mini|Lehniner Institut für Kunst und Kultur Das Lehniner Institut für Kunst und Kultur e. V. (LIKK) am Klostersee in Lehnin, Brandenburg, ist ein gemeinnütziges internationales Kultur- und Kunstzentrum mit eigenem Skulpturenpark, Galerie, Ateliers und Werkstätten, Junger Kunstschule und Seminarbetrieb. Das Institut wurde 1991 als Institut für Kunst und Handwerk e. V. auf Initiative des Malers und Bildhauers Eckhart Haisch gegründet. Seit der Gründung veranstaltet das Institut verschiedene internationale Ausstellungen, Symposien, Workshops, Konzerte und Theateraufführungen, organisiert Feste, an denen die Einwohner Lehnins teilnehmen. Darüber hinaus dient das Seminarhaus des Instituts als Residenz für Gastkünstler, Bildhauer und Musiker.

Geschichte Das Institut für Kunst und Handwerk e. V. wurde 1991 auf Initiative von Eckhart Haisch mit Martin Schneider, Wilhelm Eichhorn, Karl Ludwig Alder, Werner Sandmann, Udo Furtmüller, Hans-Günter Pittelkow mit der Unterstützung von Regine Hildebrandt, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen (MASGF) und Hinrich Enderlein, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) gegründet und wurde als erste Arbeitsförderungs-Gesellschaft im Land Brandenburg registriert. Obwohl die Kunst und Kulturarbeit Anlass und Kern des Projektes waren, begann das Institut zuerst vor allem als Bildungsträger zu arbeiten. Das Konzept der Institutsgründung war es möglichst viele arbeitslos gewordene Menschen aus der Region berufsbezogen zu qualifizieren und gleichzeitig eine kulturelle Einrichtung zu schaffen. Nach der Bestätigung der Gemeinnützigkeit ermöglichte Regine Hildebrandt durch eine institutionelle Förderung den Kauf des Grundstücks am Lehniner Klostersee. Das Projekt sah vor, aus dem maroden Sägewerk mit Werkhallen, Schuppen, Stall und Polterplatz, ein überregionales, kulturelles Zentrum zu schaffen. Parallel dazu wurden Qualifizierungsmaßnahmen beim Bau und der Renovierung der Gebäude durchgeführt.

Galerie am Klostersee Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 hat die Galerie am Klostersee mehr als hundert Ausstellungen gezeigt; pro Jahr finden etwa 6–7 Ausstellungen statt. Im ehemaligen Stallgebäude des Sägewerkes befinden sich drei Ausstellungsräume mit ca. 100 m² Fläche. Dort wurden wechselnde Ausstellungen mit Werken folgender Künstler und Künstlergruppen durchgeführt: mini|Bert Jäger in der Galerie am Klostersee mini|Jürgen Kehlig in der Galerie am Klostersee mini|Widerschein III von Christiane Conrad Stefan Pietryga, 2003 Anna Stangl, 2003 Menno Fahl, 2003 Klaus Zylla, 2004 Max Kaminski, 2004 Friedemann Grieshaber, 2004 Noriyuki Haraguchi, 2005 CW Loth, Thomas Kitzinger, Ina Lindemann, Hans Scheib Wolf Bröll, Christian Rothmann Bert Jäger, 2006 Anna Stangl, 2006 Marina Schreiber, 2006 Raffael Rheinsberg, Lilli Engel, 2007 Werner Stötzer, 2008 Norbert Tadeusz, 2008 Peter Dreher, 2008 Emil Cimiotti, 2009 Detlef Waschkau, 2010 Karl Menzen, 2010 Wolfgang Leber, 2010 Helge Leiberg, A. R. Penck, 2010 Gisela von Bruchhausen, 2011 Willi Siber, 2011 Markus Daut, 2011 Hubertus von der Goltz, 2012 Nino Malfatti, 2012 Henning Wagenbrett, 2012 Ute Haecker, Ulrich Wagner, 2012 Georg Seibert, 2012 Bert Jäger, 2013, Malerei – Fotografie Nino Malfatti, 2013, Das Gewicht der Masse Herbert Maier, Dietrich Schön, 2014 Wolfgang Flad, 2014 Hendrik Czakainski, 2014, Das Anthropozän Axel Anklam, 2015 Emil Cimiotti, 2016 Camill Leberer, 2016 Anna Gille, Doris Leue, Hans Scheib, 2017 Emerita Pansowová, 2017 Celia Mehnert, Uschi Niehaus, Michael Theis, 2017, Malerei Henry Stöcker, 2018, Plastik und Zeichnung Martin Colden, 2018, Zeichnungen Jan Beumelburg, 2018, In greifbarer Ferne Bettina Albrecht, 2018, Zeichnungen Douglas Henderson, 2018, audiochromatography Tatjana Schülke, 2019, Inter-Track Jerry Kowalsky, 2019, Tectonic Plates Wolfgang Leber, 2019, Malerei, Skulpturen, Bildkarten Bettina Lüdicke | Klaus Duschat, 2019, Poesie und Duktus Christiane Conrad, 2019, Widerschein III

Skulpturenpark Die ehemaligen „Polterflächen“ des Holzplatzes am See werden schon seit 1992 als Skulpturenpark genutzt. Bei der ersten Skulpturenausstellung im Park zeigte der französische Bildhauer Jean Ipoustéguy 24 Bronzen aus verschiedenen Schaffensperioden. Nach Ipoustéguy folgen Ausstellungen mit Werken von Emil Cimiotti, Joachim Schmettau, Joshimi Hashimoto, Michael Schoenholtz, Werner Stötzer, Volkmar Haase u. a.

Zurzeit befinden sich im Skulpturenpark 46 Werke der folgenden Bildhauer: alternativtext=|mini|Große Stehende von Hans-Joachim Dunkel mini|Großes Ross von Franz Gutmann mini|Skulpturenpark am Klostersee

Im Park CW Loth, O.T. (Eiche, Pigment, 1997) Amador, L’homme fabricat (Bronze, 1998) Franz Gutmann, Großes Ross (Bronze, 1999); Wegkreuz II (Stahlrohr, Sandstein, 2005) Hans-Joachim Dunkel, Große Stehende (Bronze, 2001) Dietrich Schön, Akabakh (Eisenguss, 2001) Thomas Reifferscheidt, Throne (Syenit, 2001); Tor (2002) Robert Schad, EMFIM III (Vierkantstahl-massiv 3/4, 2003) Tiina Laasonen, Wordhouse (Holz, 2004) Karl Menzen, Bewegung-Absprung (Edelstahl, 1986); Transformation I (Stahl, 2005); Rundlauf (zweiteilig, Edelstahl, 2007); Maze II, (Stahl, 2017); Transformation Kreuz; Blossom (Stahl, 2017) Thomas Diermann, Seestück I (Eiche, 2005); Seestück II (Eiche, 2005); Chorus (Eiche, 2004) Hubertus v. d. Goltz, Begegnung, 2008 Reinhard Haverkamp, Hand in Hand (Aluminium, Stahlseil, 2007); Wind-Zeichen II (Aluminium, 2011) Robert Schmidt-Matt, Mühle (Findling, Granit, 2012) Stefan Sprenker, O.T. (2012) Stefan Bohnhoff, Galaxy (Stahl lackiert, 2014) Friedemann Grießhaber, Kleinhans (Betonguss, Unikat, 2014) Pomona Zipser, O.T. (Wandarbeit, z. Zt. Restaurierung, 2014) Robert Schmidt-Matt, Falter (Sandstein, 2014) Alessandra Rudoff, O.T. (Holz, 2016) Kazys Venclovas, Silence (Esche, 2016) Klaus Duschat, O.T. (Stahl, 2018); Boot (Stahl, 2017) Sylvia Klara Breitweiser, History-Histeria-Histology (Sandsteine, 2 Teile, Torf) Eckhart und Elias Haisch, Wurzelstadt (Partizipationsprojekt)

Im Wasser Reinhard Haverkamp, Archäopterix (Wasserskulptur, 1991) Elias Haisch, Wurzel im Quadrat (Holz, 2017) Salah Saouli, Stern (Symposium 2018)

Im Ufercafé Eckhart Haisch, Wandlung (1990/1); Faunsein (Öl auf Lwd, 1989–90) Lucio Auri, Mokka, Mokka (Beton, Porzellan, Farbe, 2015)

Im Gästehaus Eckhart Haisch, Asino (Öl auf Wellpappe, 1987); Nahe den Klippen (Öl auf Lwd, 1988) Nino Malfatti, Fundstück Eber (Marmor, Knochen, Holz, 1988) Aiga Müller, Platzdeckchen mit Brötchen (Scherbenobjekt, 2002) Stefan Bohnhoff, Pinn Ball II (Sperrholz, Kreidegrund, 2009)

Auf dem Erweiterungsgelände Frank Lipka, en bloc (Kalksandstein, 2002) Friedemann Grießhaber, Großer Zeitgenosse (Betonguss, Unikat, 2008) Reinhard Haverkamp, Doppelgestirn (Kieferleisten, Nylontau, 2011) Bernhard Garbert, Art/Ort (Kreuzreim, 2012) CW Loth, O.T (Robinie, 2014) Matas Janusanis, Logistics (Lastwagenplane, 2016) Arvydas Alisanka, Vogel (Astwerk, Esche, Schrauben, 2016) Karl Menzen, O.T (Stahl, 2016) Jeroen Jacobs, O.T (Beton, Findlinge, fünfteilig, 2016) Stefan Bohnhoff, Explorer (Zinkblech, Stahl, Farbe, 2017) Erika Schewski, 9 Birken (z. Zt. unvollständig wegen Restaurierung) Raine Liimakka, O.T (Granitquader, Farbe)

Kunstschule mini|Holzskulpturen in der jungen Kunstschule Die Kunstschule im Institut bietet Kurse für Kinder und Jugendliche sowie für Fortgeschrittene und Erwachsene an. Professionelle Künstler und Dozenten führen kreativen Workshops in den Ateliers des Instituts durch. Sie schaffen eine offene und freie Atmosphäre, damit die Teilnehmer ihre eigene, selbstbestimmte Kreativität entdecken können.

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Einzelnachweise

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