Giacomo de Quirinio. V.: Quirini, Giacomo de in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 22. Februar 2020 (auch: Giacomo Quirini;Helmut Knocke, Hugo Thielen: Stichwort Giacomo Quirini in Dirk Böttcher, Klaus Mlynek (Hrsg.): Hannover. Kunst- und Kultur-Lexikon (HKuKL), Neuausgabe, 4., aktualisierte und erweiterte Auflage, zu Klampen, Springe 2007, ISBN 978-3-934920-53-8, S. 135, 252, 280 * vor 1692 in Venedig;Wilhelm Rothert: de Quirini, Giacomo, in ders.: Allgemeine Hannoversche Biographie, Band 3: Hannover unter dem Kurhut 1646–1815. Sponholtz, Hannover 1916, S. 512 † nach 1710) war ein Militär, Bauverwaltungsbeamter, Kammerjunker und Diplomat.Carl Eduard Vehse: Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation, Band 18, Teil 3: Geschichte der Höfe des Hauses Braunschweig in Deutschland und England Abteilung 3: Die Hofhaltungen zu Hannover, London und Braunschweig, Teil 1, Hamburg: Hoffmann und Campe, 1853, S. 160–161; Digitalisat über Google-Bücher

Leben Der aus der Familie de Quirini stammende Venezianer war im Zeitraum von 1692 bis 1710 am Hofe des Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg in Hannover tätig. Dort wirkte er als Kavalier im Rang eines Obersts.

Im Jahr 1698 wurde der „Marquis Quirini“ als Kammerjunker und Baudirektor des hannoverschen Hofes mit dem Neubau von Schloss Herrenhausen beauftragt. Im Folgejahr 1699 führte er – im diplomatischen Auftrag – die Tochter des verstorbenen Herzogs Johann Friedrich, Prinzessin Amalie als Braut dem römisch-deutschen König und späteren Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Josef I., in Modena zu.

Für den durch die Kurfürstin Sophie am Herrenhäuser Schloss und dem Großen Garten gebildeten „Musenhof“ zählte Quirini mit Leibniz, Ortensio Mauro, Agostino Steffani und anderen zum geistigen Zentrum Herrenhausens.

Ab 1708 arbeitete de Quirini – obwohl er kein Techniker war – als Leiter des landesherrlichen Bauwesens. Er wirkte unter anderem in Wolfenbüttel.

Bekannte Werke 1704–1708: Erweiterung des Herrenhäuser Schlosses vor Hannover unter Leitung Quirinis

Einzelnachweise

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