mini|hochkant|Wappen der Herren von Glisberg (Gleisberg/Gleißberg)Siebmachers Wappenbuch, VI.12.Abgestorbener Adel:Sächsische Herzogthümer, Osterländischer Adel, Seite 8 mini|hochkant|Wappen des S.Venantius v. Camarin, Rom um 250 n. Chr.Matthäus von Pappenheim, „Von dem uralten Stammen und Herkommen der Herren von Calatin, yetzund zu unnser Zeit die Edlen zu Bappenheim, Biberbach, Wildenstain und Elgaw, des hailigen Römischen Reichs Erbmarschälck“ – Ulhart 31. Dezember 1553, Seite XIX mini|hochkant|Wappen der Herren von CalatinMatthäus von Pappenheim, „Von dem uralten Stammen und Herkommen der Herren von Calatin, yetzund zu unnser Zeit die Edlen zu Bappenheim, Biberbach, Wildenstain und Elgaw, des hailigen Römischen Reichs Erbmarschälck“ – Ulhart 31. Dezember 1553, Seite XXXVI mini|hochkant|Wappen der Reichserbmarschälle von Pappenheim in Vertretung des Herzogs von SachsenMatthäus von Pappenheim, „Von dem uralten Stammen und Herkommen der Herren von Calatin, yetzund zu unnser Zeit die Edlen zu Bappenheim, Biberbach, Wildenstain und Elgaw, des hailigen Römischen Reichs Erbmarschälck“ – Ulhart 31. Dezember 1553, Seite XLI Die Herren von Glisberg, auch Gleisberg oder Gleißberg, sind ein uradeliges thüringisches Rittergeschlecht mit Sitz auf oder in der Nähe des Großen Gleißbergs am nordöstlichen Rande von Jena.
Vorwort Informationen zum hier beschriebenen Adelsgeschlecht finden sich auch im Artikel zur Kunitzburg und im Artikel Heinrich der Fromme vom Gleißberg. Beide genannten Artikel widerspiegeln die Auffassung ihrer jeweiligen Autoren und tragen ihre eigenen Quellen- bzw. Literaturangaben. Ursprung und Quelle des hier auf dieser Seite entstandenen Artikels sind die „Hesseschen Collectaneen Nr.2b Nr.27“ im Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Rudolstadt, wobei es sich um eine Anfang des 19. Jahrhunderts von SCHNEIDER gefertigte Abschrift eines Manuskripts über die Geschichte der Grafen von Gleisberg (Herren von Gleisberg) bei Kunitz (Jena) der Bibliothek zu Dresden handelt. Übertragungen aus der o. a. Abschrift werden hier in gleicher Schreibweise (Rechtschreibung und Ausdruck) übernommen.
Geschichte Die von Gleisberg stammen von den Erbmarschällen von Calatin ab und sind selbst Vorfahren der Reichserbmarschälle von Pappenheim. Sie sind wappen- und stammverwandt mit den von Allstedt.Chronik von Allstedt
Matthäus von Pappenheim führt in seinem Werk, „Von dem uralten Stammen und Herkommen der Herren von Calatin, yetzund zu unnser Zeit die Edlen zu Bappenheim, Biberbach, Wildenstain und Elgaw, des hailigen Römischen Reichs Erbmarschälck“ – Ulhart 31. Dezember 1553, als Ahnherr der von Calatin den römischen Studiosus der Agricultur „Attilius Calatinus“Matthäus von Pappenheim: Von dem uralten Stammen und Herkommen der Herren von Calatin, yetzund zu unnser Zeit die Edlen zu Bappenhaim, Biberbach, Wildenstain und Elgaw, des hailigen Römischen Reichs Erbmarschälck. Ulhart, 1554 () an.
Aus "Schneider, Historische Sammlungen über die Geschichte der Grafen von Gleisberg (Herren von Gleisberg, bei Kunitz)"; Auf die Herstellung einer chronologischen Reihenfolge wurde zur besseren Vergleichbarkeit mit der Original-Abschrift verzichtet. Auch wird dadurch die schnelle Auffindung der jeweils im Original angegebenen Quellen ermöglicht. I. 1133 Vermächtnis der Berthä, geb. Gräfin von Glitzberg, Gemahlin Graf Heinrichs zu Groitsch, Marggrafen zu Lausnitz, zum Gedenken an folgende Personen von Glitzberg: Damiani von Glitzberg und dessen Gemahlin Ottilia Woltheri von Glitzberg, Domiani Bruders Ecberti von Glitzberg, Domiani u. Ottiliae Sohn Berthae von Glitzberg, Domiani u. Ottiliae Tochter Lutholdi von Glitzberg II. 1168 Einweihung der S.Jacobs Kirche in Weimar. SCHNEIDER geht davon aus, dass die St. Jacobs-Kirche in Weimar durch Walther de Gleisberg, 1181 Zeuge in einer Urkunde Kaiser Friedrichs I., und einem "de Vargila" erbaut wurde III. 1294 wird Waltherus einmal als „advocatus in Glisberg“ sowie als „de Glisberg“ unter den Zeugen einer Urkunde des Burggrafen Otto von Kirchberg aufgeführt IV. 1036 In Z.A. Döderleins Histor. Nachrichten werden die Reichs-Erb-Marschälle von Pappenheim als von den Marschallen von Calatin abstammend aufgeführt. 1025/1031 werden als Stiftungsjahre des Klosters S.Jacob oder "zum Schotten" in Erfurt durch Walthero de Glizberge angegeben. Darinnen ist noch folgendes Monument zu finden: "Hic jacet WALTHERUS de Glizbergé, Filius Marshalci de Kallentin, Fundator istius Ecclesie et uxor ejus Heddevic, Filia Markionis de Foburg." Döderlein merkt an, dass Glizberg auch Szlëysberg geschrieben wurde. 1435 Gleisberg, auch Gleisperg geschrieben, ein altes Bergschloss, rechter Hand der Sala, unweit der Stadt Jena, wurde demoliert. Döderlein weist es als „ehemals von den Herren und Grafen von Glizberg den Nonnen gegeben“ aus. 968 Erich von Glizberg oder Glÿßberg – Turnierteilnehmer zu Braunschweig 1030 SCHNEIDER erwähnt Hildebrand, Bischoffen zu Zeiz, als zu dem Geschlecht der Glizberg oder Glÿßberg zugehörig 1036 Das Glÿßbergische Geschlecht ist mit Walther (Stifter des Klosters S.Jacob oder zum Schotten in Erfurt) erloschen. -Vgl. dazu Friedrich Lucae, Des Heiligen Römischen Reichs Uhr-alter Graffen-Saal- SCHNEIDER: „Nun ist dieser Walther von Glÿßberg vermöge unseres Epitaphii kein anderer, als des Marschallen von Callentin, oder wie insgemein gesagt wird, von Calatin’s Sohn. Da aber dessen Güter durch Heirat an Erberten, Grafen zu Osterroda, nachgehends aber auf gleiche Weise an die Herren und Grafen von Reussen gelanget, welche sich bald Voigte bald Grafen von Gleißberg gennenet, bis endlich diese Grafschaft an die Landgrafen von Thüringen gelanget: so ist unschwer daraus zu schließen, daß unser Marschall Walther gleichwohl eine Tochter hinterlassen, durch welche die Herr- und Grafschaft Glÿßberg an die Grafen von Osterrode gelanget.“ V. Der Name Gleisberg stammt vom Bach Gleize, Gliza oder Gleise, der am Berg entlang in die Saale fließt. VI. 1327, 1. November, gegeben zu Pisa Kaiser Ludwig belehnt Heinrich, Voigt zu Plauen, genannt Reuß, mit der Grafschaft Gleisberg. VII. Fehlt wohl wegen versehentlich falscher Zählung. VIII. M. Adrian Beier, in seiner Geographo Jenensi p.m. 194-205 führt von dem Geschlechte von Gleißberg folgendes an: IX. Heinrich Lucä im uralten Graphensaal führt folgendes p. 972 an: Das Wapen der Gr. von Gleisberg beschreibt Lucae 1.c. zu 974 eben so, wie Beier in geogr. Jen. X. Walther zu Glitzberge hat Heusdorf (wohl dem Kloster) zugeeignet den Decima V. Huffen zu Sulzbach, die er von den Thumherren von Erfffurt abgelasset. Heinrich Advocat von Glizberg eberlaßt alle recht dem Kloster so er gehabt im allodio (Eigengut) gelegen zu Sulzbach. XI. 1113 Henricus Marhcalcus de Callendin als Zeuge einer Urkunde Kaiser Heinrichs VI. XII. Kurze Beschreibung vom Anfange des Klosters Bürgel und der Geschichte des Geschlechts von Glitzberg. XIII. 1190/1191 Übergabe einiger Güter zu Waldeck, in Albersdorf und Bobeck an das Kloster zu Eisenberg. XIV. Waltheri et Cunradi de Glizberg: Schenkung einer Hufe in Butwar(?) an das Nonnenkloster zu Bürgel. XV. 1133 Lutholdus de Glizberg als Zeuge in einem Bestätigungsbrief über das Kloster Bürgel des Bischofs Udo I. von Naumburg. XVI. 1262, 15. September, Johannes de Alstete, Heinricus et Albertus de Gleisberg vermachen dem Kloster Kapellendorf zwei Höfe in Franckendorff XVII. ff.
Die Herrschaft Glisberg (Gleisberg) Zur Herrschaft Gleisberg gehören:Adrian Beier, Geographus Jenensis, Abbildung der Jehnischen Gegend, Grund und Bodens etc., Seite 204 ff Das zerstörte Schloß Gleisberg Der Hayn von 199 Akkern und 60 Ruthen Die Pfarr zu Beutnitz mit dem Filial Golmsdorff und Naura Die Pfarr Löberschitz mit dem Filial Greutschen, welches nach Dornburg gehört Die Adel-Sitze zu Golmsdorff und Löberschitz an der Gleissa Die Dörffer als Löberschitz, Beutnitz, Naura, Golmsdorf, Lasen mit der Wüstung Lötschen Der Saalstrom von Anfang der Erb-Fischwasser über der Cunitzer Wehr biß zu der alten Borstendorffer Wehr Der Fisch- und Mahlbach Gleiß Groß-Cunitz mit dem wüsten Klein-Cunitz, gelegen unter der Hunnen- oder Hundskuppe des Jenzig bei dem Sprungbörnlein über den Wenigen-Jenischen Wiesen
Wappen Friedrich Lucae, Des Heiligen Römischen Reichs Uhr-alter Graffen-Saal: "Das Wappen dieser uralten Graffen zu Gleisberg an der Saal / presentierte vier über einander geschrenckte Gold-gelbe Spuhl-Räder / in einem rothen Felde oder Schilde."Friedrich Lucae, Des Heiligen Römischen Reichs Uhr-alter Graffen-Saal, Seite 974 (Vermutlich meint Lucae mit Spuhl-Rädern die Spindeln, welche in der Heraldik häufiger als Rauten oder Wecken benannt sind.https://www.heraldik-wiki.de/wiki/Spindel_(Heraldik)) Adrian Beier, Geographus Jenensis: "…Reichs-Graff-und Herrschafft, die in ihrem Wappen geführet vier übereinander geschränkte goldgelbige Gárnwindel oder Spuhlräder in einem rothen Felde oder Schilde."Adrian Beier, Geographus Jenensis, Abbildung der Jehnischen Gegend, Grund und Bodens etc., Seite 196 Das Wappen der Grafschaft Gleisbergk ist als restauriertes farbiges Ornament im Schloss Friedenstein in Gotha, am Westflügel der Hofarkaden zu sehen.http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/aktuell/galerien3/galerie2527.htm Wappen des S.Venantius v. Camarin: "Es steht zu Rom bey Sant Peter ein uralt Monument…das auch gwißlich ein anzeigen ist, das die Herren von Calatin von oben genannten Römischen Burgermaistern her kommen."Matthäus von Pappenheim, „Von dem uralten Stammen und Herkommen der Herren von Calatin, yetzund zu unnser Zeit die Edlen zu Bappenheim, Biberbach, Wildenstain und Elgaw, des hailigen Römischen Reichs Erbmarschälck“ – Ulhart 31. Dezember 1553, Seite XIX Wappen der Reichserbmarschälle von Pappenheim: Unter Kaiser Otto III. (HRR) wurden im Jahr 1001 sieben Deutsche Kurfürsten mit jeweils eigenem Amt – der Erzbischof von Mainz wurde Erzkanzler in den Deutschen Landen, der Erzbischof von Köln wurde Erzkanzler in den Welschlanden und der Erzbischof von Trier wurde Erzkanzler in Gallien, der Herzog bzw. König von Böhmen wurde Erzschenk, der Pfalzgraf bei Rhein Erztruchsess, der Herzog von Sachsen Erzmarschall und der Markgraf von Brandenburg als Erzkämmerer – eingesetzt, um gemeinsam jederzeit einen Kaiser, der auch ein Römischer Kaiser (latein. Caesar und Augustus) sein kann, wählen zu können. Ein jeder dieser Kurfürsten hatte einen Erbmann, der ihn bei Abwesenheit vertrat. Als Erbmänner des Herzogs von Sachsen wurden von diesem die Herren von Calatin erwählt und ihnen die zwei Schwerter zur Führung in ihrem Wappen verliehen.Matthäus von Pappenheim, „Von dem uralten Stammen und Herkommen der Herren von Calatin, yetzund zu unnser Zeit die Edlen zu Bappenheim, Biberbach, Wildenstain und Elgaw, des hailigen Römischen Reichs Erbmarschälck“ – Ulhart 31. Dezember 1553, Seite XL und XLI
Personen 968 Erich, Herr zu Gleisberg, auf dem Thurnier Riddachs des Reichen, Marggraff zu Meißen, in der Stadt Merseburg an der Saal 996 Gotthard, Herr zu Gleisberg, Turniersieger auf dem Turnier Rudolfs, Marggraf zu Sachsen und Herr zu Braunschweig, in Braunschweig 1025/1031 Walthero de Glizberge, Stifter des Klosters S.Jacob „zum Schotten“ in Erfurt 1030 Hildebrand, Bischoff zu Zeitz, Bruder des Walthero 1065–1075 Herman, Graff zu Gleisberg, Feld-Oberster des Kaisers Heinrich IV. wider die Sachsen und Thüringer