Hermann Ernst Gustav Barge (* 2. Juni 1870 in Reudnitz; † 24. September 1944 in Zwickau)Genealogische Daten gemäß Frank Heidermanns. war ein deutscher Lehrer und Kirchenhistoriker.
Leben Hermann E. G. Barge war der Sohn des Flötisten und Lehrers Wilhelm Barge, der am Königlichen Konservatorium und im Gewandhausorchester in Leipzig tätig und mit Liane geborene Müller († 1898) verheiratet war. Nach dem Besuch des Nikolaigymnasiums in Leipzig studierte er an den Universitäten Leipzig und Berlin. 1892/92 war er zunächst Hauslehrer in Potsdam. In dieser Zeit promovierte er zum Dr. phil. 1894 legte er das Staatsexamen ab und trat in den Schuldienst, 1909 wurde er zum Professor am Realgymnasium in Leipzig ernannt.Irrtümlich wird Barge gelegentlich als Universitätsprofessor bezeichnet, vgl. hier: gameo.org Zum 1. Oktober 1922 wechselte er als Rektor nach Wurzen. 1931 ging Hermann Barge zurück nach Leipzig, wo er Direktor des Königin-Carola-Gymnasiums wurde.
Nachdem er durch die Luftangriffe auf Leipzig im Zweiten Weltkrieg seine Leipziger Wohnung verloren hatte, zog Barge nach Zwickau, wo er im September 1944 starb.Verdiente Schulmänner verstorben. In: Riesaer Tageblatt vom 30. September 1944 (Digitalisat).
Von 1919 bis 1920 war Hermann Barge für die Deutsche Demokratische Partei Mitglied der Sächsischen Volkskammer.
Schriften (Auswahl) als Hrsg.: Der deutsche Bauernkrieg in zeitgenössischen Quellenzeugnissen (= Voigtländers Quellenbücher. Band 71 und 81). Leipzig o. J. Gründung der ältesten sächsischen Realschule Leipzig und ihre ersten Schicksale. In: Mitteilungen der Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte. 7 (1897), Nr. 3, S. 301–331, (Digitalisat Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, abgerufen am 2. Februar 2020). Andreas Bodenstein von Karlstadt. 2 Bände Brandstetter, Leipzig 1905 1. Band: Karlstadt und die Anfänge der Reformation. 2. Band: Karlstadt als Vorkämpfer des laienchristlichen Puritanismus. , Reprint Olms, Hildesheim 1973 (= Buchkundliche Arbeiten, Band 6), ISBN 3-487-04420-X. Frühprotestantisches Gemeindechristentum in Wittenberg und Orlamünde, Leipzig 1909. Die gedruckten Schriften des Jakob Strauß. In: Archiv für Reformationsgeschichte 32 (1935), S. 100–121, 248–252. Jakob Strauß (= Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte, 162), Leipzig 1937. Geschichte der Buchdruckerkunst, Leipzig: Reclam, 1940. Luther und der Frühkapitalismus, Gütersloh, 1951. Florian Geyer. Eine biographische Studie, Gerstenberg Verlag, Hildesheim 1972, ISBN 3-8067-0124-5.
Literatur Herrmann A. L. Degener: Degeners Wer ist’s?, Berlin 1935, S. 59.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchenhistoriker Kategorie:DDP-Mitglied Kategorie:Person (Leipzig) Kategorie:Schulleiter (Deutschland) Kategorie:Mitglied des Sächsischen Landtags (Weimarer Republik) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1870 Kategorie:Gestorben 1944 Kategorie:Mann