h-Moll (englisch B minor) ist eine Tonart des Tongeschlechts Moll mit h als Grundton. Sie wird in der Notenschrift mit zwei Kreuzen (fis, cis) vorgezeichnet. Auch die entsprechende Tonleiter und der Grundakkord dieser Tonart (die Tonika h-d-fis) werden mit dem Begriff h-Moll bezeichnet.

x108px|Vorzeichen für h-Moll

Notenbeispiel Tonleiter im melodischen Moll und Grundakkord:

Verwendung Viele Komponisten der Barockzeit und später (etwa Beethoven und Schubert) assoziierten diese Tonart mit Dunkelheit und Tod. Die h-Moll-Messe von J. S. Bach ist nach dieser Tonart benannt, die Bachs Zeitgenosse Johann Mattheson als „bizarre, unlustig und melancholisch“ beschreibt.Johann Mattheson: Das neu-eröffnete Orchestre. Hamburg 1713, S. 251, koelnklavier.de, abgerufen am 3. April 2020. Beethoven soll sie „schwarze Tonart“ genannt haben (er arbeitete an einer h-Moll-Sinfonie). Auch der Ton h steht oft für den Tod (Schubert: „Die schöne Müllerin“, „Winterreise“).

Position der Tonart im Quintenzirkel

Weblinks

Historische Zitate zur Tonartencharakteristik von h-Moll IMSLP: Kompositionen in h-Moll

Einzelnachweise

Kategorie:Tonart