Anita Hugi (* 1975 in Grenchen) ist eine Schweizer Autorin, Produzentin, Journalistin, Redaktorin, Filmemacherin und Festivaldirektorin. Sie war von 2006 bis 2016 verantwortliche Redaktorin des Dokumentarfilmprogramms Sternstunde Kunst von SRF, von 2016 bis 2018 Programmdirektorin des Festival International du Film sur l’Art (FIFA) in Montreal (Kanada) und von August 2019Anita Hugi wird neue Direktorin der Solothurner Filmtage. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. Juni 2019. bis August 2021Fränzi Zwahlen: Nach Abgang der Direktorin: Filmtage-Präsident Geiser erklärt die Neuorganisation. In: Solothurner Zeitung. 12. August 2021. Direktorin der Solothurner Filmtage. Seit September 2023 ist sie Leiterin des Departements Film an der Genfer Hochschule für Kunst und Design (Haute école d'art et de design).

Werdegang Anita Hugi erlebte die frühe Kindheit im französischsprachigen Vauffelin im Jura-Gebirge und absolvierte ihre Schulzeit im zweisprachigen Biel. Sie studierte Übersetzungswissenschaften an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Zürich und Strassburg mit einem Nachdiplom in Kulturkritik und Journalismus.

Sie arbeitete ab 1999 als freie Mitarbeiterin für verschiedene Schweizer Medien wie Der Bund, St. Galler Tagblatt, Basler Zeitung, Klartext, NZZ am Sonntag und WOZ Die Wochenzeitung und wurde 2005 verantwortliche Redaktorin der Sternstunde Kunst von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Zwischen 2005 und 2016 programmierte, produzierte und begleitete sie mehr als 130 Schweizer Produktionen, auch die Filmreihe Cherchez la femme mit Filmen zu Sophie Taeuber-Arp, Meret Oppenheim, Manon und S. Corinna BilleAnita Hugi: Unerzählte Biographien: Cherchez la femme! SRF, 4. November 2013., und initiierte den Filmentwicklungspreis Perspektive Sternstunde Kunst, der seit 2013 an den Solothurner Filmtagen verliehen wird.. Website der Solothurner Filmtage, Januar 2021. Als verantwortliche Redaktorin der Sternstunde Kunst begleitete und programmierte sie über 600 internationale Filmproduktionen, zuletzt u. a. Filme zu Werk und Leben der Filmemacherin Marceline Loridan-IvensMarceline – Eine Frau, ein Jahrhundert. SRF, Highlights aus dem Programm von Sternstunde Kunst, 12. Juni 2020., der Fotografin Dora Maar oder der Designerin Charlotte Perriand.

Im Juni 2016 übernahm sie die Programmdirektion des Festival International du Film sur l’Art (FIFA) in Montréal (Kanada) und am 1. August 2019 die Direktion der Solothurner Filmtage, der Werkschau des Schweizer Films. Im August 2021 wurde sie gegen ihren Willen als Direktorin der Solothurner Filmtage abgelöst.Eklat um Führung des Festivals. In: persoenlich.com. 12. August 2021. 2022 übernahm sie die Leitung des Fachbeirats Kultur des Schweizer Landesausstellungsprojekt Svizra27.

Als Journalistin und Herausgeberin veröffentlichte sie 2009 zusammen mit der Künstlerin Lena Eriksson und der Journalistin Judith Stofer das digitale Online-Magazin Neuland Magazin. Von 2005 bis 2019 war sie im Vorstand der Freien Berufsjournalistinnen und -journalisten Zürich (FBZ), wo sie 2010 den «Preis für unabhängige Journalisten» initiierte und veranstaltete.

Wirken Grundsätzlich interessiert sie sich als Autorin, Kuratorin und Produzentin für filmische Erzählformen, auch neue und interaktive, wie sie die neuen Technologien möglich machen. Diese Unternehmen verfolgt sie mit ihrer Firma Narrative Boutique und eigenen Projekten wie den interaktiven Dokprojekten Die rote Hanna im Jahr 2018, DADA-DATA, das sie zusammen mit David Dufresne 2016 realisiert hat und das unter anderem mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde, oder 2015 dem Filmessay zu Undine Gruenter Undine – Das Projekt der Liebe, für den sie 2016 den LiteraVision-Fernsehpreis erhielt, und 2022 den Dokumentarfilm Heidis Alptraum. Sie ist als Jurorin und Dozentin tätig.

Filmografie 2013: Der Jura tickt anders – Kultur an der Peripherie, von Anita Hugi, Christian Walther 2014: Lilly Keller – Pflegen Sie Ihren Garten 2015: Undine, das Projekt zum Lieben 2016: Dada Data, mit David Dufresne 2018: Hanna la Rouge, von Anita Hugi 2017: The Departed, von David Dufresne 2012: Sophie Taeuber Arp – Eine berühmte Fremde, von Marina Rumjanzewa, Anita Hugi 2016: Dada-Prinzip, von Marina Rumjanzewa (Produktion) 2021: Lockdown Dada Dance, von Patrick Lindenmaier, Anita Hugi 2022: Marionettes in Motion, von Marina Rumjanzewa (Produktion) 2022: Heidis Alptraum, mit Yoichi Kotabe, Petra Volpe und Marthe Keller

Weblinks Anita Hugi bei Swiss Films

Interaktives Web-Dokprojekt Dada Data von Anita Hugi und David Dufresne, lanciert zum 100. Geburtstag der Kunstbewegung, 2016 Die rote Hanna, interaktives Dokprojekt von Anita Hugi in Zusammenarbeit mit Anja Kofmel und David Dufresne, 2018 Heidis Alptraum, Dokumentarfilm zu der Pop-Ikone Heidi und ihrer unbekannten Schriftstellerin Johanna Spyri. Buch und Regie Anita Hugi, 2022 Undine – Das Projekt der Liebe, Filmprojekt zu der Schriftstellerin Undine Gruenter, 2016 Le Jura, vivier culturel, mit Christian Walther, RTS / SRF, 2013 Die bekannte Unbekannte – Sophie Taeuber-Arp, Reihe Sternstunde Kunst (SRF), Film von Marina Rumjanzewa, Idee und Produktion Anita Hugi, 2012 (über Sophie Taeuber-Arp) Cultiver son jardin – Zu Besuch bei der Künstlerin Lilly Keller, Reihe Sternstunde Kunst (SRF), Film von Anita Hugi, 2014 (über Lilly Keller)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Hochschullehrer (Haute École d'art et de design Genève) Kategorie:Autor Kategorie:Journalist (Schweiz) Kategorie:Person (Fernsehen) Kategorie:Person (Feminismus) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Frau