thumb|Ortsansicht 2025 Pniewie (deutsch Koppendorf) ist ein Ort in der Landgemeinde Skoroszyce im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Das Straßendorf Pniewie liegt etwa vier Kilometer nordöstlich von Skoroszyce, 18 Kilometer nordöstlich von Nysa (Neisse) und etwa 50 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln) in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene).

Nachbarorte von Pniewie sind im Westen Chróścina (Falkenau) und im Südwesten Skoroszyce (Friedewald).

Geschichte mini|Dorfpartie mini|Wegekapelle aus Backstein Das Dorf wurde 1253 erstmals in einer Urkunde des Breslauer Bischofs Thomas erwähnt.Walter Kuhn: Siedlungsgeschichte Oberschlesiens. Oberschlesischer Heimatverlag, Würzburg. 1954. S. 44. 1370 wird der Ort als Coppindorff erwähnt.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Koppendorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Koppendorf ab 1816 zum Landkreis Grottkau im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Kirche, ein Vorwerk, eine Schäferei, eine Unterförsterei sowie 45 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Koppendorf 315 Menschen, davon zwölf evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 306. 1855 lebten 371 Menschen in Koppendorf. 1865 bestanden im Ort eine Erbscholtisei, eine Waldwärterei, 14 Gärtner-, 18 Häusler- und 13 Koloniestellen. Eingeschult waren die Bewohner nach Falkenau.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1187 (). 1874 wurde der Amtsbezirk Winzenberg gegründet, welcher aus den Landgemeinden Koppendorf und Winzenberg und den Gutsbezirken Koppendorf und Winzenberg bestand.Territorial Amtsbezirk Winzenberg 1885 zählte Koppendorf 378 Einwohner.Kreis Grottkau. In: agoff.de, AGoFF, abgerufen am 18. Februar 2020.

1933 lebten in Koppendorf 221 sowie 1939 186 Menschen. Bis Kriegsende 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Grottkau.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Koppendorf 1945 wie der größte Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde der Ort in Pniewie umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole, 1999 in den Powiat Nyski eingegliedert. 2011 lebten 100 Menschen im Ort.GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (XLSX; polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 11. Februar 2020

Sehenswürdigkeiten Ehemaliger katholischer Dorffriedhof mit erhaltenen Gräbern aus deutscher Zeit Wegekapelle aus Backstein Wegekapelle mit barocken Portal Steinerne Wegekapelle Steinernes Wegekreuz Hölzernes Wegekreuz Hölzernes Bildstock

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Skoroszyce Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert