Boroșneu Mare [] (veraltet Boroșnăul Mare; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Covasna in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Boroșneu Mare im Kreis Covasna mini|Reformierte Kirche in Leț Die Gemeinde Boroșneu Mare liegt in den Nordwestausläufern des Întorsura Gebirges – ein Teilgebirge der Ostkarpaten. An der Mündung des Baches Valea Mare in den Covasna, zwei Kilometer südlich des Drum național 13E und der Bahnstrecke Brașov–Sfântu Gheorghe–Târgu Secuiesc befindet sich der Ort Boroșneu Mare 14 Kilometer westlich von der Kleinstadt Covasna und etwa 20 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.

Geschichte Der mehrheitlich von Magyaren bewohnte Ort Boroșneu Mare wurde nach unterschiedlichen Angaben erstmals 1332Angaben auf der Website der Gemeinde Boroșneu Mare, abgerufen am 12. Februar 2020 (englisch) oder 1372 urkundlich erwähnt.

Eine Besiedlung auf dem Areal des Gemeindezentrums deutet mit dem archäologischen Fund des Kastells Boroșneu Mare bis in die Römerzeit zurück. Auf dem von den Einheimischen genannten Areal Dealul Cetății (ungarisch Várhegy), wurden laut Márton Roska archäologische Funde der Jungsteinzeit zugeordnet.Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 16. Oktober 2022 (rumänisch). Auch auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Țufalău (ungarisch Cófalva) wurden Besiedlungen in die Jungsteinzeit und Bronzezeit datiert. Des Weiteren wurden auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Boroșneu Mic (Klein-Weindorf) zahlreiche archäologische Funde unterschiedlichen Zeitalter zugeordnet, von denen die meisten sich im Museum der Kreishauptstadt befinden. Laut dem Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) wurden auf dem Areal Cetatea Viezurei (ungarisch Borzvára) in Boroșneu Mic und im eingemeindeten Dorf Leț (ungarisch Lécfalva) auf dem Berg Dealul cetății (ungarisch Várhegy), einer Anhöhe von etwa , Besiedlungen der Jungsteinzeit und der Bronzezeit zugeordnet.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).

Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Boroșneu Mare dem Stuhlbezirk Sepsi in der Gespanschaft Háromszék (). Anschließend gehörte Micfalău dem historischen Kreis Trei-Scaune (deutsch Drei Stühle) und ab 1950 dem heutigen Kreis Covasna an.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Boroșneu Mare entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 460 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 3.527 52 3.374 - 101 1930 4.012 60 3.799 16 137 1977 3.020 46 2.772 - 202 2002 3.086 144 2.758 - 184 2011 3.097 92 2.890 2 113 2021 3.186 78 2.866 - 242 (129 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Boroșneu Mare die höchste Einwohnerzahl (5001) 1910 ermittelt. Die höchste Anzahl der Magyaren (3994) wurde 1941, die der Rumänen (1082) 1920, die der Roma (254) 1956 und die der Rumäniendeutschen wurde 1930 registriert.

Sehenswürdigkeiten Im eingemeindeten Dorf Dobolii de Sus (ungarisch Feldoboly) die reformierte Kirche 1667 errichtet und 1773 erneuert, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Țufalău das Landhaus der ungarischen Adelsfamilie Veress, 1794 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Am nördlichen Rand des Gemeindezentrums das Kastell Boroșneu Mare, deutlich im Gelände zu sehen, steht unter Denkmalschutz.

Weblinks

Die Gemeinde Boroșneu Mare bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert