Hermann Franke (* 9. Februar 1834 in Neusalz, Provinz Schlesien; † 1. Januar 1919 in Sorau, Provinz Niederschlesien) war ein deutscher Kantor und Komponist.

Leben und Werk Hermann Franke verbrachte seine Schulzeit in seinem Geburtsort Neusalz an der Oder. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Berlin bei Adolf Bernhard Marx, dessen Unterricht und musiktheoretische Schriften Frankes künftiges Wirken stark prägten.

Nach einer kurzen ersten Anstellung als Kantor in Crossen an der Oder wechselte er im Alter von 23 Jahren in die schlesische Kreisstadt Sorau. Im Jahr 1869 übernahm er dort das Amt des Kantors an der Hauptkirche St. Marien. In dieser Funktion leitete er über mehrere Jahrzehnte den Gemischten Chor sowie den Evangelischen Kirchenchor. Neben der Aufführung großer oratorischer Werke wirkte er zudem als Dirigent des lokalen Bürger-Gesangvereins und prägte das regionale Musikleben nachhaltig.

Franke schrieb das Oratorium Isaaks Opferung, diverse Chor- und Orchesterwerke, zwei Klaviertrios op. 257 und op. 65 und die Cellosonate G moll op. 69.

Literatur

Weblinks

Biographie bei der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung

Einzelnachweise

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