mini|Skulpturen im Depot der Bundeskunstsammlung mini|Bilder im Depot der Bundeskunstsammlung
Die Kunstsammlungen des Bundes, auch Bundeskunstsammlung (BKS), ist die Kunstsammlung im Besitz der Schweiz mit Sitz in Bern. Sie entstand mit der Fördertätigkeit der Eidgenossenschaft zugunsten der Bildenden Kunst und des Designs und umfasst mit rund 22'500 Objekten eine der bedeutendsten Sammlungen an Schweizer Kunst und Design seit dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Geschichte Mit dem Bundesbeschluss zur Förderung und Hebung der schweizerischen Kunst von 1887 sollte die das Schweizerische Kunstschaffen gefördert werden, in dem der Bund jährlich Kunstwerke ankauft. Die ersten Objekte wurden 1888 in die Sammlung eingebracht. Jährlich stehen dem Bund durchschnittlich 300'000 SFr. für den Kauf von Kunstwerken zur Verfügung.
Am 21. Juni 2013 nahm der Nationalrat ein Postulat von Christine Bulliard-Marbach an, die Kunstsammlungen des Bundes der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, was in der Botschaft des Bundesrates vom 28. November 2014 zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016–2020 (Kulturbotschaft) ihren Niederschlag fand.
Werke und Standorte Rund 12'000 Werke der Bundeskunstsammlung sind in den Depots untergebracht und werden dort konservatorisch betreut. Rund 8'000 Werke sind als Dauerleihgabe bei Schweizer Museen und 2'500 Kunstwerke sind in den repräsentativen Räumen des Parlaments, der Bundesverwaltung und in den diplomatischen und konsularischen Vertretungen im Ausland ausgestellt. Die Bundeskunstsammlung ist der Abteilung Museen und Sammlungen des Bundesamts für Kultur des Direktionsbereichs Kulturerbe und Baukultur untergeordnet und wird vom Kunsthistoriker Andreas Münch geleitet. Bei Amtsantritt können Bundesräte und Botschafter die Kunstwerke zum Schmuck ihrer Büros jeweils aus dem Fundus der Sammlung aussuchen.
Rechtliche Grundlagen
Prüfberichte der Eidgenössischen Finanzkontrolle
Personalbestand Der Dienst Kunstsammlungen des Bundes umfasst 8 Stellen (4.7 Vollzeitstellen).
Trivia Die Bundeskunstsammlung führt rund 450 Objekte als vermisst. Auf der entsprechenden Liste befinden sich von einfachen Lithografien über Gemälde bis hin zu Skulpturen und Vasen alle erdenklichen Objekte von Schweizer Künstlern. Von vielen Werken fehlt jede Spur. Einige wurden gestohlen, viele verschlampt. «Unachtsamkeit ist der häufigste Grund für ein Verschwinden», sagt Andreas Münch, Leiter der Bundeskunstsammlung.Christian Brönnimann, Lena Würgler: Vom Amtshaus ins Auktionshaus. Aus den Kunstsammlungen von Bund, Kantonen und Städten sind Tausende Werke verschwunden. Die SonntagsZeitung machte sich auf die Suche – und fand zwei Gemälde und eine Bronzeskulptur, die Private zu Geld gemacht haben. SonntagsZeitung, 15. Januar 2017, S. 8.
Weblinks
Offizielle Website Bundeskunstsammlung
Einzelnachweise
Kategorie:Kunst (Schweiz) Bundeskunstsammlung Kategorie:Sammlung moderner oder zeitgenössischer Kunst Kategorie:Museum in Bern Kategorie:Kulturgut von nationaler Bedeutung im Kanton Bern Kategorie:Museumsgründung 1888