Die 30. Winter-Universiade hätte vom 11. bis 21. Dezember 2021 in Luzern stattfinden sollen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde sie am 29. November 2021 allerdings abgesagt. Die ursprüngliche Durchführung war vom 21. bis 31. Januar 2021 geplant gewesen. Der Event musste aber aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie verschoben werden. Die Durchführung war ein gemeinsames Projekt der Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug sowie der Stadt Luzern. Das Programm bestand aus Wettkämpfen in zehn Sportarten, welche an acht Austragungsorten hätten stattfinden müssen. Studierende zwischen 17 und 25 Jahren von über 540 Hochschulen aus 50 Ländern hätten an den Wettkämpfen teilnehmen sollen.
Gründe für die ersatzlose Absage der Winter-Universiade 2021 Aufgrund der Ende November von der WHO als besorgniserregend eingestuften SARS-CoV-2-Variante Omikron und der dadurch notwendig gewordenen lokalen sowie internationalen Sicherheitsmassnahmen, u. a. der Quarantänepflicht für zahlreiche Delegationen aus betreffenden Endemie-Gebieten wurde die gesamte Veranstaltung ersatzlos gestrichen. Am Datum der Verkündung wären die Delegationen aus Australien, Belgien, Dänemark, Grossbritannien, den Niederlanden, Hongkong, Israel und Tschechien bereits von einer 10-tägigen Quarantäne betroffen gewesen. In Anbetracht der sich weiter verschlechternden Situation hat das lokale Organisationskomitee der Universiade Luzern die Veranstaltung ersatzlos gestrichen.
Austragungsorte Für die Winter-Universiade hätten bereits bestehende Infrastrukturen verwendet werden können. Alle Sportstätten waren mit dem öffentlichen Verkehr zugänglich. Austragungsort Sportstätte Sportart(en) Andermatt-Realp (UR) Nordisches Zentrum Realp Langlauf Engelberg (OW) Sporting Park Curling Jochpass 2222 Snowboard, Freestyle & Freeski Lenzerheide (GR) Roland Arena Biathlon, Ski-OL Luzern Regionales Eiszentrum Eiskunstlauf, Short Track Stoos (SZ) Maggiweid Ski Alpin St. Moritz (GR) Salastrains Ski Alpin Sursee (LU) Eishalle Sursee Eishockey Zug Bossard Arena Eishockey
Sportarten Im Rahmen der 30. Winteruniversiade waren Wettkämpfe in zehn verschiedenen Wintersportarten geplant. Startberechtigt waren Studenten im Alter von 17 bis 25 Jahren. Insgesamt hätten rund 1600 Studierende von über 540 Hochschulen aus 50 verschiedenen Ländern teilnehmen sollen. Die Teams wurden vom jeweiligen nationalen Hochschulsport-Verband selektioniert.
Biathlon 14 Mal haben im Rahmen von Winteruniversiaden Biathlonwettkämpfe stattgefunden, zum ersten Mal 1983 im bulgarischen Sofia. Die in den Jahren 2013 bis 2017 erstellte, weltcuptaugliche Biathlon Arena auf der Lenzerheide mit der vollautomatischen Schiessanlage mit 30 Schiessplätzen hat das Organisationskomitee dazu bewogen, sich im Sinne der Nachhaltigkeit für einen Austragungsort ausserhalb der Zentralschweiz zu entscheiden. Im Januar 2020 werden auf der Lenzerheide bereits die IBU Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften ausgetragen. Disziplinen Männer Frauen Einzel 15 km Einzel 12,5 km Sprint 10 km Sprint 7,5 km Verfolgung 12,5 km Verfolgung 10 km Massenstart 15 km Massenstart 12,5 km
Eishockey Seit der zweiten Austragung der Winteruniversiade 1962 in Villars im Kanton Waadt gehört Eishockey auch zum Winteruniversiade-Programm. Das beste Schweizer Ergebnis – ein vierter Platz – resultierte an dieser allerersten Austragung des Eishockeyturniers im Jahr 1962. Insgesamt nahmen damals jedoch auch nur vier Männerteams teil. Ein Frauenteam hat die Schweiz nie gestellt – bis 2019 in Krasnojarsk. Mit der Nominierung zweier Hockeyteams (Frauen und Männer) zur 29. Winteruniversiade in Russland hat Swiss University Sports für eine Premiere gesorgt – nicht zuletzt im Hinblick auf die Heimuniversiade.
Die Eishalle Sursee und die Bossard Arena in Zug sind während der Universiade die Treffpunkte, wenn zwölf Männer- und acht Frauenteams um den Titel kämpfen. In Zug finden die Qualifikationsspiele der Männer sowie die Halbfinal- und Finalspiele der Männer und Frauen statt. In Sursee bestreiten die Frauen ihre Qualifikation und die Platzierungsspiele. Disziplin Männer Frauen Anzahl Teams 10 Teams 6 Teams
Freestyle & Freeski Freestyle & Freeski ist an Winteruniversiaden eine vergleichsweise junge Sportart. 2005 sind im österreichischen Innsbruck erstmals Medaillen in Freestyle & Freeski-Disziplinen vergeben worden. Seither hat die Sportart an Popularität gewonnen.
Inzwischen hat sich der internationale Hochschulsportverband FISU entschieden, Freestyle & Freeski ins obligatorische Programm von Winteruniversiaden aufzunehmen. Erstmals wird dies an der 30. Winteruniversiade in der Zentralschweiz der Fall sein. Ausgetragen werden die Wettkämpfe auf dem Jochpass 2222 im Skigebiet Engelberg-Titlis. Disziplinen Männer Frauen Slopestyle Slopestyle Big Air Big Air
Snowboard Im spanischen Jaca 1995 hat die Snowboard-Geschichte an Universiaden ihren Lauf genommen. In Spanien noch Demonstrationssportart hat sich Snowboarden im ständigen Programm wiedergefunden. Die beiden Schweizer Snowboard-Olympiasiegerinnen im Riesenslalom, Patrizia Kummer und Daniela Meuli, und der Olympiasieger von 2018, Nevin Galmarini standen bereits bei der Universiade auf dem Podest.
Nachdem zuerst die alpinen Disziplinen Slalom und Riesenslalom ausgetragen wurden, kam 1999 mit Snowboardcross die erste Freestyle-Disziplin dazu. Heute werden wahlweise zudem Wettbewerbe in der Halfpipe, Slopestyle und Big Air angeboten. Mit Ausnahme von den Halfpipe-Wettkämpfen wird in der Zentralschweiz in allen Disziplinen um Medaillen gekämpft. Die Universiade-Snowboarder werden sich wie die Freestyle-Skier im Skigebiet Engelberg-Titlis auf dem Jochpass 2222 messen. Disziplinen Männer Frauen Parallel-Riesenslalom Parallel-Riesenslalom Parallel-Slalom Parallel-Slalom Slopestyle Slopestyle Big Air Big Air
Short Track Speed Skating Seit 1985 wird in dieser Sportart, um Universiade-Gold gekämpft. Während bei der ersten Austragung die Medaillen bei den Männern nach Kanada und bei den Frauen nach Amerika gingen, ist diese Sportart heute in asiatischer Hand. Führende Länder sind Korea, Japan und China.
Short Track Speed Skating Events werden über 500 m, 1000 m, 1500 m respektive 3000/5000 m ausgetragen und können in jedem Eishockeystadium stattfinden, das über internationale Standardmasse verfügt. Noch ist Short Track in der Schweiz weitgehend unbekannt. Diese Disziplin wird in der Host City Luzern ausgetragen. Disziplinen Männer Frauen 500 m 500 m 1000 m 1000 m 1500 m 1500 m 5000 m Staffel 5000 m Staffel
Curling Die Curling-Wettkämpfe an Universiaden sind bei Zuschauern beliebt. Das Niveau des Wettkampfs ist hoch mit zahlreichen Spielern, die auch bei Welt- und Europameisterschaften respektive Weltcups vorne mitmischen. Das Schweizer Team ist ein Medaillenkandidat. Zuletzt in Krasnojarsk 2019 als das Team um den späteren Vize-Weltmeister Yannick Schwaller vom Team Bern Schwaller im Spiel um Platz 3 scheiterte. Eine Goldmedaille blieb den Schweizern bisher jedoch verwehrt.
Ändern möchte dies der Schweizer Disziplinenchef Pascal Hess an der Winteruniversiade Luzern-Zentralschweiz 2021. Der Zuger war 2011 als Skip an einer der beiden Männer-Silbermedaillen beteiligt. Die Schweizer Teams werden gegen neun weitere Frauen- oder Männerteams kämpfen. Das Turnier findet im Sporting Park in Engelberg statt. Disziplinen Männer Frauen Turnier Turnier 10 Teams 10 Teams
Eiskunstlauf An der Winteruniversiade 2009 im chinesischen Harbin haben 42'000 Menschen für einen Publikumsaufmarsch bei den Eiskunstlauf-Wettkämpfen gesorgt. Seit der allerersten Austragung 1960 in Chamonix gehört Eiskunstlaufen zum Winteruniversiade-Programm. An der Winteruniversiade in der Zentralschweiz werden die Einzelwettkämpfe der Frauen und Männer sowie das Eistanzen durchgeführt.
In der Host City Luzern im regionalen Eiszentrum Luzern werden während der Winteruniversiade Wettkämpfe im Short Track Speed Skating und Eiskunstlaufen durchgeführt. Bei allen Disziplinen werden sowohl Frauen als auch Männer an den Start gehen. Disziplinen Männer Frauen Einzel Einzel Eistanzen
Langlauf Seit der ersten Winteruniversiade im Jahr 1960 gehört der Langlauf zum Programm. Die Langlauf-Tradition im Hochschulsport geht noch weiter zurück. Die Sportart war bereits Bestandteil der «International Winter Weeks» von 1951 bis 1959. Dies war ein Vorläufer der heutigen Universiaden.
Am Start von Winteruniversiaden waren die zweifache Olympiasiegerin und Weltmeisterin aus Polen Justyna Kowalczyk. Die frühere Schweizer Spitzenlangläuferin Bettina Gruber lief als letzte Schweizerin im Langlauf. Zur erfolgreichen Schweizer Staffel gehörten neben Raoul Volken und Toni Dinkel auch der heutige Direktor des Bundesamtes für Sport (BASPO), Matthias Remund, und Direktor des Sportamts der Stadt Zürich, Urs Schmidig. Disziplinen Männer Frauen Sprint Sprint Verfolgung 10 km Verfolgung 5 km Einzel 10 km Einzel 5 km Massenstart 30 km Massenstart 15 km Staffel 4 × 7,5 km Staffel 3 × 5 km Team Sprint Mixed
Ski Alpin Ski Alpin-Wettkämpfe sind ein zentrales Element von Winteruniversiaden. An der Winteruniversiade 2011 in Erzurum haben insgesamt 40 Nationen teilgenommen. Der erfolgreichste Skifahrer aller Zeiten an Universiaden ist Sandro Boner. Der Schweizer hat bei den Universiaden 2009 und 2015 insgesamt fünf Mal Gold und zweimal Bronze gewonnen.
Im Stoos werden die Disziplinen Super-G, Riesenslalom, Slalom, Super-Kombination sowie einen Parallel Team-Event durchgeführt. Dabei treten rund 150 Athleten gegeneinander an. Disziplinen Männer Frauen Super G Super G Riesenslalom Riesenslalom Slalom Slalom Individual Parallelslalom Individual Parallelslalom Mixed Team Event
Ski-Orientierungslauf Im Ski-OL sind mit einer Karte, einem Kompass und Langlauf Skis in möglichst kurzer Zeit eine Anzahl Posten in vorgegebener Reihenfolge anzulaufen. Die Wettkämpfe finden auf einem eigens präparierten Loipennetz statt. Die Posten stehen immer an einer Spur. Die Herausforderung liegt in der Wahl der schnellsten Route durch das komplizierte Loipennetz und im raschen Kartenlesen und Entscheiden unterwegs.
Die Ski-OL-Wettkämpfe werden parallel zu den Biathlon-Rennen auf der Lenzerheide ausgetragen. Der Austragungsort hat Erfahrungen mit internationalen Titelkämpfen im Ski-OL: 2015 haben die Europameisterschaften der Elite sowie Masters Weltmeisterschaften im Bündner Wintersportort stattgefunden. Disziplinen Männer Frauen Sprint Sprint Verfolgung Verfolgung Sprint Staffel
Zeitplan DisziplinDezemberEnt-schei-dungenMo.6.Di.7.Mo.8.Do.9.Fr.10.Sa.11.So.12.Mo.13.Di.14.Mi.15.Do.16.Fr.17.Sa.18.So.19.Mo.20.Di.21.20x20px Eröffnungsfeier20px|klasse=skin-invert-image Biathlon2222820px|klasse=skin-invert-image Curling2220px|klasse=skin-invert-image Eishockey11220px|klasse=skin-invert-image Eiskunstlauf111320px|klasse=skin-invert-image Freestyle-Skiing22420px|klasse=skin-invert-image Shorttrack224820px|klasse=skin-invert-image Ski Alpin2111112920px|klasse=skin-invert-image Skilanglauf2212221120px|klasse=skin-invert-image Ski-Orientierungslauf221520px|klasse=skin-invert-image Snowboard2222820x20px SchlussfeierEntscheidungen6611856692160Mo.6.Di.7.Mo.8.Do.9.Fr.10.Sa.11.So.12.Mo.13.Di.14.Mi.15.Do.16.Fr.17.Sa.18.So.19.Mo.20.Di.21.Ent-schei-dungenDezember Farblegende
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