André Dziezuk (* 1966 in Thionville) ist ein französischer Komponist.

Leben André Dziezuk stammt aus einer musikalischen Familie. Seine Großeltern, belarussischer und ukrainischer Abstammung, wanderten nach Frankreich aus. Sein Vater gründete das „L'Orchestre des Quatre Frères“. Er selbst erlernte als Kind bereits Oboe und Klarinette, bevor er im Alter von 12 Jahren dem Orchester seines Vaters beitrat. Nach seinem Schulabschluss studierte er erfolgreich und mit mehreren Auszeichnungen preisgekrönt klassische Musik am Metzer Konservatorium. Anschließend entschied er sich für eine Laufbahn als Lehrer und fand schließlich eine Anstellung als Musiklehrer am Collège Théodore Monod in Villerupt.Patrick Lallemant: , vousnousils.fr, abgerufen am 27. Februar 2020

Gemeinsam mit dem luxemburgischen Gitarristen Marc Mergen gründete er 1994 die Band Lingo und begann sich anderen Musikstilen zu widmen, darunter Jazz, Rap und Electromusik. Gemeinsam debütierten sie mit dem 1999 von Frédéric Fonteyne inszenierten Liebesfilm Eine pornografische Beziehung als Filmkomponisten für einen Langspielfilm. Anschließend konnte er sich als Komponist etablieren und produzierte entweder alleine oder in Zusammenarbeit mit anderen renommierte Komponisten über 40 Filmmusiken, darunter für internationale Produktionen wie das niederländische Drama Das große Geheimnis, die israelische Komödie Tel Aviv on Fire, die luxemburgische Dokumentation Germaine Damar – Der tanzende Stern oder das englischsprachige Historiendrama Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück.

Dziezuk hat zwei Töchter, die ebenfalls Musikerinnen sind.

Filmografie (Auswahl) 1999: Eine pornografische Beziehung (Une liaison pornographique) 2004: Heim ins Reich 2004: René Deltgen – Der sanfte Rebell 2010: Illegal (Illégal) 2011: Avant l’aube 2011: Germaine Damar – Der tanzende Stern 2011: Auf Grund gelaufen (Valparaiso) 2011: Hot Hot Hot 2013: Bevor der Winter kommt (Avant l’hiver) 2014: Black Harvest 2014: Das große Geheimnis (Oorlogsgeheimen) 2014: Der wunderbare Wiplala (Wiplala) 2015: Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück (Colonia) 2016: A Real Vermeer 2016: Egon Schiele: Tod und Mädchen 2017: Storm und der verbotene Brief (Storm: Letters van Vuur) 2018: Invisible Sue – Plötzlich unsichtbar (Invisible Sue) 2018: Tel Aviv on Fire (תל אביב על האש) 2019: Fritzi – Eine Wendewundergeschichte 2020: Verirrte Kugel (Balle perdue) 2021: Mission Ulja Funk 2022: Die Mucklas und wie sie zu Pettersson und Findus kamen 2024: Fuchs und Hase retten den Wald (Fox and Hare Save the Forest)

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmkomponist Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Mann