Lasowice (deutsch Laßwitz, 1936–1945 Höhendorf) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Otmuchów im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Das Angerdorf Lasowice liegt etwa neun Kilometer nordwestlich von Otmuchów (Ottmachau), 19 Kilometer nordwestlich von Nysa (Neisse) und 75 Kilometer südwestlich von Opole (Opole) am Maciejowicki Potok (Matzwitzer Wasser). Zwei Kilometer westlich des Dorfes verläuft die Grenze zur Woiwodschaft Niederschlesien.

Nachbarorte von Lasowice sind im Nordosten Janowa (Johnsdorf), im Südosten Maciejowice (Matzwitz), im Südwesten Lubiatów (Lobedau) und im Westen Głęboka (Glambach).

Geschichte mini|Mariä-Himmelfahrt-Kirche „Lossovitz“ wurde erstmals im Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 urkundlich erwähnt. Für das Jahr 1374 ist es in der Schreibweise Loswicz und 1378 als Lossowicz belegt.

Ende des 16. Jahrhunderts wurde im Ort eine Kirche erbaut. Durch einen Brand zerstört, wurde 1698 ein neues Gotteshaus erbaut. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Laßwitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Laßwitz ab 1816 zum Landkreis Grottkau, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden in Laßwitz eine katholische Pfarrkirche, eine katholische Schule, eine Schänke und 71 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 475, allesamt katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 353. 1855 waren es 530 Einwohner. 1865 bestanden im Ort zwei Schultheiß, 19 Bauern, zehn Gärtner-, 26 Häuslerstellen und 22 Einlieger. Die einklassige Schule wurde im gleichen Jahr von 109 Schülern besucht.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1227 (). 1874 wurde der Amtsbezirk Lobedau gebildet, dem die Landgemeinden Johnsdorf, Laßwitz und Lobedau sowie die Gutsbezirke Johnsdorf und Lobedau eingegliedert wurden. 1885 zählte Laßwitz 505 Einwohner.Kreis Grottkau. In: agoff.de, AGoFF, abgerufen am 22. Februar 2020.

1933 lebten in Laßwitz 394 Einwohner. Am 22. Juli 1936 wurde der Ort im Zuge einer Welle von Ortsumbenennungen der NS-Zeit in Höhendorf umbenannt. 1939 lag die Einwohnerzahl bei 372. Bis Kriegsende 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Grottkau.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Höhendorf 1945 mit dem größten Teil Schlesiens unter polnische Verwaltung. Nachfolgend wurde es in Lasowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Die deutsche Bevölkerung wurde, sowiweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. 1950 wurde Lasowice der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Nyski. 2006 wurden 157 Einwohner gezählt.Charakterystyka Gminy Otmuchów 2006 (polnisch)

Sehenswürdigkeiten Die römisch-katholische Kirche Mariä Himmelfahrt (Kościół Wniebowzięcia NMP) wurde 1792 erbaut. Seit Ende des 16. Jahrhunderts bestand an gleicher Stelle ein Kirchenbau.Historische Aufnahmen und Geschichte der Mariä-Himmelfahrt-Kirche (polnisch) Das Gotteshaus wurde 1966 unter Denkmalschutz gestellt.Denkmalregister der Woiwodschaft Oppeln (polnisch; PDF; 913 kB)

Persönlichkeiten Julius Günther (1824–1909), Richter und Abgeordneter Benedict Titz (1818–1893), katholischer Pfarrer und Parlamentarier

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Geographie (Gmina Otmuchów) Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert