mini|Stolperstein in Kulmbach Die Liste der Stolpersteine in Kulmbach enthält die Stolpersteine, die vom Kölner Künstler Gunter Demnig in Kulmbach verlegt wurden. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie liegen im Regelfall vor dem letzten selbst gewählten Wohnsitz des Opfers.
Die Verlegungen in Kulmbach erfolgten 2012 und 2014.
Stolpersteine
Die Tabelle ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen. Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben 120px HIER ARBEITETE HERMANN ABERLE JG. 1889 VERHAFTET 13.11.1943 ‘WEHRKRAFTZERSETZUNG UND FEINDBEGÜNSTIGUNG’ VERURTEILT 14.3.1944 MÜNCHEN-STADELHEIM GEHENKT 5.5.1944Langgasse 7 wurde 1889 geboren. Aberle war Radiohändler, sein Geschäft betrieb er in der Langgasse und hatte zumindest einen Sohn, Ludwig. Aberle war ein Gegner Hitlers und machte in seinem Stammlokal „Café Beyerlein“ als auch bei Kunden, denen er Radios lieferte, Witze über Hitler. Er wurde bei der Kreisleitung der NSDAP Rugendorf denunziert, wegen „Beleidigung des Führers“ und wegen des Verdachtes, die „Volksempfänger“ zum Abhören des „Feindsenders“ tauglich zu machen. Am 13. November 1943 erfolgte seine Verhaftung durch die Gestapo und seine Überstellung an den „Volksgerichtshof“. Am 14. März 1944 erfolgte die Verurteilung wegen „Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung“. Am 5. Mai 1944 wurde Hermann Aberle in München-Stadelheim gehenkt. Sein Sohn kämpfte vergeblich bis zum Schluss mit Petitionen gegen den Tod seines Vaters.Schüler setzten „Stolpersteine“ zum Gedenken. inFranken.de; abgerufen am 4. März 2020