dritten und vierten Prototyp über eine V-Stellung, was die Flugstabilität der Maschine verbesserte.
Versionen K3M1 Bezeichnung der vier Prototypen K3M2 Erste in Serie gebaute Version, angetrieben von einem Hitachi-Amakaze-11-Sternmotor mit ; 70 Exemplare wurden von Mitsubishi, 247 weitere von Aichi Tokei Denki gebaut K3M3 Letzte in Serie gebaute Version mit vergrößertem Leitwerk, angetrieben von einem Nakajima Kotobuki-2 mit ; 301 Exemplare wurden von Watanabe Tekkōjo gebaut K3M3-L Variante der K3M3 für den Transport von fünf Passagieren oder leichter Fracht Ki-7 Bezeichnung zweier Prototypen, die für die Kaiserlich Japanische Armee geplant, aber nie gebaut wurden
Betreiber
Kaiserlich Japanische Marineluftstreitkräfte
Technische Daten mini|Dreiseitenansicht Kenngröße Daten Besatzung 4 Passagiere 6 Länge 9,54 m Spannweite 15,78 m Höhe 3,82 m Flügelfläche 34,5 m² Flügelstreckung 7,2 Leermasse 1360 kg max. Startmasse 2200 kg Höchstgeschwindigkeit Dienstgipfelhöhe Reichweite 790 km Triebwerk 1 × Nakajima Kotobuki-2 mit Bewaffnung 1 × Maschinengewehr vom Typ 92, 7,7 mm am Heck4 × 30-kg-Bomben
Vergleichbare Typen Kyūshū K11W
Siehe auch Liste von Flugzeugtypen
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Militärisches Schulflugzeug Kategorie:Kaiserlich Japanische Marine Kategorie:Erstflug 1930 Kategorie:Flugzeugtyp des Zweiten Weltkrieges (Japan) Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor