Ghelința [] (, ) ist eine Gemeinde im Kreis Covasna in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Ghelința im Kreis Covasna Die Gemeinde Ghelința liegt in den Westausläufern des Vrancea-Gebirges (Munții Vrancei) – Teilgebirge der Ostkarpaten – und östlich der Kronstädter Senke (Depresiunea Brașovului) im sogenannten Szeklerland. Im Osten des Kreises Covasna am gleichnamigen Bach, ein Zufluss des Râul Negru und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 121F befindet sich der Ort Ghelința 15 Kilometer nördlich von der Kleinstadt Covasna und etwa 38 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.
Der nächstgelegene Bahnhof der Bahnstrecke Brașov–Sfântu Gheorghe–Târgu Secuiesc befindet sich im fünf Kilometer entfernten Imeni, dem eingemeindeten Dorf der Nachbargemeinde Catalina.
Geschichte Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Ghelința wurde nach unterschiedlichen Angaben erstmals 1539Angaben auf der Website der Gemeinde Ghelința abgerufen am 27. Februar 2020 (rumänisch). oder 1567 urkundlich erwähnt.
Ein archäologischer Fund im eingemeindeten Dorf Harale (ungarisch Haraly) wurde der Frühbronzezeit zugeordnet und befinden sich in einem Museum der Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe.Repertoriul Arheologic al României – Harale, abgerufen am 20. Mai 2025 (rumänisch).
Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Ghelința dem Stuhlbezirk Orbai in der Gespanschaft Háromszék (). Anschließend gehörte Ghelința dem historischen Kreis Trei-Scaune (deutsch Drei Stühle) und ab 1950 dem heutigen Kreis Covasna an.
Seit 1960 wird auf dem Areal von Ghelința Erdöl gefördert.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Ghelința entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 460 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 2.846 53 2.661 - 132 1920 3.781 148 3.558 12 63 1941 4.152 4 3.927 1 220 1992 4.654 60 4.592 2 - 2002 4.774 64 4.702 - 8 2011 4.815 59 4.551 - 205 2021 4.917 39 4.525 3 350 (183 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Ghelința die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 2002 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen (168) wurde 1930, die der Roma (260) 1956 und die der Rumäniendeutschen (44) 1910 registriert. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden auch Slowaken (38) auf dem Gemeindegebiet registriert.
Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die römisch-katholische Kirche Sf. EmericAngaben zur römisch-katholischen Kirche in Ghelința bei biserici.org, abgerufen am 2. März 2020 (rumänisch). im 13. Jahrhundert errichtet, im 18. umgebaut und laut dem Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) steht sie unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).360°-Ansicht des Innenraums der Kirche Die Kirche ist die älteste Kirche im Komitat Háromszék. Der Altarraum wurde im 16. Jahrhundert im gotischen Stil umgebaut; die Fresken der Nordwand des Schiffes stammen aus dem 14. Jahrhundert. Das eingestürzte Deckengewölbe wurde 1628 mit einer Kassettendecke mit 103 Felder je 85 × 77 cm ersetzt. In einigen der Felder sind die Namen der Spender oder unterschiedliche Wappen wie zum Beispiel das von Brașov (Kronstadt) und andere zahlreiche Darstellungen wie die mit dem Hl. Georg im Kampf mit dem Drachen zu sehen. Die Empore welche 1766 errichtet wurde, wurde im Zuge der Umbauten von 1972 abgebaut, um die Wandgemälde mit den Szenen aus dem Leben des Ladislaus I. besser sichtbar zu machen. Digitalisat Die beiden Glocken der Kirche stammen aus den Jahren 1617 und 1763. Im Gemeindezentrum das Landhaus der ungarischen Adelsfamilie Jancsó 1727 errichtet, 1848 bis 1850 erneuert, steht unter Denkmalschutz. Im Ghelința ist seit 1916 ein deutscher Soldatenfriedhof.
Söhne und Töchter
Benedek Jancsó (1854–1930), war Historiker und Mitglied an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.Angaben zu Benedek Jancsó bei mek.oszk.hu, abgerufen am 2. März 2020 (ungarisch) László Kerekes (* 1968), römisch-katholischer Geistlicher, Weihbischof in Alba Iulia
Städtepartnerschaften Ghelința führt Städtepartnerschaften mit den ungarischen Ortschaften Dunaszentgyörgy, Nagybánhegyes, Balatongyörök, Encs und Várvölgy.Angaben auf der Website der Gemeinde Ghelința, abgerufen am 1. März 2020 (rumänisch)
Weblinks
Die Gemeinde Ghelința bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung im 16. Jahrhundert