Matthias Looß (* 17. August 1975 in Marienberg) ist ein ehemaliger deutscher Nordischer Kombinierer. Der Olympiateilnehmer 1998 gewann im Sommer 1998 den Grand Prix.

Werdegang Looß, der am Stützpunkt Klingenthal unter anderem von Uwe Dotzauer trainiert wurdeZweimal Gold für Klingenthal, in: klingenthal-magazin.de, 20. Januar 2018, abgerufen am 19. Februar 2020., feierte bereits im Jugendbereich vereinzelt Erfolge. So wurde er in der Saison 1992/93 deutscher Jugendmeister in Warmensteinach sowie Zweiter in der Gesamtwertung des Alpencups. Im Winter 1994/95 wurde er in Braunlage erneut deutscher Jugendmeister. Am 10. Dezember 1995 erreichte Looß als Dritter in Rovaniemi erstmals das Podest im zweitklassigen Intercontinental Cup. Ende November 1996 gewann er sein erstes B-Weltcup-Rennen in Bardufoss.

In der Saison 1996/97 gewann Looß seine ersten Weltcup-Punkte. Nachdem er zudem bei den deutschen Meisterschaften 1997 in Baiersbronn als Dritter hinter Jens Deimel und Ralf Adloff seine einzige nationale Medaille gewonnen hatte, wurde Looß in den Kader für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1997 berufen. Im Einzel nach der Gundersen-Methode belegte er den 42. Platz, gemeinsam mit Jens Gaiser, Georg Hettich und Jens Deimel wurde er darüber hinaus Sechster mit dem Team.

Bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano erreichte Looß Rang 32 im Einzel. Zudem belegte er zusammen mit Jens Deimel, Thorsten Schmitt und Ronny Ackermann den sechsten Platz mit dem Team. Seinen größten Erfolg feierte er im Sommer 1998, als er die beiden Grand-Prix-Wettbewerbe in Wernigerode und Klingenthal und damit Gesamtsieger wurde.

Nach dem Winter 2000/01 startete er nur noch bei den deutschen Meisterschaften 2001 in Oberhof, wo er als Vierter im Gundersen Einzel nochmals knapp eine Medaille verpasste. Im Anschluss beendete er seine Karriere.

Vereinzelt ist er als Sprungrichter bei Wettbewerben im Rahmen des Sächsischen Skiverbandes tätig.Beispiel: Looß als Sprungrichter beim Ziener-Sachsenpokal 2018, in: klingenthal.de/vsc, abgerufen am 19. Februar 2020. Darüber hinaus trat er unter anderem als Wettkampfleiter von Wettbewerben der Nordischen Kombination in Klingenthal in Erscheinung.COC NoKo Klingenthal Januar 2021. (PDF; 147 kB) In: fis-ski.com. Abgerufen am 16. Januar 2021.

Erfolge Grand-Prix-Siege im Einzel Nr. Datum Ort Disziplin 1. 26. August 1998 Gundersen 2. 28. August 1998 Gundersen

B-Weltcup-Siege im Einzel Nr. Datum Ort Disziplin 1. 30. November 1996 Gundersen 2. 8. Januar 2000 Gundersen 3. 20. Januar 2001 Gundersen

B-Weltcup-Siege im Team Nr. Datum Ort Disziplin 1. 21. Januar 2001 Staffel

Statistik Platzierungen bei Olympischen Winterspielen 50px Jahr und Ort Wettbewerb Gundersen Team 1998 Nagano 32. 6.

Platzierungen bei Weltmeisterschaften Jahr und Ort Wettbewerb Gundersen Team 1997 Trondheim 42. 6.

Weltcup-Platzierungen Saison Platz Punkte 1996/97 32. 238 1997/98 20. 456 1999/00 40. 262 2000/01 47. 170

Grand-Prix-Platzierungen Saison Platz Punkte 1998 1. 50 1999 13. 119 2000 8. 247

B-Weltcup-Platzierungen Saison Platz Punkte 1994/95 24. 48 1995/96 8. 108 1998/99 21. 102

Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften 70px Jahr Einzel Sprint Team 1994 – 5. 1995 16. – 1996 20. 6. 1997 3. – 2000 7. 9. 2001 4. 10.

Weblinks

Matthias Looß in der Datenbank von klingenthal.de/vsc Matthias Looß in der Datenbank von wyniki-skoki.hostingasp.pl (polnisch)

Einzelnachweise

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