Die Gmina Rudnik ist eine Landgemeinde im Powiat Raciborski der Woiwodschaft Schlesien in Polen. Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf (deutsch Rudnik) mit etwa 900 Einwohnern.

Geographie Die Landgemeinde grenzt im Norden an die Woiwodschaft Opole (Oppeln). Ihre Nachbargemeinden sind Baborów, Cisek, Kuźnia Raciborska, Nędza, Pietrowice Wielkie, Polska Cerekiew und die Kreisstadt Racibórz (Ratibor).

Die Gemeinde hat eine Fläche von 73,9 km², davon werden 85 % land- und 7 % forstwirtschaftlich genutzt.

Geschichte Die Gemeinde besteht seit 1973 und gehörte von 1975 bis 1998 zur Woiwodschaft Kattowitz.

Nach einer positiven Abstimmung im März 2016 plant die Landgemeinde, zweisprachige Ortsbezeichnungen einzuführen. Das Dorf Łubowice mit dem Eichendorffzentrum trägt schon den amtlichen deutschen Namen Lubowitz.Radio Mittendrin: Abgestimmt – in der Gemeinde Rudnik werden zweisprachige Ortsschilder aufgestellt, abgerufen am 6. Februar 2020 im Internet Archive (polnisch)

Gliederung Die Landgemeinde Rudnik gliedert sich in folgende Dörfer mit einem Schulzenamt: Brzeźnica (Bresnitz; 1936–1945 Eichendorffmühl) Czerwięcice (Czerwentzütz; 1936–1945 Rotental) Gamów (Gammau) Grzegorzowice (Gregorsdorf) Jastrzębie (Habicht) Lasaki (Lassoky 1936–1945 Weidenmoor O.S.) Ligota Książęca (Herzoglich Ellguth) Łubowice (amtlich deutsch Lubowitz) Modzurów (Mosurau; 1937–1945 Mosern)' Ponięcice (Ponientzütz; 1936–1945 Rittersdorf) Rudnik (Rudnik; 1936–1945 Herrenkirch) Sławików (Slawikau; 1936–1945: Bergkirch) Strzybnik (Silberkopf) Szonowice (Schonowitz; 1936–1945 Schondorf)

Kleinere Siedlungen sind Dolędzin (Dollendzin; 1936–1945 Ludwigstal O.S.) und Folwark.

Politik

Gemeindevorsteher An der Spitze der Verwaltung steht der Gemeindevorsteher. Seit 2006 war dies Alojzy Pieruszka, der 2018 nicht mehr antrat. Bei der turnusmäßigen Wahl im April 2024 wurde folgendes Ergebnis ermittelt:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. November 2025. Piotr Rybka (Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde“) 63,2 % der Stimmen Jan Badurczyk (Wahlkomitee „Dialog und Zuverlässigkeit“) 36,8 % der Stimmen

Damit wurde Amtsinhaber Rybka bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.

Bei der turnusmäßigen Wahl im Oktober 2018 gab es folgendes Resultat:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. November 2025. Piotr Rybka (Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde“) 78,3 % der Stimmen Robert Fiołek (Wahlkomitee Alojzy Pieruszka) 21,7 % der Stimmen

Damit wurde Rybka bereits im ersten Wahlgang zum neuen Gemeindevorsteher gewählt.

Gemeinderat Der Gemeinderat von Rudnik besteht aus 15 Mitgliedern, die in Einpersonenwahlkreisen gewählt werden. Bei der Wahl 2024 wurde folgendes Ergebnis ermittelt:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. November 2025. Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde“ 52,6 % der Stimmen, 7 Sitze Wahlkomitee „Dialog und Zuverlässigkeit“ 40,6 % der Stimmen, 6 Sitze Wahlkomitee „Unsere Gemeinde“ 4,1 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Entwicklung über die Grenzen hinaus“ 2,7 % der Stimmen, 1 Sitz

Bei der Wahl 2018 verteilten sich die Stimmen wie folgt:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. November 2025. Wahlkomitee „Gemeinsam für die Gemeinde“ 58,5 % der Stimmen, 11 Sitze Wahlkomitee Alojzy Pieruszka 24,3 % der Stimmen, 3 Sitze Wahlkomitee „Vereinigte Gemeinde“ 17,2 % der Stimmen, 1 Sitz

Bevölkerung Bis heute leben drei Bevölkerungsgruppen in der Gemeinde: Polen, Deutsche und Schlesier.Vgl.

Volkszählungsergebnisse in Rudnik Sprachen 2002 2012 Anzahl Anteil Anzahl AnteilPolnisch 3054 56,9 % Deutsch 722 13,4 % 1104 >20 %*Schlesisch 550 10,2 % keine Angabe 1026 19,1 %

* Die Ergebnisse der Volkszählung von 2011 wurden mehrfach korrigiert, in der Gemeinde sollen nun aber mehr als 20 Prozent Deutsche leben. Damit könnte die Gemeinde die im polnischen Minderheitenrecht verbürgten Rechte wie zweisprachige Ortsschilder einführen.VdG:

Weblinks

Offizielle Webpräsenz der Gemeinde (polnisch)

Einzelnachweise