alternativtext=BONDAGE, aluminum|mini|BONDAGE alternativtext=BLOW UP II|mini|BLOW UP II
Stephan Marienfeld (* 24. Dezember 1966 in Hattingen) ist ein deutscher Bildhauer.
Leben Der ausgebildete Steinbildhauer Stephan Marienfeld arbeitete zehn Jahre lang als Assistent und Atelierleiter von Tony Cragg in Wuppertal, setzte dessen Entwürfe um und war an der Umsetzung bekannter Kunstwerke beteiligt. Von 2003 bis 2006 lehrte Marienfeld an der Freien Kunstakademie in Essen. Marienfeld lebt und arbeitet heute in Hattingen an der Ruhr.
Werk Arbeiten Marienfelds sind geprägt vom Spiel mit dem Material. Der künstlerische Durchbruch gelang Stephan Marienfeld mit seiner Werkgruppe „Dislike“. Die aus unterschiedlichen Materialien und Farben bestehenden Skulpturen werden an Wände, Bäume oder Säulen gebunden. Die Skulptur scheint dabei fliehen zu wollen, und nur das Seil hält sie davon ab. Entgegen der heute in sozialen Medien massenhaft gedankenlos verteilten „Likes“ stehen die „Dislikes“ von Stephan Marienfeld für Individualität. Die scheinbar eigenwilligen Skulpturen sind mit ihrer charakteristischen Form und den grellen Farben ein Statement gegen Uniformität. Einige Dislikes lassen sich in und an öffentlichen und privaten Gebäuden in deutschen Städten entdecken. Zur Biennale in Venedig 2019 flankierten außerdem zwei Skulpturen den Eingang zum Palazzo Mora mit der Ausstellung „Space, Time and Existence“. Auch bei der renommierte Schweizerische Triennale der Skulptur in Bad Ragaz 2021, finden sich Stephan Marienfelds "Blow-up"-Skulpturen, zum Teil an Bäume geschnürt, wieder.
International bekannt machte Stephan Marienfeld die Werkserie „Bondage“. Der Titel deutet auf die Kunst des Schnürens hin und verleiht damit den Skulpturen eine erotische Konnotation. In diesem Sinne können die Arbeiten als Neuinterpretation der Gattung Akt gesehen werden. Übersetzt bedeutet Bondage aber auch Zwang oder Knechtschaft. Der scheinbare Ausbruchskampf der Skulptur thematisiert dementsprechend ebenso die Beherrschung von Material – ein maßgebliches Thema aller Arbeiten Marienfelds. Das Spiel zwischen Spannung und Wölbung lässt die harten Materialien weich und formbar wirken, wie z. B. auch in der Werkserie „Blow up“ oder in der Installation „Now“. "Großflächig treten hier die Wölbungen über die Schnürungen und Seile hinaus, als ob die Skulptur von innen aufgeblasen worden wäre. Wieder ist es das Spiel des Lichtes in den Wölbungen, die Stephan Marienfeld besonders interessiert. Durch die vertikale Ausrichtung assoziiert der Betrachter teils menschliche Formen und Figuren. Jede Skulptur wird zum eigenen Charakter."
Auch in seinen weiteren Werkgruppen spielt Stephan Marienfeld mit der Bedeutung und optischen Veränderung von Material. Dabei nutzt er Porzellan, Polyester, Bronze, aber auch Beton und Aluminium, wie in den Serien „Cubes“ und „Cans“.
Auszeichnungen (Auswahl) 2001: Kunstpreis der Stadt Hollerfeld 2002: Kunstpreis der Stadt Neuss 2002: Kunstpreis der Stadt Korschenbroich 2005: Kunstpreis der Stadt Hattingen 2011: Ennepe-Ruhr-Kunstpreis, 3. Platz,EN-Preis für eine Unbekannte IKZ-online.de, abgerufen am 10. Februar 2020 2013: nominiert für DEW 21-Kunstpreis 2015: nominiert für Ennepe-Ruhr-Kunstpreis 2015: nominiert für Rhine-Price 2016: nominiert für BLOOM-Award 2017: nominiert für den Ennepe-Ruhr-Kunstpreis
Ausstellungen (Auswahl)
2003: Stadtmuseum Hattingen 2007: Kunstverein Hattingen 2008: Kunsthal Rotterdam 2010: Zeche ‚Unser Fritz‘, Herne 2011: Kunstverein Lemgo 2012: Burg Lüdinghausen 2012: Kunstverein Ahaus 2013: Stadtwerke Witten 2014: Pinakothek der Moderne, München 2019: Palazzo Mora, Venedig
Quelle
Museen und Sammlungen (Auswahl)
Clingenbosch/Museum Voorlinden, Wassenaar, NL Museum im Glaspalast, Augsburg Pinakothek der Moderne, München Das Kleine Museum, Weißenstatt am See
Baywobau AG, München National Bank AG, Essen ECC European Cultural Centre, NL-Amsterdam
CALDIC Collection, NL-Wassenaar, HWG eG Hattingen, Volksbank Sprockhövel
Quelle Weblinks
Offizielle Website
Belege
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