Die Mainka Bau GmbH & Co. KG ist ein familiengeführtes Bauunternehmen mit Sitz in Lingen (Ems), das insbesondere für die chemische Industrie, die Energiewirtschaft und die Speziallogistikbranche tätig ist.
Historische Entwicklung 1895 bis 1945 Josef und Julia Mainka gründeten 1895 im oberschlesischen Langendorf einen Betrieb für kleinere Pflaster- und Tiefbauarbeiten.Mainka in Lingen gestaltet Firmensitz neu. In: Neue Osnabrücker Zeitung 15. Juni 2016, abgerufen am 25. März 2020. Während des Ersten Weltkriegs ruhte das Geschäft. In der Zwischenkriegszeit, insbesondere in den 1930er Jahren, entwickelte sich der Handwerksbetrieb allmählich zu einem Bauunternehmen.
1936 übernahm August Mainka (1910–1971), einer der Söhne des Gründerehepaars, den Betrieb im Alter von 26 Jahren. Die ersten Kriegsjahre führten zu größeren Aufträgen, sodass der Unternehmensinhaber unabkömmlich gestellt wurde. Nach seiner Einberufung zur Wehrmacht Ende 1942 ruhte der Betrieb erneut kriegsbedingt.Zu den Jahren von 1895 bis 1945 siehe 100 Jahre Mainka. 1895–1995, S. 3–6.
1948 bis 1989 1948 wurde August Mainka aus französischer Kriegsgefangenschaft entlassen.Zu den Jahren von 1948 bis 1971 siehe 100 Jahre Mainka. 1895–1995, S. 7–10. Weil er in der oberschlesischen Region keine Zukunft sah, wandte er sich nach Lingen. Dort hielten sich zwei seiner Brüder auf. Die Gründung eines eigenen Handwerksbetriebes war dort damals nicht möglich. Die Witwe eines Bauhandwerkers aus Haselünne, dessen Betrieb noch in der Handwerksrolle eingetragen war, gestattete August Mainka allerdings die Nutzung der Firma Feldhaus für gewerbliche Zwecke. 1948 begann auf diese Weise der Wiederaufbau des Unternehmens. 1949 lautete die Firma dann August Mainka Straßen- und Tiefbau.Daten zur Unternehmensgeschichte auf der Website des Unternehmens. Abgerufen am 23. Januar 2020. Das Unternehmen befasste sich in den nächsten 20 Jahren mit kleineren Straßenbauarbeiten für die öffentliche Hand sowie mit Pflasterstraßenbau, Erd- und Wegebauarbeiten für die örtliche Erdölindustrie; es entwickelte sich so zu einem lokal relevanten Straßen- und Tiefbauunternehmen. Als August Mainka 1971 verstarb, zählte der Betrieb rund 200 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 20 Mio. DM.
Anschließend erstreckte sich das Aufgabengebiet hauptsächlich auf den Straßenbau für öffentliche Auftraggeber. Hinzu kamen Arbeiten für die Privatwirtschaft: Wege- und Gleisbau sowie Rohrleitungsbau für die Öl- und Gasindustrie der Region. 1974 erfolgte die Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft.Creditreform: Unternehmensinfo kompakt zur Mainka Bau GmbH & Co. KG (Crefonummer 2410000220), Stand: 22. Januar 2020. Marie-Theres Mainka-Peterson, die verwitwete Ehefrau von August Mainka, agierte als geschäftsführende Gesellschafterin, ab 1980 unterstützt von einem Beirat. Im selben Jahr wurde die Kommanditgesellschaft zudem in eine GmbH & Co. KG transformiert. 1985 ergänzte das Unternehmen sein Spektrum mit dem Kläranlagenbau und fand so den Einstieg in den Hochbau. Das Bauleistungsangebot wurde durch die A. M. Bauservice GmbH abgerundet, die Transportleistungen übernahm und sich im Baustoffhandel betätigte. Ende der 1980er Jahre erstreckte sich der Markt auf den Norden der Bundesrepublik, im Süden reichte er bis ins nördliche Nordrhein-Westfalen.Zu den Jahren von 1971 bis 1989 siehe 100 Jahre Mainka. 1895–1995, S. 12–19.
Seit 1990 Nach der Wiedervereinigung wurde das Bauunternehmen auch in Sachsen und Thüringen aktiv, 1991 erwarb es einen Betrieb in Greiz, der dann als Greizer Bau GmbH firmierte und 1996 nach Gesamtvollstreckung geschlossen wurde.Handelsregistereintrag Amtsgericht Jena HRB 200335 1992 gab die Familie Mainka 25,1 % der Unternehmensanteile an der August Mainka Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. ab. Als Kommanditisten wurden die Deutsche Beteiligungsgesellschaft mbH und die Deutsche Beteiligungs AG mit zusammen 25,1 % aufgenommen. Die weiteren Anteile hielten Marie-Theres Mainka-Peterson (24,8 %) sowie ihr Sohn Andreas Mainka (50,1 %).Mainka: Familie gibt 25 Prozent ab. In: Handelsblatt, 17. Juni 1992. 100 Jahre Mainka. 1895–1995, S. 18.
1996 trat Andreas Mainka in die Geschäftsführung ein.Arbeitssicherheit steht bei Mainka ganz oben, auf cdu-lingen.de, abgerufen am 25. März 2020Carsten van Bevern: Unfallquote bei Mainka weit unter dem Branchenschnitt. Deutscher Arbeitsschutzpreis geht an Lingener Bauunternehmen. In: Ems-Zeitung, 16. November 2019. 2008 veräußerte die Deutsche Beteiligungs AG ihren Anteil an die Familiengesellschafter. 2015 wurde die Zentrale in Lingen umgebaut und erweitert. Zum 125-jährigen Unternehmensjubiläum erfolgte Anfang 2020 die Veränderung der Firma in Mainka Bau GmbH & Co. KG. Im November 2020 bezog das Unternehmen ein neues Verwaltungsgebäude am Darmer Esch.Meldung in der Rubrik Aktuelles auf der Unternehmenswebsite, abgerufen am 8. Januar 2021.
Gegenwart
Organisation und Standorte mini|Gebäude der Zentrale in Lingen (2021) Das Unternehmen ist als GmbH & Co. KG organisiert. Die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) ist die Mainka Geschäftsführungsgesellschaft mbH mit Sitz in Lingen.Bekanntmachung der Mainka Bau GmbH & Co. KG im Handelsregister, 9. Januar 2020. Die Mainka Bau GmbH & Co. KG ist als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der 4M Holding GmbH mit Sitz in Lingen einbezogen.Mainka Bau GmbH & Co. KG, Lingen (Ems), Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023, abgerufen über unternehmensregister.de.
Neben der Zentrale in Lingen verfügt das Unternehmen über sieben weitere Niederlassungen: Bergkamen, Brunsbüttel, Gelsenkirchen, Köln, Münster, Osnabrück und Wuppertal.Website des Unternehmens. Abgerufen am 25. Juli 2025.Informationen auf der Website des Unternehmens, abgerufen am 21. Juli 2021.
Dienstleistungen, Kunden und Märkte Das Unternehmen übernimmt den Bau von Fabrikgebäuden, Kraftwerken, Lagerhallen, Labor- oder Verwaltungsgebäuden, ferner Erd- und Rohrleitungsbauarbeiten, Straßenbau- und Verkehrsflächenarbeiten. Die Kunden stammen überwiegend aus der chemischen Industrie, der Energiewirtschaft und der Logistikbranche.Siehe die Angaben des Unternehmens zu seinen Projekten. Abgerufen am 24. Januar 2020. Ferner: Hofschröer und Mainka bauen markanten BP-Komplex. In: Lingener Tagespost, 22. Dezember 2017. Oder EMP in Lingen feiert Richtfest beim neuen Logistikgebäude. In: Lingener Tagespost, 3. August 2017. Öffentliche Auftraggeber kommen hinzu.Endausbau der Imhofstraße. In: Lingener Tagespost, 11. Mai 2013. Radweg zwischen Lingen und Kreisel ist ausgebaut. In: Lingener Tagespost, 29. November 2013. Kreisstraße 156 wird voll gesperrt. In: Ems-Zeitung, 2. April 2014. Bessere Straßen in den geteilten Siedlungen. In: Meppener Tagespost, 3. Juni 2015.
Personal und Leitung 2023 beschäftigte Mainka Bau rund 450 Personen. Ende 2023 absolvierten 35 Personen ihre Ausbildung bei der Mainka Bau GmbH & Co. KG, hinzu kamen sechs Dual Studierende.Mainka Bau GmbH & Co. KG: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 im Unternehmensregister
Zahlen Wichtige betriebliche Größen beziehungsweise Kennzahlen haben sich folgendermaßen entwickelt: + Betriebliche Entwicklung des UnternehmensBauunternehmung August Mainka GmbH & Co.: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017. Veröffentlicht am 13. Februar 2019 im Bundesanzeiger.Bauunternehmung August Mainka GmbH & Co.: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 01.12.2018. Veröffentlicht am 28. Januar 2021 im Bundesanzeiger.Bauunternehmung August Mainka GmbH & Co.: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019. Veröffentlicht am 28. Januar 2021 im Unternehmensregister.Mainka Bau GmbH & Co.: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Veröffentlicht am 02. März 2022 im Unternehmensregister.Mainka Bau GmbH & Co.: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021. Veröffentlicht am 21. Juni 2023 im Unternehmensregister.Mainka Bau GmbH & Co.: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Veröffentlicht am 27. März 2024 im Unternehmensregister.Mainka Bau GmbH & Co.: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Veröffentlicht am 25. März 2025 im Unternehmensregister. Positionen 2017 2018 2019 20202021202220232024 Umsatz (Mio. €) 93,8 95,9 107,5 155,9156,5211,1272,6207,2 Gesamtleistung (Mio. €) 95,7 113,4 143,6 179,9191,9194,9212,9271,9 Mitarbeiter 386 412 424 442449440451385 Auszubildende 27 25 32 3135354133
Arbeitsschutz 2016 und 2018 wurden Mitarbeiter mit dem Deutschen Jugend-Arbeitsschutz-Preis gewürdigt.Mainka-Azubis gewinnen Jugend-Arbeitsschutzpreis. In: Lingener Tagespost, 26. Oktober 2016. 2019 folgte die Auszeichnung mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis in der Kategorie „Strategisch“. Die Jury hob hervor, Mainka beweise „eine gelebte Fehler- und Meldekultur, die zudem im ganzen Unternehmen gilt. Das ist Arbeitsschutz als Grundpfeiler einer Fürsorgekultur in einer Branche mit traditionell hohen Unfallzahlen“.Zitiert nach Carsten van Bevern: Unfallquote bei Mainka weit unter dem Branchenschnitt. Deutscher Arbeitsschutzpreis geht an Lingener Bauunternehmen. In: Ems-Zeitung, 16. November 2019. Im Jahr 2025 wurde das Unternehmen erneut ausgezeichnet. Dieses Mal für das Projekt „Digitale Hilfsmittel zur nachhaltigen Verbesserung von Arbeits- und Umweltschutz“. Mit der MainkaApp und QR-Code-Technologie verbessert Mainka die Sicherheit auf seinen Baustellen, vereinfacht Abläufe und reduziert Umweltauswirkungen.
Kooperationen mit Schulen Das Unternehmen kooperiert mit der Marienschule LingenJunge Menschen für die Baubranche gewinnen. In: Lingener Tagespost, 16. November 2013. und der Gesamtschule EmslandSchule kooperiert mit der Volksbank. In: Ems-Zeitung, 27. November 2013. seit 2013, seit 2014 mit der Friedensschule LingenJohannes Franke: Friedensschule kooperiert mit der Wirtschaft. In: Lingener Tagespost, 3. Dezember 2014. sowie mit der Oberschule Lengerich seit 2017.Es gibt keine „Spatenpaulis“ mehr. In: Lingener Tagespost, 17. August 2017.
Anhang Literatur 100 Jahre Mainka. 1895–1995, o. O. u. J. (Lingen (Ems) 1995) [Broschüre des Unternehmens zu seinem Jubiläum. In Auszügen und schwarz-weiß hier online.]
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Einzelnachweise
Kategorie:Bauunternehmen (Deutschland) Kategorie:Unternehmen (Lingen (Ems)) Kategorie:Unternehmensgründung 1895