mini|Judith Huber in einer Performance mit Andrea Saemann und Ursula Scherrer, 2026 mini|Judith Huber mit 2x Fichte, 2017 Judith Huber (geboren am 11. Oktober 1964 in Falkirk) ist eine Schweizer Performance-Künstlerin und Kuratorin, die in Luzern lebt. Als Vorstandsmitglied von PANCH – Performance Art Network CH setzt sie sich für die Sichtbarkeit von Performancekunst in der Schweiz ein. Sie gewann 2018 den Performancepreis Schweiz.
Leben Judith Huber ist in Zürich aufgewachsen. Sie hat an der HGK Luzern (heute Teil der Hochschule Luzern) Freie Kunst studiert. 2015 machte sie den Master of Contemporary Arts Practise an der Hochschule der Künste Bern.
Huber war von 1997 bis 1999 Assistentin an der Schule für Gestaltung Luzern HFG (heute Teil der Hochschule Luzern). Von 2002 bis 2007 war sie im kuratorischen Team und Vorstand der selbstverwalteten Kultureinrichtung Kaskadenkondensator Basel mit. Unter anderem organisierte sie dort Performancereihen und Auftritte als Sondergast der Messe für junge Kunst Liste Art fair in Basel.
Von 2005 bis 2011 hatte sie die künstlerische Leitung des Festivals Kunstexpander Aarau inne. 2007 gehörte sie zu den Mitbegründerinnen von OFFOFF, einem Zusammenschluss von unabhängigen Kunsträumen der Schweiz. Von 2008 bis 2017 war sie Geschäftsführerin des Forums Neue Musik Luzern.
2001 gründete Huber in Luzern das Performancefestival migma Performance, an dessen künstlerischer Leitung sie bis heute beteiligt ist. 2014 hat sie das schweizweite PANCH – Performance Art Network CH mitgegründet, dessen Kopräsidentin sie seit der Gründung ist. 2018 gewann sie mit ihrer Arbeit 2 x Fichte in Basel den Performancepreis Schweiz sowie den Publikumspreis.
Judith Huber ist an Netzwerken und selbstorganisierten Strukturen interessiert und veranstaltet in ihrem Atelier in Luzern Emmenbrücke, genannt (ort), regelmässig Performances. Bei ihrer kuratorischen Tätigkeit arbeitet sie mit Partnern aus den Bereichen Musik und Bildender Kunst zusammen, um die Überschneidungen der drei Kunstrichtungen sichtbar zu machen, so zum Beispiel an den Performancetagen Luzern 2017 mit der Kunsthalle Luzern und dem Forum Neue Musik. Auch in ihren Performances spielen Musik und Klang eine wichtige Rolle. In ihrem künstlerischen Schaffen thematisiert sie die Beziehungen zwischen Raum, Bewegung und Körperlichkeit.
Auszeichnungen 2004: Atelierstipendium Berlin 2005: Werkbeitrag Stadt und Kanton Luzern für Ushi-Gake & Ashi-Dori (zusammen mit Pascale Grau) 2008: Werkbeitrag Stadt und Kanton Luzern für performative Wort- und Literaturprojekte (zusammen mit p&s netzwerk Kultur) 2015: Arbeitsaufenthalt Casa Zia Lina Elba (zusammen mit Christoph Stehlin) 2018: Performancepreis Schweiz 2018: Publikumspreis Performancepreis Schweiz 2018: Werkbeitrag Kanton Luzern 2019: Atelieraufenthalt NAIRS Zentrum für Gegenwartskunst
Werke (Auswahl ab 2004) 2004: ring ring; Performancefestival Bone Bern, mit Pascale Grau 2004: Brut; La Bâtie, Festival de Genève 2005: Snapshots; Performance, Ausstellungsraum Restitution Berlin 2005: FIZZICAL II; Stromereien Zürich 2005: Brut; Kunstkredit Baselstadt, 1. Runde 2006: Ushi-Gake & Ashi-Dori; Performance mit Pascale Grau; Theaterhaus Gessnerallee Zürich 2006: Cephalopoda; Jubiläumsausstellung „Zweite Zeit“ HGK Luzern im Kunstmuseum Luzern 2006: Capitulum; Installation; Jubiläumsausstellung HGK Luzern im Kunstmuseum Luzern 2007: I’m always in your neighbourhood: Videoarbeit für Mata Hari, Kunstpanorama Luzern 2007: changeable: „Der längste Tag“ Zürich 2007: Billy; Coiffure dell'arte Luzern, zu 30 Jahre IG Kultur Luzern 2008: huhu uaua; DatanzDa P3 Gessnerallee Zürich 2009: non stop improvisation, LISTE 09, The Young Art Fair 2009: Altare: Innerhalb der Ausstellung „vom Staub“, Forum Schlossplatz Aarau 2009: Spyderwoman. „Basler Walzer“ im Rahmen vom Wildwuchsfestival Basel 2010: Was beschäftigt dich sonst noch, Kaskadenkondensator Basel 2010: inside_outside; sic! Raum für Kunst Luzern 2011: composition I; 10th International Performance Art Giswil 2011: composition II: Die Kunst der Begegnung IV, Basel 2012: Rampe/composition III: Performancetag NEU-OERLIKON 2012: composition IV: Performancefestival Navinki Minsk 2013: mapping pong: Eine Performance mit Angela Hausheer, Zürich 2013: The sound of my shoulder: Dimanche Rouge Festival Tallinn, Helsinki 2014: The sound of my shoulder: Festival Blauverschiebung Leipzig 2015: Simulacrum: Kaskadenkondensator Basel, mit Silvia Isenschmid 2015: Song 2: Screamscape Fri Art Kunsthalle Fribourg, mit Silvia Isenschmid 2015: sounding: Trudelhaus Baden 2015: to finde out how the land lies: Kunsthaus Pasquart, Biel 2016: Die Zürcher Künstlerin: LEGS Zürich, corner college 2017: happen Performanceabend: Nidwaldner Museum Stans 2017: to find out how the land lies: Interakcje Festival Polen 2017: Ein Hauch: LEGS Turbine Giswil 2017: 2x Fichte: CAMP Festival Potsdam Berlin 2018: the sound of my shoulder: Walcheturm Zürich, mit Karin Ernst, Jan Schacher, Angela Stöcklin 2018: Werk.Statt I, Werkstatt Augustin Luzern, mit Jens Nielsen, Laura Laeser, eingeladen vom FNML 2018: "Judith mit Axelle" & "Axelle mit Judith": PROGR Performanceplattform Bern, mit Axelle Stiefel 2019: 2x Fichte: happen Performanceabend: Nidwaldner Museum Stans 2019: 2x Fichte: Museum Tinguely Basel 2022: Helene & Maria: Ankauf Stadt Luzern, Kunstmuseum Luzern 2024: performative Release Scissor*hood mit Les Reines Prochaines im öffentlichen Raum Basel 2024: Performance on air, Radio Lumpenstation 06.10.24, Kunsthaus Biel/Centre d'art Bienne 2025: Performanceformat LEGS, le ventre, alte Synagoge Hegenheim
Literatur, Texte Maria Vogel: Kartoffelstock-Erotik und ein Bücher-Brunnenbad. Kunstpanorama Luzern: Surprise mit Performances. In: Neue Luzerner Zeitung, 19. Dezember 2000, S. 47 Kurt Beck: Zwei Frauen ringen um den richtigen Ausdruck. In: Neue Luzerner Zeitung, 19. Januar 2004, S. 9 Sabine Gebhardt Fink, Muda Mathis und Margarit von Büren (Hrsg.): Aufzeichnen und Erinnern. Performance Chronik Basel (1987–2006). Berlin und Zürich: diaphanes, 2016, ISBN 978-3-03734-634-1
Megazin 5: Soziale Eleganz - das Zine zur Ausstellung BANG BANG Museum Tinguely, Basel 2022, Existenz & Produkt, 2023, ISBN 978-3-907364-01-7
Weblinks Website von Judith Huber Bilder und Videos von 2x Fichte
Internetauftritt von PANCH Mediathek, Fachhochschule Nordwestschweiz (ort) – Raum für Performance
Einzelnachweise
Kategorie:Performancekünstler (Schweiz) Kategorie:Bildender Künstler (Luzern) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Frau