thumb|Luftbild (2025) Grądy (deutsch Perschkenstein) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Otmuchów im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Zum Sołectwo (Schulzenamt) von Grądy gehören die Weiler Laskowice (Laskowitz) und Pasieki (Bittendorf).

Geographie Das Straßendorf Grądy liegt im Südwesten der Region Oberschlesien, etwa fünf Kilometer nordwestlich von Otmuchów, neun Kilometer nordwestlich von Nysa und etwa 64 Kilometer südwestlich von Opole in der Nizina Śląska (Schlesischen Tiefebene) an der Cielnica (Tellnitz), einem linken Zufluss der Glatzer Neiße.

Nachbarorte von Grądy sind im Südosten Goświnowice (Friedenthal-Großgiesmannsdorf), im Südosten Ulanowice (Ullersdorf) und im Westen Malerzowice Małe (Klein Mahlendorf).

Geschichte In dem Werk Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 wird der Ort erstmals als Herzmantowitz erwähnt. Für das Jahr 1477 ist die Ortsbezeichnung Perszkensteyn sowie 1512 Hermanszdorff überliefert.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Perschkenstein mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1782 wurde im Ort eine Schule eingerichtet.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Perschkenstein ab 1816 zum Landkreis Grottkau im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Schule, eine Brennerei, ein Teich sowie 18 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Perschkenstein 138 Menschen, allesamt katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 480. 1855 lebten 133 Menschen in Perschkenstein. 1865 bestanden im Ort vier Bauern, neun Gärtner-, sechs Häuslerstellen und zwei Einlieger. Die zweiklassige Schule wurde im gleichen Jahr von 169 Schülern besucht.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1216 (). 1874 wurde der Amtsbezirk Klein Mahlendorf gegründet, welcher aus den Landgemeinden Bittendorf, Klein Mahlendorf, Klein Vorwerk, Laskowitz, Nitterwitz, Perschkenstein, Ullersdorf und Weidich und den Gutsbezirken Bittendorf, Klein Mahlendorf, Klein Vorwerk, Nitterwitz und Ullersdorf bestand.Territorial Amtsbezirk Klein Mahlendorf 1885 zählte Perschkenstein 156 Einwohner.Kreis Grottkau. In: agoff.de, AGoFF, abgerufen am 25. Februar 2020.

1933 lebten in Perschkenstein 300 sowie 1939 269 Menschen. Bis Kriegsende 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Grottkau.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel der Ort 1945, wie der größte Teil Schlesiens, an Polen. Nachfolgend wurde es in Grądy umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Nyski. 2006 lebten 149 Menschen im Ort.Charakterystyka Gminy Otmuchów 2006 (polnisch)

Sehenswürdigkeiten Steinernes Wegekreuz Steinerne Wegekapelle in Pasieki

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Geographie (Gmina Otmuchów) Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert