mini|Benjamin Radjaipour im November 2019 bei einer Lesung aus dem Buch Ich werde die Welt nie wiedersehen beim Geschwister-Scholl-Preis Benjamin Radjaipour (* 1990 in Tübingen) ist ein deutscher Film- und Theaterschauspieler.
Leben Der 1990 in Tübingen geborene Benjamin Radjaipour studierte von 2013 bis 2017 Schauspiel an der Universität der Künste Berlin In: muenchner-kammerspiele.de. Abgerufen am 8. Februar 2020. In: fiststeps.de. Abgerufen am 8. Februar 2020. und trat während des Studiums unter anderem am Deutschen Theater Berlin, dem Hans-Otto-Theater Potsdam, dem Theater Lübeck und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz auf.Benjamin Radjaipour. In: deutschestheater.de. Abgerufen am 8. Februar 2020
Seine erste Filmrolle erhielt Radjaipour in dem Historiendrama Die Verlorenen von Reynold Reynolds, das im Oktober 2015 in die niederländischen Kinos kam. In Futur Drei von Faraz Shariat erhielt Radjaipour die Hauptrolle von Parvis und spielt in dieser das Alter Ego des Regisseurs, einen Sohn von Exil-Iranern, der in der deutschen Provinz lebt und in einem Wohnprojekt für Flüchtlinge, wo er seine Sozialstunden als Übersetzer ableisten muss, die iranischen Geschwister Banafshe und Amon kennenlernt.
Seit der Spielzeit 2017/18 ist Radjaipour festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Im Jahr 2019 wurde Radjaipour von der Theaterzeitschrift Theater heute zum Nachwuchsschauspieler des Jahres gekürt.„Theater des Jahres“ gekürt: Voller Erfolg für die Münchner Kammerspiele. In: Deutschlandfunk Kultur, 29. August 2019.München leuchtet: 44 Kritikerinnen und Kritiker nennen Höhepunkte der Saison 2018/19. In: der-theaterverlag.de. Abgerufen am 8. Februar 2020.
Einem breiten Publikum wurde er durch die Serie Schwarze Früchte (2024) bekannt.
Theatrografie (Auswahl) 2015: Einige Nachrichten an das All von Wolfram Lotz, bat-Studiotheater Berlin, Regie: Rebekka David und Purl Schweitzke 2015: Väter und Söhne / Kammerspiele, Deutsches Theater Berlin, Regie: Daniela Löffner und Fedka Pjotr 2016: Fallobst im Westen von Philipp Gärtner, Hans Otto Theater Potsdam / Deutsches Theater Berlin, Regie: Kieran Joel („Doc“ Phineas Dockson) 2016: Die bitteren Tränen der Petra von Kant von Rainer Werner Fassbinder, Theater Lübeck, Regie: Lucia Bihler 2018: Dionysos Stadt, Münchner Kammerspiele, Regie: Christopher Rüping
Filmografie (Auswahl) 2015: Die Verlorenen 2016: Der Hermetische Zirkel (Kurzfilm) 2017: Cross-Country Drive (Kurzfilm) 2020: Futur Drei 2022: Was man von hier aus sehen kann 2022: Das weiße Schweigen (Fernsehfilm) 2024: Zeit Verbrechen (Miniserie, Folge Love by Proxy) 2024: Die Toten am Meer – Tod an der Klippe (Fernsehreihe) 2025: SOKO Leipzig: Nur ein Foto (Fernsehserie) 2026: Staatsschutz
Hörspiele
2023: DESIRE. Über Sex, Arbeit und queeres Begehren (6-teilige Serie, WDR)
Auszeichnungen Deutscher Schauspielpreis 2020: Nominierung als Bester Nachwuchs (Futur Drei)
First Steps Award 2019: Auszeichnung als Teil des Besten Ensembles mit dem Götz-George-Nachwuchspreis (neben Banafshe Hourmazdi und Eidin Jalali in Futur Drei)
Preis der deutschen Filmkritik 2021: Nominierung als Bester Darsteller (Futur Drei)Sieben filmstiftungsgeförderte Produktionen für Preis der deutschen Filmkritik nominiert. In: filmstiftung.de, 27. Januar 2021.
Theater heute: Jahresauszeichnungen 2019 Nachwuchsschauspieler des Jahres (mit Laurenz Laufenberg)
Theatertreffen Schauspielstudierender 2016 Auszeichnung mit dem Solopreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Doktor „Doc“ Phineas Dockson in Fallobst im Westen)
Weblinks
Einzelnachweise
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