Das FFH-Gebiet Unterer Neckar Heidelberg-Mannheim ist ein im Jahr 2005 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) angemeldetes Schutzgebiet (Schutzgebietskennung DE-6517-341) im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Mit Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 12. Oktober 2018 wurde das Schutzgebiet festgelegt.
Lage Das rund 285 Hektar große FFH-Gebiet gehört zum Naturraum 224-Neckar-Rhein-Ebene innerhalb der naturräumlichen Haupteinheit 22-Nördliches Oberrheintiefland. Es liegt zwischen Heidelberg und dem Mannheimer Stadtteil Neuostheim entlang des Neckars und erstreckt sich über die Markungen von sechs Städten und Gemeinden.
Stadtkreis Heidelberg: 93,8835 ha = 33 % Stadtkreis Mannheim: 56,8991 ha = 20 % Rhein-Neckar-Kreis: Dossenheim: 8,5348 ha = 3 % Ilvesheim: 56,8991 ha = 20 % Ladenburg: 14,2247 ha = 5 % Edingen-Neckarhausen: 54,0541 ha = 19 %
Beschreibung und Schutzzweck Beim Unteren Neckar zwischen Heidelberg und Mannheim mit Auen und Vorländern handelt es sich um eine einzigartige Flusslandschaft im Ballungsraum mit Inseln, Kies- und Sandbänken, Flach- und Stillwasserbereichen, Altarmen, Prall- und Gleitufern, reichstrukturierter Vegetation und artenreicher Tierwelt.
Lebensraumklassen (allgemeine Merkmale des Gebiets) (prozentualer Anteil der Gesamtfläche)
Angaben gemäß Standard-Datenbogen aus dem Amtsblatt der Europäischen Union
Lebensraumtypen Gemäß Anlage 1 der Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Verordnung) vom 12. Oktober 2018 kommen folgende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie im Gebiet vor:
EUCode Lebensraumtyp (offizielle Bezeichnung) Kurzbezeichnung Hektar 3150 Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions Natürliche nährstoffreiche Seen 2,07 3260 Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion Fließgewässer mit flutender Wasservegetation 31,30 3270 Flüsse mit Schlammbänken mit Vegetation des Chenopodion rubri p.p. und des Bidention p.p. Schlammige Flussufer mit Pioniervegetation 0,10 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe Feuchte Hochstaudenfluren 2,40 6510 Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) Magere Flachland-Mähwiesen 25,40 91E0 Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) Auenwälder mit Erle, Esche, Weide 29,50
Zusammenhängende Schutzgebiete Das FFH-Gebiet besteht aus sechs Teilgebieten. Es ist weitgehend deckungsgleich mit mehreren Landschaftsschutzgebieten und den Naturschutzgebieten: 2097 – Unterer Neckar: Altneckar Heidelberg-Wieblingen 2098 – Unterer Neckar: Altneckar Wörth-Weidenstücker 2099 – Unterer Neckar: Neckaraue zwischen Botzheimer Wasen und Obere Wörth 2100 – Unterer Neckar: Altneckarschleife-Neckarplatten 2101 – Unterer Neckar: Wörthel 2102 – Unterer Neckar: Maulbeerinsel
Siehe auch Liste der FFH-Gebiete in Baden-Württemberg
Weblinks Datenauswertebogen und Karte im Standarddatenbogen für das FFH-Gebiet „Unterer Neckar Heidelberg-Mannheim“ Steckbrief des Natura 2000 Gebiets 6617-341 Unterer Neckar Heidelberg-Mannheim (FFH-Gebiet) beim Bundesamt für Naturschutz
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