Bruno Goedicke (* 19. September 1879 in Plön; † 2. März 1971 in Unterschleißheim-Lohhof) war ein deutscher Offizier, zuletzt SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg.

Werdegang Goedicke wurde als Sohn des Generalarztes und Korpsarztes des XVII. Armee-Korps Gustav Goedicke (* 27. Januar 1844 in Posen, 13. Mai 1901)Vgl. Paul Wätzold: Stammliste der Kaiser Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen: Im Auftrage der Medizinal-Abteilung des Königl. Kriegsministeriums unter Benutzung amtlicher Quellen, Berlin: Hirschwald, 1910, Eintrag Nr. 172 auf S. 69. geboren. Er studierte an der Universität Grenoble Sprachen. Er trat als Fahnenjunker 1898 in das Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm“ (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116 ein und besuchte 1899/1900 die Kriegsschule Danzig. Am 22. Mai 1900 erfolgte die Beförderung zum Leutnant (Ll). Im April 1906 wurde Goedicke zum Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold von Bayern“ (Magdeburgisches) Nr. 4 kommandiert und am 27. Januar 1910 zum Oberleutnant befördert. Von 1909 bis 1912 besuchte er die Kriegsakademie und wurde im Juli 1912 zum Oberleutnant der Landwehr. Ab 1912 war er 2. Generalsekretär bei der Bundesleitung des Kyffhäuserbundes. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Soldat mit dem 1. Ostpreußischen Feldartillerie-Regiment Nr. 16 und dem Feldartillerie-Regiment 250 teil.

Von 1927 bis 1942 gehörte er als Abteilungsleiter der Reichsleitung des Reichskriegerbundes an. Er war von 1930 bis 1933 Mitglied in der paramilitärischen Organisation Stahlhelm und wurde 1934 Mitglied der Sturmabteilung.

Er trat zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.585.288),Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11250535 am 31. Januar 1936 der SS (SS-Nummer 276.066) und war vom 30. Januar 1936 bis zum 9. November 1938 dem Stab des SS-Personalhauptamtes zugeordnet. Vom 9. November 1938 bis zum 9. November 1942 war er dem Stab Reichsführer-SS zugeordnet. Vom 12. August 1941 bis zum 1. März 1943 war er Kommandeur des SS-Artillerie-Ersatz-Regiments. Vom 1. März 1943 bis zum 8. Mai 1945 war er der SS-Standortkommandeur Wien.

Beförderungen In der Kaiserlichen Armee / Reichswehr 22. Mai 1900: Leutnant 27. Januar 1910: Oberleutnant 1918: Hauptmann 1919: Major

In der SS 30. Januar 1936: SS-Sturmbannführer 30. Januar 1937: SS-Obersturmbannführer 20. April 1937: SS-Standartenführer 9. November 1938: SS-Oberführer 20. April 1941: SS-Brigadeführer 12. August 1941: SS-Oberführer d. R. 9. November 1942: SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS

Familie Goedicke war Protestant und seit dem 21. August 1912 mit Dorothy Letts (* 12. März 1889 in Hoboken (New Jersey), USA; † unbekannt) verheiratet; mit seiner Frau hatte er drei Töchter (* 31. Juli 1913; * 13. August 1915; * 31. Oktober 1916). Seine Frau war ebenfalls streng nationalsozialistisch eingestellt (NSDAP-Nr. 1.363.737 / NSV-Nr. 1.739.033) und Mitglied des Lebensborn e. V.

Auszeichnungen WK I: Eisernes Kreuz II. Klasse WK I: Eisernes Kreuz I. Klasse WK I: Landesorden – Preußen WK I: Verwundetenabzeichen in Schwarz 1934: Ehrenkreuz für Frontkämpfer – mit Schwertern WK II: Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern WK II: Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern Ehrendegen Reichsführer SS SS-Ehrenring (SS-Totenkopfring) SS-Julleuchter

Siehe auch Liste SS-Brigadeführer

Quellen

Kategorie:SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Kategorie:SS-Mitglied Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Mitglied im Stahlhelm Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Person (Wien) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1879 Kategorie:Gestorben 1971 Kategorie:Mann