mini|Schloss Braunau. Das Schloss Braunau () befindet sich in Brunów (deutsch Braunau) in der Stadt- und Landgemeinde Lwówek Śląski (Löwenberg) im Powiat Lwówecki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Geschichte mini|Ansicht der Hauptfassade. Für 1351 ist der Verkauf eines Vorwerks am Ort an den Bürgermeister der Stadt Löwenberg urkundlich belegt. Über die von Zedlitz und Kaspar von Zeckhorn.Benjamin Gottlieb Sutorius: Die Geschichte von Löwenberg aus Urkunden und Handschriften. Band 1, C. W. Reimers, Bunzlau 1784, S. 180. gelangte das Gut 1558 an Melchior von Lest auf Schloss Hohlstein. Ein Herrenhaus entstand wohl unter den von Promnitz, die das Gut ab 1627 besaßen. Ab 1740, unter den von Glaubitz, wurde das heutige Barockschloss errichtet.

Nachdem Bernhard Wilhelm von Schmettau Besitzer war, gelangte das Gut 1787 an den LandratGothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Jahrgang 5, Justus Perthes, Gotha 1903, S. 790. Christoph Heinrich Ludwig von Schweinitz (1746–1814), 1796 durch die Ehe von dessen TochterGothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1873. Jahrgang 23, Justus Perthes, Gotha 1872, S. 644. Theodere (1773–1844) an den späteren preuß. General d. Inf. Friedrich Freiherr Schuler von Senden (1753–1827). Dieser hatte 1784 in Wien eine Reichsadelstanderneuerung erhalten.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (D.A.G.) Teil B (Briefadel). 1941. Jahrgang 91, Justus Perthes, Gotha 1940, S. 446.

1838 erwarb der spätere Landrat von Löwenberg Georges von Cottenet Schloss und Gut Braunau.Karl Friedrich Rauer (Hrsg.): Hand-Matrikel der in sämmtlichen Kreisen des Preussischen Staats auf Kreis- und Landtagen vertretenen Rittergüter. Selbstverlag, Berlin 1857, S. 226. Er veranlasste bald die Anlage eines englischen Landschaftsparks. Bis zu dessen Tod im Jahre 1900 entstanden ein neogotisches Mausoleum und ein im Rundbogenstil errichteter Pferdestall. Unter seinen Nachkommen wurde das Schloss 1901–1902 neogotisch umgebaut und um einen verglasten Wintergarten erweitert. Ende der 1920er Jahre wurde das Gut an eine Siedlungsgesellschaft verkauft und im Schloss eine Volkssportschule untergebracht, der ab 1933 eine NSDAP-Reichssportschule folgte, kurzzeitig unter Leitung des Paramilitärs Fritz-Detlof von Winterfeldt. Die briefadelige Familie von Cottenet wurde 1935 enteignet.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fielen Gut und Schloss Braunau zusammen mit Schlesien 1945 an Polen. Das Schloss blieb zunächst unbewohnt. Später wurde es nach entsprechenden Instandsetzungsarbeiten und Umbauten als Erholungsheim für Mitarbeiter der Staatsbahn genutzt. Das Mausoleum der Familie Cottonet wurde dem Verfall preisgegeben.Polska.org.: Geschichte (polnisch), Stand 24. Februar 2020. Heute ist das Schloss in privatem Besitz und beherbergt ein Hotel.

Literatur Schloss Braunau, In: Arne Franke (Hrsg.): Kleine Kulturgeschichte der schlesischen Schlösser. Band 1, Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Görlitz 2015, ISBN 978-3-87057-336-2, S. 318. Gut Braunau, In: Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1913. Jahrgang 7, Justus Perthes, Gotha Herbst 1912, S. 158. Nr. 2653. Gut Braunau, In: Schlesisches Güter-Adreßbuch. 1894. Verzeichniß. Fünfte Ausgabe, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1894, S. 299.

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Historische und aktuelle Aufnahmen sowie geographische Lage

Einzelnachweise

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