Die Liste der Stolpersteine in Duisburg-Rheinhausen enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts von Gunter Demnig in Duisburg-Rheinhausen verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Duisburg lebten und wirkten. Es ist bekannt, dass etwa 1300 Juden zur Zeit des Nationalsozialismus in Duisburg lebten.
Bergheim Adresse Name Verlege- datum InschriftBildAnmerkung Grabenacker 122 HIER WOHNTEALFRED HITZJG. 1908WIDERSTANDSKÄMPFERERMORDET 1935VON DERGESTAPO 140px Schmiedestraße 15 HIER WOHNTEHEINRICH BACHLERJG. 1900IM WIDERSTANDKZ BRAUWEILERKZ BORGERMOORTOT 1944AN HAFTFOLGEN 140px Heinrich Bachler wurde (als Mitglied der KPD) am Tag des Reichstagsbrandes in „Schutzhaft“ genommen und über das KZ Brauweiler ins KZ Börgermoor verbracht. Dort starb er am 14. Januar 1944 an den Folgen der unmenschlichen Haftbedingungen.„Gegen das Vergessen: Stolpersteine in Wanheimerort“ in duisburgamrhein-betrachtungen.de
Friemersheim Adresse Name Verlege- datum InschriftBildAnmerkung Kaiserstraße 60 HIER WOHNTE SALLY GOLDSCHMIDT JG. 1871 DEPORTIERT 1941 RIGA ERMORDET 1944 KZ STUTTHOF 140px|Stolpersteine in Duisburg: Sally Goldschmidt Samuel "Sally" GoldschmidtSally Goldschmidt. bundesarchiv.deSally Goldschmidt. yadvashem.orgSally Goldschmidt. ushmm.org wurde am 1. Juni 1871 in Bühne geboren, zwei Kinder sind bekannt: Walter (* 1903) und Thea (* 1905). Sally wurde am 11. Dezember 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde. HIER WOHNTE WALTER GOLDSCHMIDT JG. 1903 DEPORTIERT 1941 ERMORDET IN RIGA 140px|Stolpersteine in Duisburg: Walter Goldschmidt Walter GoldschmidtWalter Goldschmidt. bundesarchiv.deWalter Goldschmidt. ushmm.org wurde am 9. April 1903 als Sohn von Sally Goldschmidt in Krefeld geboren. Walter wurde am 11. Dezember 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde. HIER WOHNTE THEA GOLDSCHMIDT JG. 1905 DEPORTIERT 1941 ERMORDET IN RIGA 140px|Stolpersteine in Duisburg: Thea Goldschmidt Thea GoldschmidtThea Goldschmidt. bundesarchiv.deThea Goldschmidt. yadvashem.orgThea Goldschmidt. ushmm.orgThea Goldschmidt (2). ushmm.orgThea Goldschmidt (2). ushmm.org wurde am 16. Mai 1905 als Tochter von Sally Goldschmidt in Krefeld geboren. Thea wurde am 11. Dezember 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga verbracht und von dort aus am 9. August 1944 ins KZ Stutthof deportiert, wo sie am 23. November 1944 umgebracht wurde. Kronprinzenstraße 104 vor 2010 Der Stein wurde am 26. Januar 2020 am Verlegungsort nicht vorgefunden, soll aber verlegt worden sein.Dreihundert Stolpersteine in Duisburg. (PDF; 61 MB) Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, S. 328. Moritz RothschildMoritz Rothschild. bundesarchiv.deMoritz Rothschild. yadvashem.orgMoritz Rothschild (2). yadvashem.orgMoritz Rothschild. ushmm.org wurde am 7. Februar 1872 in Rheinhausen geboren. Moritz wurde am 21. Juli 1942 ab Düsseldorf mit dem Transport VII/1, Zug Da 70, Nr. 720 ins Ghetto Theresienstadt verbracht und von dort aus am 21. September 1942 mit dem Transport Bp, Nr. 1090 ins Vernichtungslager Treblinka deportiert, wo er ermordet wurde. Wilhelmstraße 1 HIER WOHNTE GUSTAV ROTHSCHILD JG. 1869 ENTRECHTET FLUCHT 1939 HOLLAND VERSTECKT BEFREIT 1944 140px|Stolpersteine in Duisburg: Gustav Rothschild Gustav RothschildDreihundert Stolpersteine in Duisburg. (PDF; 61 MB) Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, S. 329.Jenny Bünnig, Kurt Walter: Stolpersteine in Duisburg. Band II. (PDF; 1,7 MB) S. 44. wurde am 18. Dezember 1869 in Friemersheim geboren, als Beruf wird Metzger angegeben. Gustav heiratete Rose Schmelzer, drei Kinder sind bekannt: Friedrich, Kurt und Erich. Die Familie Rothschild emigrierte im Oktober 1939 in die Niederlande und überlebte die Shoa. Gustav verstarb am 15. Januar 1955 in Goirle. HIER WOHNTE ROSE ROTHSCHILD GEB. SCHMELZER JG. 1878 ENTRECHTET FLUCHT 1939 HOLLAND VERSTECKT BEFREIT 1944 140px|Stolpersteine in Duisburg: Rose Rothschild Rose SchmelzerDreihundert Stolpersteine in Duisburg. (PDF; 61 MB) Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, S. 330. wurde am 24. April 1878 in Hennweiler geboren. Sie heiratete Gustav Rothschild, drei Kinder sind bekannt: Friedrich, Kurt und Erich. Die Familie Rothschild emigrierte im Oktober 1939 in die Niederlande und überlebte die Shoa.
Hochemmerich Adresse Name Verlege- datum InschriftBildAnmerkung Annastraße 2 vor 2010 Der Stein wurde am 26. Januar 2020 am Verlegungsort nicht vorgefunden, soll aber verlegt worden sein.Dreihundert Stolpersteine in Duisburg. (PDF; 61 MB) Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, S. 321. Philipp WallachPhilipp Wallach. bundesarchiv.dePhilipp Wallach. yadvashem.orgPhilipp Wallach (2). yadvashem.orgPhilipp Wallach (3). yadvashem.orgPhilipp Wallach. ushmm.orgPhilipp Wallach (2). ushmm.org wurde am 1. April 1889 als Sohn von Andreas Wallach und Eva Wallach, geb. Menken in Eilendorf geboren, er heiratete Ida Else Maria Leuschner. Philipp wurde am 15. Juni 1942 ins Vernichtungslager Sobibor verbracht und von dort aus im Jahr 1943 ins KZ Auschwitz deportiert, wo er am 8. August 1943 umgebracht wurde. Friedrich-Alfred-Straße 53 HIER WOHNTE JOSEF NATHAN JG. 1891 DEPORTIERT 1941 LODZ ERMORDET 1944 IN KAUFERING 140px|Stolpersteine in Duisburg: Josef Nathan Josef NathanJosef Nathan. bundesarchiv.deJosef Nathan. yadvashem.orgJosef Nathan. ushmm.orgJosef Nathan (2). ushmm.orgJosef Nathan (3). ushmm.orgJosef Nathan (4). ushmm.orgJosef Nathan (5). ushmm.org wurde am 17. April 1891 in Eiserfey geboren, er heiratete Recha Stessmann, ein Sohn ist bekannt: Albert. Josef wurde am 27. Oktober 1941 ab Düsseldorf mit dem Transport 13 ins Ghetto Litzmannstadt verbracht und im August 1944 weiter ins KZ Auschwitz deportiert. Von dort aus ging es am 1. September 1944 ins KZ Dachau, am 19. September 1944 wurde er im KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach ermordet. HIER WOHNTE RECHA NATHAN GEB. STESSMANN JG. 1895 DEPORTIERT 1941 ERMORDET IN LODZ 140px|Stolpersteine in Duisburg: Recha Nathan Recha StessmannRecha Nathan. bundesarchiv.deRecha Nathan. yadvashem.orgRecha Nathan. ushmm.orgRecha Nathan (2). ushmm.orgRecha Nathan (3). ushmm.org wurde am 13. Juli 1895 in Hallenberg geboren, als Beruf wird Hausfrau angegeben. Sie heiratete Josef Nathan, ein Sohn ist bekannt: Albert. Recha wurde am 27. Oktober 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Litzmannstadt verbracht. Von dort aus wurde sie im September 1942 ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert, wo sie noch im gleichen Monat ermordet wurde. HIER WOHNTE ALBERT NATHAN JG. 1926 DEPORTIERT 1941 ERMORDET IN LODZ 140px|Stolpersteine in Duisburg: Albert Nathan Albert NathanAlbert Nathan. bundesarchiv.deAlbert Nathan. yadvashem.orgAlbert Nathan. ushmm.org wurde am 4. Juli 1926 als Sohn von Josef Nathan und Recha Nathan, geb. Stessmann in Gelsenkirchen geboren. Albert wurde am 27. Oktober 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Litzmannstadt deportiert, wo er am 15. Mai 1944 ermordet wurde.
Rheinhausen-Mitte Adresse Name Verlege- datum InschriftBildAnmerkung Körnerplatz 1 ein Kopfstein vor den sechs Stolpersteinen DINA SCHAUB GEB. DANIEL JG. 1883 DEPORTIERT 1943 ERMORDET 1943 IN AUSCHWITZ 140px|Stolperstein Dina Schaub Dina DanielDreihundert Stolpersteine in Duisburg. (PDF; 61 MB) Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, S. 315. wurde am 17. März 1883 in Friemersheim geboren. Im August 1943 wurde Dina von der Gestapo verhaftet und sofort ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie am 12. September 1943 ermordet wurde.Der Stolperstein wurde vor dem Bezirksamt verlegt, da der eigentliche Wohnort Gaterweg 5 nicht zugänglich ist. DAVID DANIEL JG. 1878 DEPORTIERT 1941 ERMORDET 1943 IN RIGA 140px|Stolperstein David Daniel David DanielDavid Daniel. bundesarchiv.deDavid Daniel. yadvashem.orgDavid Daniel. ushmm.org wurde am 8. Oktober 1878 als Sohn von Philip und Sarah David in Friemersheim geboren, als Beruf wird Metzger angegeben. Er heiratete Klara Kaufmann, drei Töchter sind bekannt: Hilde (* 1919), Grete (* 1923) und ErnaErna Nathan, geb. Daniel. yadvashem.org (unbekannt, Überlebende der Schoah). Daniel wurde am 11. Dezember 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde.Der Stolperstein wurde vor dem Bezirksamt verlegt, da der eigentliche Wohnort Gaterweg 5 nicht zugänglich ist. KLARA DANIEL GEB. KAUFMANN JG. 1893 DEPORTIERT 1941 ERMORDET IN RIGA 140px|Stolperstein Klara Daniel Klara KaufmannKlara Daniel. bundesarchiv.deKlara Daniel. yadvashem.orgKlara Daniel (2). yadvashem.orgKlara Daniel. ushmm.org wurde am 23. Juli 1893 als Tochter von Salomon und Sarah Kaufmann in Hellenthal geboren, als Beruf wird Hausfrau angegeben. Sie heiratete David Daniel, drei Töchter sind bekannt: Hilde (* 1919), Grete (* 1923) und Erna (unbekannt, Überlebende der Schoah). Klara wurde am 11. Dezember 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo sie ermordet wurde.Der Stolperstein wurde vor dem Bezirksamt verlegt, da der eigentliche Wohnort Gaterweg 5 nicht zugänglich ist. HILDE DANIEL JG. 1919 DEPORTIERT 1941 ERMORDET IN RIGA 140px|Stolperstein Hilde Daniel Hilde DanielHilde Daniel. yadvashem.org wurde am 4. Oktober 1919 als Tochter von David Daniel und Klara Daniel, geb. Kaufmann in Friemersheim geboren. Hilde wurde am 11. Dezember 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo sie ermordet wurde.Der Stolperstein wurde vor dem Bezirksamt verlegt, da der eigentliche Wohnort Gaterweg 5 nicht zugänglich ist. GRETE DANIEL JG. 1923 DEPORTIERT 1941 ERMORDET IN RIGA 140px|Stolperstein Grete Daniel Grete DanielGrete Daniel. bundesarchiv.deGrete Daniel. yadvashem.orgGrete Daniel (2). yadvashem.orgGrete Daniel. ushmm.org wurde am 12. Februar 1923 als Tochter von David Daniel und Klara Daniel, geb. Kaufmann in Rheinhausen geboren. Grete wurde am 11. Dezember 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo sie ermordet wurde.Der Stolperstein wurde vor dem Bezirksamt verlegt, da der eigentliche Wohnort Gaterweg 5 nicht zugänglich ist. SIMON LEVY JG. 1885 DEPORTIERT 1941 ERMORDET IN RIGA 140px|Stolperstein Simon Levy Simon LevySimon Levy. bundesarchiv.deSimon Levy. yadvashem.orgSimon Levy. ushmm.org wurde am 31. März 1885 in Wevelinghoven geboren. Simon wurde am 11. Dezember 1941 ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde.Der Stolperstein wurde vor dem Bezirksamt verlegt, da der eigentliche Wohnort Gaterweg 5 nicht zugänglich ist.
Rumeln-Kaldenhausen Adresse Name Verlege- datum InschriftBildAnmerkung Düsseldorfer Straße 108 Hier wohntePaul HarffJg. 1902deportiert 1942Izbicafür tot erklärt Hier wohnteGertrud Harffgeb. KaufmannJg. 1869deportiert 1942Theresienstadtfür tot erklärt
Literatur Andreas Kinast: „Das Kind ist nicht abrichtfähig.“ Euthanasie in der Kinderfachabteilung Waldniel 1941–1943. Böhlau Verlag, Köln, 2014, ISBN 978-3-412-22274-1; Buchauszug (PDF)
Rudolf Tappe, Manfred Dietz: Tatort Duisburg 1933–1945. Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus. Geschichtskommission der VVN-Bund der Antifaschisten / Kreis Duisburg. Klartext Verlag, Essen 1989, ISBN 3-88474-140-3. Rudolf Tappe, Manfred Dietz: Tatort Duisburg 1933–1945. Band II: Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus. Geschichtskommission der VVN-Bund der Antifaschisten / Kreis Duisburg. Klartext Verlag, Essen 1993, ISBN 3-88474-023-7.
Weblinks
Gunter Demnigs Website zum Stolperstein-Projekt Gedenkbuch der Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Bundesarchiv Verzeichnis der Auschwitz-Opfer Totenbuch des KZ Sachsenhausen Opferdatenbank des Ghettos Theresienstadt Abfrage der in OSM eingetragenen Stolpersteine
Einzelnachweise
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