Sie ist ein Dokumentarfilm des DEFA-Studios für Kurzfilme von Gitta Nickel aus dem Jahr 1970.
Handlung Die Gynäkologin Dr. Gisela Otto geht über den Berliner Alexanderplatz, um sich zum VEB Textilkombinat Treff-Modelle zu begeben, wo sie einen Vortrag halten möchte. Dort lässt sie sich vom Parteisekretär der SED durch den Betrieb für Damen-Oberbekleidung führen, um diesen und die Mitarbeiterinnen genauer kennenzulernen. Hier erfährt sie, dass von den 1300 Angestellten 90 Prozent Frauen sind. Von den eingesetzten Meistern sind etwa 85 Prozent Frauen und die derzeitige Produktionsdirektorin bereitet sich darauf vor, Direktorin des Betriebes zu werden. Die Frauen äußern sich offen über die Probleme, welche die Funktion eines Meisters mit sich bringt.
Nun wird die Ärztin Gisela Otto etwas genauer vorgestellt, deren Hauptbeschäftigung das Gebiet der Zytodiagnostik betrifft. Seit fünf Jahren ist sie Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und arbeitet jetzt an dem Abschluss als Fachärztin für Sozialhygiene. In diesem Zusammenhang ist auch der Vortrag zu sehen, den sie vor einem Teil der Frauen des Betriebes hält. Sie spricht über Partnerbeziehungen, Familienplanung, den richtigen Zeitpunkt für die Qualifizierung der Frauen, die Wichtigkeit von Kindergärten und vieles andere mehr. Dabei kommt es zu einem regen Gedankenaustausch unter den Teilnehmerinnen. Unterbrochen wird diese Diskussion nur durch Filmaufnahmen, welche die Ärztin während der Unterstützung bei der Geburt eines Kindes im Krankenhaus zeigen.
Leitende Frauen sprechen über ihre Arbeit, wie sie damit zurechtkommen und es geht darum, neue Kolleginnen für höhere Funktionen zu gewinnen. Bisher sind in dieser Leitungsebene noch die männlichen Kollegen in der Überzahl. Die BGL-Vorsitzende des FDGB wird als positives Beispiel gezeigt, wie sich Familie und Betrieb vereinbaren lassen. Die Kamera begleitet sie und ihren Mann bei der Hausarbeit, an der beide aktiv beteiligt sind. Im Betrieb ist sie bei allen Kolleginnen beliebt, da sie sich um deren Probleme kümmert. So kann sie einer Arbeiterin die freudige Mitteilung überbringen, dass diese endlich eine Wohnung bekommt. Aber sie ist auch Ansprechpartnerin für viele andere Sachen, da sie bereits seit vielen Jahren an mehreren Stellen im Betrieb gearbeitet hat und somit von den Kolleginnen als eine der Ihren anerkannt wird.
Produktion und Veröffentlichung Sie wurde von der Künstlerischen Arbeitsgruppe (KAG) effekt als Schwarzweißfilm gedreht und hatte nach einer Voraufführung im Berliner VEB Treff-Modelle am 16. Oktober 1970Neues Deutschland vom 19. Oktober 1970, S. 4 seine Uraufführung zur 13. Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen am 27. November 1970 Neues Deutschland vom 28. November 1970, S. 2
Die Dramaturgie lag in den Händen von Hans Drawe.
Kritik Im Neuen DeutschlandNeues Deutschland vom 29. November 1970, S. 4 behaupten Horst Knietzsch, Jochen Reinert und Peter Berger in einem Beitrag zur 13. Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen, dass der Film auf dem Festival eine besondere Stellung einnimmt:
Auch Günter Sobe vertritt in der Berliner ZeitungBerliner Zeitung vom 1. Dezember 1970, S. 4 zum gleichen Anlass eine ähnliche Meinung:
Für Manfred Meier von der Neuen ZeitNeue Zeit vom 3. Dezember 1970, S. 4 steht zum gleichen Anlass fest, dass Gitta Nickel mit ihrem Film einen wertvollen Beitrag zum Bild des neuen Menschen und der Gesellschaft leistet:
Auszeichnungen 1970: Internationale Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen – Silberne Taube
Weblinks
Sie bei der DEFA-Stiftung Sie Einführung zum Film von Jeanpaul Goergen am 10. Juli 2020 im Berliner Zeughauskino
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1970 Kategorie:DDR-Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Arbeit im Film Kategorie:Frauen (Arbeitswelt) Kategorie:Frauen in der DDR Kategorie:Frauenfilm