Alexis Manenti (* 12. Februar 1982 in Bagnolet) ist ein französischer Filmschauspieler und Drehbuchautor.
Leben Manenti wurde in Bagnolet geborenFrançois Aubel: Alexis Manenti, les nerfs à vif. In: Le Figaro, 20. November 2019, S. 45. und wuchs mit seinem jüngeren Bruder in Paris auf. Seine Mutter stammt aus Rijeka (Kroatien) und wuchs in Belgrad auf,Karine Casalta: De l’anonymat à la célébrité auf parolesdecorse.fr. sein Vater († 1998) stammte aus Cargèse; beide Eltern waren Psychologen bzw. Psychoanalisten. Manentis Großmutter Josée Manenti war mit Jean Oury Begründerin der psychiatrischen Clinique de La Borde in Cour-Cheverny.
Manenti wurde bereits Ende der 1990er-Jahre als Schüler Mitglied der Künstlervereinigung Kourtrajmé um Romain Gavras, Kim Chapiron und Toumani SangaréAlexis Manenti – Sa biographie auf voici.fr und spielte kleine Rollen in Kurzfilmen. Nach Ende der Schulzeit studierte er Jura bzw. Geschichte und Psychologie, brach das Studium jedoch nach kurzer Zeit ab und verdiente sich mit kleineren Jobs seinen Lebensunterhalt. Parallel dazu arbeitete er wieder mit Kourtrajmé in Montfermeil zusammen und gab schließlich 2002 in Gavras’ Kurzfilm Easy Pizza Riderz sein eigentliches Filmdebüt. Die Rolle des Serben Dimitriu Bulatovic spielte Manenti in den Folgejahren in zahlreichen Kurzfilmen von Kourtrajmé, sodass „Dimitriu“ zeitweise eine Art Künstlername wurde.Vgl. Alexis Manenti in: François Rieux: Les Misérables: Qui sont les nouvelles têtes du carton de Ladj Ly?. premiere.fr, 29. November 2019.„Alexis Manenti […] alias Dimitriu, l’enfant de l’est, le Bucarest Thug“ in: David: Kourtrajmé, la réunion de famille. noise-laville.fr, 28. Februar 2013.
Im Jahr 2009 besuchte Manenti den Theaterkurs des Laboratoire de l’acteur in Paris bei Célia Granier-Deferre. Sein erster Kinofilm wurde der 2014 erschienene Thriller Mea Culpa – Im Auge des Verbrechens von Fred Cavayé. Weitere Auftritte in Film und Fernsehen folgten, darunter Rollen in Agatha Christie: Mörderische Spiele sowie Die Welt gehört dir, erneut unter der Regie von Romain Gavras.
Im Jahr 2017 schrieb Manenti mit Ladj Ly den Kurzfilm Les misérables über eine Polizeieinheit in Montfermeil, wobei Manenti auch die Rolle des rassistischen Polizisten Chris übernahm. Les misérables erhielt zahlreiche Filmpreise und war unter anderem für einen César als Bester Kurzfilm nominiert. Ly und Manenti schrieben mit Giordano Gederlini das Drehbuch zum Langfilm Die Wütenden – Les misérables, der auf dem Kurzfilm basiert. Erneut übernahm Manenti die Rolle des Chris. Für seine Darstellung wurde er 2020 mit dem César als Bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Er erhielt zudem eine César-Nominierung in der Kategorie Bestes Drehbuch und war für zwei Prix Lumières – für das Beste Drehbuch und als Bester Nachwuchsdarsteller – nominiert.
Filmografie (Auswahl)
Auszeichnungen 2019: Darstellerpreis, Festival Côté court de Pantin, für Le discours d’acceptation glorieux de Nicolas ChauvinAlexis Manenti: La biographie auf gala.fr 2019: Nominierung Europäischer Filmpreis, Bestes Drehbuch, für Die Wütenden – Les misérables 2020: César, Bester Nachwuchsdarsteller, für Die Wütenden – Les misérables 2020: César-Nominierung, Bestes Drehbuch, für Die Wütenden – Les misérables 2020: Bestes Drehbuch, Black Reel Awards, für Die Wütenden – Les misérables 2020: Nominierung Prix Lumières, Bestes Drehbuch und Bester Nachwuchsdarsteller, für Die Wütenden – Les misérables
Weblinks
Alexis Manenti auf agence-adequat.com
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:César-Preisträger Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1982 Kategorie:Mann