Der Coral World Grand Prix 2020 war ein Snookerturnier der Snooker Main Tour der Saison 2019/20. Es wurde vom 3. bis 9. Februar in Cheltenham ausgetragen. Wie im Vorjahr war The Centaur, eine zur Pferderennbahn der südwestenglischen Stadt gehörende Veranstaltungshalle, der Austragungsort.
Qualifiziert für den Grand Prix waren die 32 erfolgreichsten Spieler der Einjahres-Rangliste der bisherigen Saison vom Riga Masters 2019 bis zum German Masters 2020, das erst unmittelbar vor Turnierbeginn zu Ende gegangen war.
Zum zweiten Mal war der World Grand Prix Teil einer Turnierserie, die vom Wettanbieter Coral gesponsert wurde. Es folgte die Players Championship 2020 mit den Top 16 der Saisonrangliste und abgeschlossen wurde der sogenannte Coral Cup mit der Tour Championship 2020, dem Top-8-Finale.
Im Vorjahr hatte der Engländer Judd Trump gewonnen, der am Saisonende auch Weltmeister wurde. Er unterlag jedoch im Achtelfinale seinem Landsmann Kyren Wilson. Sieger wurde Neil Robertson. Er besiegte im Finale Graeme Dott mit 10:8. Es war der dritte Titel für den Australier in dieser Saison.
In der nächsten Saison wurde der World Grand Prix auf den Dezember vorgezogen, so dass es im Kalenderjahr 2020 das Turnier zweimal gab.
Preisgeld Das Preisgeld blieb für alle Platzierungen dasselbe wie im Vorjahr. Lediglich die Prämie für das höchste Turnierbreak wurde auf 10.000 £ verdoppelt, weil in dieser Saison der Jackpot für ein Maximum Break abgeschafft worden war. Somit war der Preistopf geringfügig auf 380.000 £ angewachsen. Preisgeld Sieger 100.000 £ Finalist 40.000 £ Halbfinalist 20.000 £ Viertelfinalist 12.500 £ Achtelfinalist 7.500 £ Letzte 32 5.000 £ Höchstes Break 10.000 £ Insgesamt 380.000 £
Turnierergebnisse Die Setzliste des Turniers entsprach der Rangliste der 32 erfolgreichsten Profispieler der Saison 2019/20 bis einschließlich des German Masters. Sie traten gemäß der Standardansetzung für 32 Spieler gegeneinander an.
Finale Für Neil Robertson war es das dritte Finale in Folge, das European Masters hatte er gewonnen, das German Masters unmittelbar vor dem World Grand Prix ging verloren. Graeme Dott war Halbfinalist des German Masters gewesen, zwei Jahre zuvor hatte er dort auch im Finale gestanden, seit den China Open 2007 aber kein Turnier mehr gewonnen. Robertson holte sich Frame 1, verlor aber Frame 2 trotz eines 63er-Breaks. Auch der nächste Frame ging an Dott, bevor der Australier in Fahrt kam und vier Frames in Folge holte, davon zwei mit Century-Breaks. Den letzten Frame der Session holte aber der Schotte, der damit auf 3:5 verkürzte.
Der Abend begann wechselhaft bis zum 5:6, dann war es erneut Robertson, dem eine Serie mit drei Framegewinnen und zwei Centurys gelang. Der 9:5-Zwischenstand bedeutete, dass der Australier nur noch einen Frame vom Sieg entfernt war. In Frame 15 ließ er aber nach 43 Punkten die Chance aus und Dott „stahl“ noch den Frame. Robertson verlor den Faden und gab auch den nächsten Frame ab. Als er im folgenden Frame aber ein 69-Punkte-Break vorlegte, schien die Entscheidung gefallen, da bei 43 Punkten Vorsprung nur noch 35 Punkte auf dem Tisch lagen. Doch Dott gelang dreimal ein Snooker, der Australier verpasste jedes Mal und der Schotte schaffte den Anschluss zum 8:9. In Frame 18 übernahm aber erneut Robertson die Initiative. Er verpasste zwar erneut die direkte Entscheidung, diesmal konnte Dott aber nicht mehr kontern und Robertson vollendete schließlich zum 10:8. Es war sein dritter Sieg in der Saison und sein 18. Ranglistentitel insgesamt.
Century-Breaks 17 Profis gelangen im Turnierverlauf Breaks von 100 oder mehr Punkten. Insgesamt wurden 33 Centurys erzielt, alleine 9 gelangen dem Turniersieger Neil Robertson, 5 davon trugen zu seinem 10:8-Finalsieg bei. Im Finale erzielte er auch das höchste Turnierbreak mit 142 Punkten, für das es noch einmal 10.000 £ als Extraprämie gab. Neil Robertson 142, 140, 127, 110, 107, 105, 101, 100 (2×) Judd Trump 138, 100 (2×) Matthew Selt 134 Ronnie O’Sullivan 132, 129, 120, 102, 100 Mark Selby 131, 111 Mark Allen 130 Li Hang 129 Kyren Wilson 129 Michael Holt 122 Scott Donaldson 120, 114 David Gilbert 115 Thepchaiya Un-Nooh 107 Joe Perry 106 Liang Wenbo 105 Graeme Dott 103 Zhao Xintong 103 Xiao Guodong 101
Quellen
Weblinks 2020 World Grand Prix bei CueTracker
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