Das Schussenkraftwerk war eine ehemalige Mühle an der unteren Schussen, die Ende des 19. Jahrhunderts mittels eines Stauwehrs zur Elektrizitätsgewinnung umgebaut wurde. Das Laufwasserkraftwerk zwischen Brochenzell und Meckenbeuren im Norden und Kehlen im Süden lieferte, bis zu deren Umstellung auf Dieselbetrieb nach dem Zweiten Weltkrieg, elektrische Energie für die Bahnstrecke Meckenbeuren–Tettnang.Anja Reichert: Als das Licht anging und die Bahn rollte. In: Schwäbische Zeitung, 28. Februar 2020.
Technischer Aufbau Gebäude Es handelte sich um ein Stauwehr an der unteren Schussen zwischen Meckenbeuren und Sammletshofen.
Maschinen Zur Energiegewinnung wurde ein Gleichstromgenerator mit einer installierten Leitung von 88,2 kW (120 PS) eingesetzt und eine Generatorspannung von 650 V hatte.
Geschichte 1892: Kauf der Brochenzeller Mühle von Markus Bosch durch die Stadt Tettnang zur Gewinnung von elektrischem Strom. Der Müller Bosch erzeugte bereits Strom für seine Mühle und die umliegenden Häuser 1894: Verkauf der Mühle an die Lokalbahn Aktien-Gesellschaft, kurz LAG 1894: Planungen und KonzessionserteilungVerwaltungsakten und Lagepläne der Generaldirektion der Staatseisenbahnen im Landesarchiv Baden-Württemberg. 1895–1896: Bau eines Stauwehrs und eines Eisenbahnstichlinie von Meckenbeuren nach Tettnang für den Güterverkehr 1926: Verkauf des Kraftwerkes an die OEW, heute EnbW 1934: Abriss des Wehrs im Zuge der Schussenregulierung und Aufgabe der Stromproduktion
Einzelnachweise
Kategorie:Laufwasserkraftwerk in Europa Schussenkraftwerk Brochenzell Kategorie:Erbaut in den 1890er Jahren Kategorie:Stillgelegtes Wasserkraftwerk in Deutschland Kategorie:Zerstört in den 1930er Jahren Kategorie:Bauwerk in Meckenbeuren Kategorie:Schussen