Wehden ist die Bezeichnung für einen Familiennamen, Varianten sind Weden, Wäden. Der Familienname wird im Duden (2005) nicht genannt. Der Duden beschreibt die Namensform allgemein Wehde als Wohnstättennamen.

Namensforschung Der mecklenburger Sprachforscher Richard Wossidlo stellte orts-, amts- und besitzbezogene Bedeutungen der Wedd und Wedde in ein Wörterbuch. Diese amts- und besitzbezogene Deutung kommt im Duden nicht vor, dies ist anschließend mit Belegen erklärt und wäre in Zukunft in der Namensdeutung mit aufzunehmen.

Weitere Herkünfte des Namens Wehden als Bezeichnung für stillstehende Gewässer, ViehtränkeÖlstiftzeichnung des Malers Lorenz Kaim 1880, Festung Rosenberg mit Wehden oder Zisternen. (1000 Jahre Kronach e.V. von 2007)

Namensableitungen Wehdendung, niederdeutscher Pflanzenname für den giftigen Wasserschierling (wodendungel, 1587 Hamburg) Wedekind, deutscher Rufname (widu + kind) zum Familiennamen geworden, bereits 1370 als Wittekind in Goslar bezeugt Wedemann Ableitung auf -mann Standesname für einen Bauern, der kirchliches Gut bewirtschaftete (mnd. wedeme, kirchlicher Grund und Boden)

Frühe Erwähnungen des Namens 1230 Wedighe von Losten, Bestätigung des Besitzes des Klosters Broda 1290 Wedigo, Kloster Broda 1327 Wedige von Plate zu Peccatel, Vogt von Penzlin 1373 Verkauf einer Hölzung Wedige (Weeden)In Sierksrader Geschichte beschrieben, 1401 dann Halben Wedeghe genannt. 1376 in Lüneburg als Heyne van dem Wede bezeugt.

Namensherkunft Orte und Flurnamen

Wedensee bei Klein Vielen in MV (auch Wehden See), westliche Verlängerung der historischen Isern Purt (Eiserne Pforte), eine slawische Landhemme (Landwehr) Wedenfurt, historische Furt, heute ein Wasserdurchlass am Penzliner Zipfel an der B 193 Wedendorf, Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern Wehden, Ort in Niedersachsen Auf dem Wehden, bei Segeberg (siehe Kattendorf) Wehden, ein Meyerhof, bei Ratzeburg (Kirchspiel Groß Berkentien) Rondeshagener Wehden, Gutsname um 1802, 1904 Göldenitzer Weeden genannt Wehdenbruch, Naturschutzgebiet Naturwald Wede, Wohnstättenname zu mnd. wede für Wald, Hölzung, Holz. Wedde, Wohnstättenname zum Gewässernamen Wedde, linker Nebenfluss der Oker in Niedersachsen Große Wedde, Verbindungsgewässer zwischen Spykerschen See und dem Jasmunder Bodden auf Rügen Weddeort bei Glowe auf Rügen Pribowsche Wedde bei Rugenhof / Samtens auf Rügen Landower Wedde bei Landow auf Rügen Wedde, eine Strafgeld einziehende Behörde der Stadt Hamburg bis 1865 Wedding, Ortsherkunftsname (Berlin), Weddingen in Niedersachsen, Alten-, Langen- und Osterweddingen in Sachsen-Anhalt Wedding, patronymische Bildung auf -ing von Wedde Wedemeyer, Standesname, nähere Bezeichnung eines Meiers, Angabe seiner Abhängigkeit von der wedeme bzw. durch die Lage des Hofes im Wald (zu mnd. wede = Wald) (Quelle:)

Vorkommen in Deutschland Bei der Namenshäufigkeit in Deutschland steht Weden an Stelle 64441 und Wehden an Stelle 63519. Weden 54 Vorkommen entspricht 144 Namensträger, höchster Anteil 38,9 % der Weden wohnen in MV im Raum Neubrandenburg / Neustrelitz. Wehden 55 Vorkommen entspricht 144 Namensträger, höchster Anteil 32,7 % der Wehden wohnen in MV im Raum Neubrandenburg / Neustrelitz.

Namensträger Elisabeth Weden, geb. Dabers († 1697) vorletzte in Mecklenburg verbrannte Hexe, 1697 in Penzlin Friedrich Weden, (um 1800) Statthalter in Peckatel (Klein Vielen)Kirchbuch Lüdershagen 5.Sept.1846, Friedrich Weden, Schwiegervater des Gutbesitzers von Striggow Johann Ernst Lagemann (1838) Julia Weden (* 1968), deutsche Schauspielerin und Schauspieldozentin Jochim Wäde, 1703 Kirchjurat in Peckatel (Klein Vielen)

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Familienname