mini|Der Svantekahs bei Ruschvitz Der Findling Svantekahs (frühere und alternative Schreibweisen in geringerer Häufigkeit: Svantekas, Swantekahs, Sventekahs) liegt auf der Insel Rügen am nordwestlichen Ufer der Halbinsel Jasmund bei Ruschvitz, einem Ortsteil von Glowe, und gehört zu den gesetzlich geschützten Geotopen in Mecklenburg-Vorpommern. Er ist mit den Gletschern der Letzten Eiszeit aus dem schwedischen Småland hierher transportiert worden.
Größe und Beschaffenheit Der Findling hat laut Erfassungsbeleg des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern ein Volumen von 15 m³ und ist 3,8 m lang, 2 m breit und 2 m hoch und liegt am Blockstrand etwa 900 m nordwestlich von Ruschvitz. In der vom selben Landesamt im selben Jahr herausgegebenen Broschüre „Geschützte Findlinge der Insel Rügen“ wird von 4 m × 3 m × 2,5 m ausgegangen, was einem Volumen von 18 m³ und damit einer Masse von 49 Tonnen entspricht.
Der Findling besteht aus mittelkörnigem Växjö-Granit. Er ist durch seine Lage in der direkten Brandungszone – wohl auch durch Frostsprengung – verstärkter Erosion ausgesetzt.
Name Die Namensherkunft ist umstritten. Meist wird Svantekahs im Sinne von Heiliger Stein aus der polabischen Sprache hergeleitet: swątë → svante = heilig; skala, kam = Felsen, Gestein. Eine andere Erklärung geht vom regional früher üblichen Wort Kas (für eine Zufahrtsrinne für Fischerboote zum Strand) und Svente (für einen seit langem wüst liegenden Ort westlich von Ruschvitz) aus.Ingrid Schmidt: Rügener Steine erzählen – Kulturgeschichten von der Insel. Hinstorff, Rostock 2012, ISBN 978-3-356-01522-5, S. 43.
Siehe auch Findlinge um und auf Rügen Liste der Geotope in Mecklenburg-Vorpommern
Literatur Christian Svenson: Geschützte Findlinge der Insel Rügen. Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.), Greifswald 2005.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Rügen) Kategorie:Glowe Kategorie:Naturdenkmal im Landkreis Vorpommern-Rügen Kategorie:Geotop in Mecklenburg-Vorpommern Kategorie:Findling in Mecklenburg-Vorpommern