mini|hochkant=1.5|Gräber und historischer Baumbestand auf dem Kirchhof
Der Neuenhäusener Kirchhof in Celle,RWLE Möller: Alldag, Bernhard, in ders.: Celle-Lexikon. Von Abbensen bis Zwische, Verlag August Lax, Hildesheim 1987, ISBN 3-7848-4039-6, S. 3. auch Neuenhäuser KirchhofMatthias Blazek: Ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte: Hexenprozesse, Galgenberge, Hinrichtungen, Kriminaljustiz. Im Fürstentum Lüneburg und im Königreich Hannover, Stuttgart: Ibidem-Verlag, 2006, ISBN 978-3-89821-587-9 und ISBN 3-89821-587-3, S. 296; ., ist ein Ende des 17. Jahrhunderts angelegter Friedhof im heutigen Celler Stadtteil Neuenhäusen an der Kirchstraße. Ein Teil des Geländes an der Kirchstraße umfasst das größte geschlossene Plattengräberfeld in Norddeutschland.RWLE Möller: Alldag, Bernhard, in ders.: Celle-Lexikon. Von Abbensen bis Zwische, Verlag August Lax, Hildesheim 1987, ISBN 3-7848-4039-6, S. 3.
Geschichte und Gebäude Das Gelände des Kirchhofs übereignete der Geog Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg in den 1680er-Jahren der Gemeinde Neuenhäusen. Ab 1689 wurden die ersten Bestattungen vorgenommen.Andreas Flick, Sabine Maehnert, Eckart Rüsch, Norbert Steinau: Die Westceller Vorstadt. Celles barocke Stadterweiterung. Geschichte und Bauten. Hrsg. von der Stadt Celle, Celle 2010 (= Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte, Schriftenreihe des Stadtarchivs und des Bomann-Museum, Bd. 40), ISBN 978-3-925902-76-5, S. 118. Im 18. Jahrhundert erfolgten mehrere Erweiterungen, eine weitere Erweiterung 1936.
1710–1711 wurde an der Kirchstraße eine kleine barocke Kapelle in Fachwerkbauweise errichtet, die 1751Andreas Flick, Sabine Maehnert, Eckart Rüsch, Norbert Steinau: Die Westceller Vorstadt. Celles barocke Stadterweiterung. Geschichte und Bauten. Hrsg. von der Stadt Celle, Celle 2010 (= Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte, Schriftenreihe des Stadtarchivs und des Bomann-Museum, Bd. 40), ISBN 978-3-925902-76-5, S. 120. umgebaut und 1864–1866 unter Mitwirkung von Conrad Wilhelm Hase von der neugotischen Neuenhäuser Kirche ersetzt wurde.Andreas Flick, Sabine Maehnert, Eckart Rüsch, Norbert Steinau: Die Westceller Vorstadt. Celles barocke Stadterweiterung. Geschichte und Bauten. Hrsg. von der Stadt Celle, Celle 2010 (= Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte, Schriftenreihe des Stadtarchivs und des Bomann-Museum, Bd. 40), ISBN 978-3-925902-76-5, S. 119 f. Südlich hinter der Kirche befindet sich eine 1963 nach Plänen des Celler Architekten Wolf Dieter Wockenfuß erbaute Friedhofskapelle.
Bedeutende Grabstätten (Auswahl) Von überregionaler Bedeutung ist der im vorderen (nördlichen) Teil erhaltene Plattengräber-Friedhof, das sogenannte Adelsfeld, das aus 163 direkt aneinander gemauerten Grüften aus dem 18. und 19. Jahrhundert besteht, die mit waagerecht liegenden Steinplatten geschlossen sind. Darauf sind die Namen, Lebensdaten und Wappen der Verstorbenen eingemeißelt.Andreas Flick, Sabine Maehnert, Eckart Rüsch, Norbert Steinau: Die Westceller Vorstadt. Celles barocke Stadterweiterung. Geschichte und Bauten. Hrsg. von der Stadt Celle, Celle 2010 (= Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte, Schriftenreihe des Stadtarchivs und des Bomann-Museum, Bd. 40), ISBN 978-3-925902-76-5, S. 116. Jacques de La Fontaine (vor 1675–1732), französischer Gobelinwirker und HoftapeziererHermann Mitgau: Gemeinsames Leben (= Veröffentlichung der Familienkundlichen Kommission für Niedersachsen und Bremen sowie angrenzende ostfälische Gebiete), Bd. 1: Der Familienpapiere älterer Teil, 1500 bis 1770, Göttingen: [Selbstverlag], 1955, S. 130; Vorschau über Google-Bücher. Christoph Chappuzeau (1656–1732), beigesetzt auf dem „Neuwenhäuser Kirchhof“Christoph Weber (Verantw.): Christoph Chappuzeau, genealogische Darstellung mit einem Porträt und dem Familienwappen auf der Seite der Familienstiftung Hofgärtner Hermann Sello [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 22. Februar 2020. Sowie Wolfgang W. Ewig: "Die historischen Gruftplatten auf dem Adelsfeld des Neuenhäuser Friedhofes in Celle. Eine genealogische Betrachtung". Barsinghausen 2020
Sonstiges Der Friedhof grenzt unmittelbar südlich an die 1928 nach Plänen von Otto Haesler errichtete Wohnhausgruppe Waack (Schackstraße 3/3A, 4/4A).
Literatur
Falk-Reimar Sänger: Der Neuenhäuser Friedhof in Celle, in: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen, Heft 4/1993, S. 149–151. Andreas Flick, Sabine Maehnert, Eckart Rüsch, Norbert Steinau: Die Westceller Vorstadt. Celles barocke Stadterweiterung. Geschichte und Bauten. Hrsg. von der Stadt Celle, Celle 2010 (= Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte, Schriftenreihe des Stadtarchivs und des Bomann-Museum, Bd. 40), ISBN 978-3-925902-76-5, S. 116–119. Wolfgang W. Ewig: "Die historischen Gruftplatten auf dem Adelsfeld des Neuenhäuser Friedhofes in Celle. Eine genealogische Betrachtung". Barsinghausen 2020
Weblinks
Celle-Neuenhäusen, im Kirchengemeindelexikon des Landeskirchlichen Archivs Hannover
Einzelnachweise
Kategorie:Friedhof im Landkreis Celle Kategorie:Sakralbau in Celle Kategorie:Erbaut in den 1690er Jahren Kategorie:Baudenkmal in Celle Kategorie:Friedhof in Europa Celle