Goniopora ist eine Gattung der Steinkorallen in der Familie Poritidae. Nach World Register of Marine Species (WoRMS) sind, Stand Oktober 2025, 30 Arten beschrieben.

Merkmale Die fleischigen, auffallend langen Polypen von Goniopora haben 24 Tentakel. Die Koralliten haben dicke, jedoch poröse Wände. Die Kelche sind mit dichten Septen und einer Collumella (Kalksäule, an die alle Septen stoßen) gefüllt. Die Septen sind in drei Zyklen angeordnet. Die Wuchsform ist gewöhnlich massiv oder säulenartig, sie kann aber auch krustenartig sein.

Goniopora sind überwiegend cremefarben, hellbraun oder grau mit teilweise rosafarbenen, violetten, gelben, grünen oder weißen Tentakeln. Die Polypen der verschiedenen Arten unterschieden sich in Form und Farbe, so dass sie unter Wasser bestimmt werden können.

Verbreitung Goniopora sind im gesamten Indopazifik, sowohl in tropischen als auch in gemäßigten Regionen verbreitet.

Lebensweise Goniopora leben in einer symbiotischen Beziehung mit Zooxanthellen. Die Polypen sind normalerweise am Tag und bei Nacht ausgestreckt. Goniopora Arten nutzen ihre langen Polypen um das von ihnen besiedelte Substrat gegen benachbarte, konkurrierende Arte abzugrenzen.

Forschungsgeschichte Die Gattung wurde 1930 von de Blainville erstellt, als Typusart gab er Goniopora pedunculata an. Goniopora pedunculata wurde von den Schiffsärzten und Zoologen Quoy und Gaimard während ihrer Reise auf dem Expeditionsschiff Astrolabe von 1826 bis 1829 gesammelt und 1833 von ihnen gültig erstbeschrieben. De Blainville vermerkte dazu: „Diese Gattung wurde von Quoy und Gaimard gegründet. Auf den ersten Blick ähnelte die Art einer Astrea, so dass diese Naturforscher fast dazu neigten sie als Astrea pedunculata zu bezeichnen. Sie erkannten jedoch, dass es sich um eine eigene Gattung handelt die Astrea zwar ähnlich ist, sich allerdings dennoch von ihr unterscheidet, vor allem durch die Form des Tieres.“ Die erwähne, ähnliche Art Astrea calicularis , 1816 ist heute als Goniopora calicularis (, 1816) anerkannt.

Arten nach WoRMS (Quelle: )

Goniopora albiconus , 2000 Goniopora arbuscula , 1939 Goniopora burgosi , 1955 Goniopora calicularis , 1816) Goniopora cellulosa , 1990 Goniopora ciliatus , 2000 Goniopora columna , 1846 Goniopora diminuta (, 2000) Goniopora djiboutiensis , 1907 Goniopora eclipsensis , 1982 Goniopora fruticosa , 1891 Goniopora granulosa , 1976 Goniopora lobata Milne , 1860 Goniopora norfolkensis , 1982 Goniopora paliformis (, 2000) Goniopora palmensis , 1982 Goniopora pandoraensis , 1982 Goniopora pearsoni , 2000 Goniopora pedunculata , 1833 Goniopora pendulus , 1985 Goniopora petiolata , 1955 Goniopora planulata (, 1834) Goniopora polyformis (, 1980) Goniopora savignyi , 1846 Goniopora somaliensis , 1907 Goniopora stokesi , 1851 Goniopora sultani , 2000 Goniopora tantillus (, 2004) Goniopora tenella (, 1886) Goniopora tenuidens (, 1886)

Einzelnachweise Yuko F. Kitano, Masami Obuchi, Daisuke Uyeno et al.: Phylogenetic and taxonomic status of the coral Goniopora stokesi and related species (Scleractinia: Poritidae) in Japan based on molecular and morphological data. In: Zoological Studies, Band 52, Dezember 2013, 25, doi:10.1186/1810-522X-52-25 Goniopora bei Linnaeus NG, Naturalis Biodiversity Center De Blainville: Mollusques, Vers et Zoophytes. In: Dictionnaire des sciences naturelles, dans lequel on traitre méthodiquement des differéns êtres de la nature, considérés soit en eux-mêmes, d'après l'état actuel de nos connoissances, soit relativement a l'utlité qu'en peuvent retirer la médicine, l'agriculture, le commerce et les arts. S. 359–360. (Online) J. E. N. Veron (1986): Corals of Australia and the Indo-Pacific. Angus & Robertson Publishers, Auszug bei World Register of Marine Species (WoRMS) Goniopora calicularis bei World Register of Marine Species (WoRMS)

Weblinks

Kategorie:Steinkorallen Kategorie:Scleractinia