thumb|Blick auf den Ort (2025) Giełczyce (deutsch Geltendorf) ist ein Ort der Landgemeinde Skoroszyce im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Das Angerdorf Giełczyce liegt etwa vier Kilometer südöstlich von Skoroszyce, 20 Kilometer nordöstlich von Nysa (Neisse) und 41 Kilometer südwestlich von Opole (Opole) in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene). Durch das Dorf fließt die Cielnica (Tellnitz), ein linker Zufluss der Nysa Kłodzka.

Nachbarorte von Giełczyce sind im Norden Brzeziny (Groß Briesen), im Südosten Sidzina (Hennersdorf), im Südwesten Makowice (Mogwitz) sowie im Nordwesten Skoroszyce (Friedewald).

Geschichte In dem Werk Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 wird der Ort erstmals als Gelczicz erwähnt. 1395 erfolgte eine Erwähnung als Geltindorff.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Geltendorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Geltendorf ab 1816 zum Landkreis Grottkau im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine Mühle, eine Schrankwirtschaft, eine Schmiede sowie 46 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Geltendorf 266 Menschen, allesamt katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 150. 1855 lebten 288 Menschen in Geltendorf. 1865 bestanden im Ort eine Scholtisei, eine 12 Bauer-, 16 Gärtner- und 13 Häuslerstellen. Eingeschult und eingepfarrt waren die Bewohner nach Hennersdorf.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1194 (). 1874 wurde der Amtsbezirk Hennersdorf gegründet, welcher aus den Landgemeinden Geltendorf und Hennersdorf und den Gutsbezirken Hennersdorf-Leipelt und Hennersdorf-Riedel bestand.Territorial Amtsbezirk Hennersdorf 1885 zählte Geltendorf 621 Einwohner.Kreis Grottkau. In: agoff.de, AGoFF, abgerufen am 16. Februar 2020.

1933 lebten in Geltendorf 187 sowie 1939 202 Menschen. Bis Kriegsende 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Grottkau.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Geltendorf 1945 wie der größte Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde das Dorf in Giełczyce umbenannt. Zunächst erfolgte die Eingliederung in die Woiwodschaft Schlesien, ab 1950 in die Woiwodschaft Opole. 1999 kam Giełczyce zum wiedergegründeten Powiat Nyski. 2011 lebten 189 Menschen im Ort.GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (XLSX; polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 11. Februar 2020

Sehenswürdigkeiten thumb|Kapelle Römisch-katholische Kapelle St. Mariä Rosenkranz (poln. Kaplica pw. MB Różańcowej) Steinerne Wegekapelle mit Jesubild Hölzernes Wegekreuz

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Skoroszyce Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert