mini|Mascha Riepl-Schmidt bei einer Lesung zum Internationalen Frauentag 2018 in der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Mascha Riepl-Schmidt (* 22. Dezember 1942 als Maja Schmidt in Stuttgart; † 25. März 2026)Andrea Kachelrieß: Nachruf. Mascha Riepl-Schmidt erzählte über Geschichten die Geschichte der Frauenbewegung, in: StZPlus vom 23. April 2026. war eine deutsche Literaturwissenschaftlerin und schrieb Texte zur Frauengeschichte.

Leben Mascha Riepl-Schmidt studierte Romanistik, Philosophie und Germanistik und legte beide Staatsexamen ab. Seit 1982 arbeitete sie in literarischen Projekten zur Geschlechter- und zur Frauengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Seit 1991 hatte sie Lehraufträge zum Thema Frauen- und Familienpolitik, unter anderem an der Fachhochschule für Sozialwesen in Esslingen. Zudem arbeitete sie an der Konzeption der szenischen Darstellung von historischen Frauengestalten und schrieb zahlreiche Aufsätze über Biographien von Frauen in Baden-Württemberg.

Im Jahr 2004 beteiligte sie sich an der Veranstaltungsreihe „100 Jahre Frauenstudium an der Universität Tübingen“ mit der Studium Generale Vorlesung „Die ersten ‚ordentlichen‘ Studentinnen – der Beginn des ‚Frauenstudiums‘ an der Universität Tübingen“.Vorlesung am 28. April 2004 ab 0:03:31

Im Jahr 2016 wurde sie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena mit einer Arbeit zum Leben und Werk von Therese Huber promoviert.Miriam Seidler: Mascha Riepl-Schmidt: Therese Huber (1764–1829) – „Ich will Weisheit tauschen gegen Glück“. Ein Leben als Bildungsroman. Peter Lang 2016, 627 Seiten. In: Anuari de Filologia. Literatures Contemporànies 7/2017, S. 155–158. (Online PDF)

Seit Mitte der 1990er Jahre nutzte sie ihren Rufnamen „Mascha“ als Autorinnennamen.

Am 8. Mai 2026 wurde Mascha Riepl-Schmidt nach einer Trauerfeier in einem Urnengrab auf dem Fangelsbachfriedhof beigesetzt.Peter Grohmann: Rede für Mascha Riepl-Schmidt am 8. Mai 2026. Trauerfeier in Stuttgart. PDF Abgerufen am 13. Mai 2026.

Mitgliedschaften Riepl-Schmidt war Mitbegründerin und stellvertretende Vorsitzende des Vorstands des Theaterhauses Stuttgart. Sie engagierte sich bei der Stuttgarter Initiative Stolpersteine, dem Theaterprojekt StolperKunst und bei Die AnStifter. Zudem war sie Mitglied im Verein Frauen & Geschichte Baden-Württemberg.

Publikationen (Auswahl) Bücher

Aufsätze Elisabeth Hartnagel, geb. Scholl (1920 - 2020). Eine Würdigung der Schwester von Sophie und Hans Scholl, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, 2020. Clara Zetkin, das Frauenwahlrecht und ihre "Parteikarrieren" in der SPD, der USPD und der KPD, in: Sabine Holtz und Sylvia Schraut (Hg.): 100 Jahre Frauenwahlrecht im deutschen Südwesten. Eine Bilanz, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-17-039338-7, S. 187–202. Wegbereiterinnen der Demokratie, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, 2019. Clara Zetkin (1857–1933), Stadtarchiv Stuttgart, 19. April 2018.

Henriette Arendt. Die erste deutsche Polizeiassistentin des Deutschen Reiches seit 1903.

Weblinks

Stuttgarter Stolpersteine StolperKunst

Einzelnachweise

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