mini|Viktor Obendrauf auf den Stuttgarter Chemietagen 2005 Viktor Obendrauf (* 7. Mai 1953 in Altneudörfl; † 28. August 2010) war ein österreichischer Chemielehrer und Chemiedidaktiker.
Leben und Wirken Von 1973 bis 1977 studierte Obendrauf an der Universität Graz die Fächer Chemie und Physik und schloss mit der Lehramtsprüfung zum Mag. rer. nat. ab. Er unterrichtete von 1978 in Chemie und Physik an verschiedenen steirischen Gymnasien. Zusätzlich hatte er von 1980 bis 2005 einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Akademie der Diözese Graz-Seckau sowie von 1985 bis 2005 an der Pädagogischen Akademie Steiermark. Ab 1985 war er zudem Betreuungslehrer für Lehramtsstudierende.
An der Universität Graz führte Obendrauf ab 1995 seine Spätdissertation durch und wurde 2002 zum Dr. rer. nat. promoviert. Von 2003 bis 2010 erhielt er Lehraufträge an der Universität Graz im Bereich der Chemiedidaktik und wurde ab 2008 Leiter des neuen fakultären Fachdidaktikzentrums Chemie an der Universität Graz.
An der Universität Graz wurde in Gedenken an Obendrauf der Viktor-Obendrauf-Preis eingeführt. Seit 2012 werden jährlich die besten fachdidaktischen Masterarbeiten und Dissertationen an der Universität Graz mit dem Viktor-Obendrauf-Preis ausgezeichnet.
Preise und Auszeichnungen 1991: „Experimentalpreis“ des Verbandes der Chemielehrer Österreichs 1992: Hauptpreisträger beim Wettbewerb „Abfallfreier Chemieunterricht“, Institut Dr. Flad in Stuttgart 1998: Friedrich Stromeyer-Preis - Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) 2001: „Pädagogenpreis“ - Preis des Fachverbandes der chemischen Industrie Österreichs (FCIO) 2005: Manfred-und-Wolfgang-Flad-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) 2009: Auszeichnung der Chemical Society of Thailand bei der PACCON 2009
Sonstige Aktivitäten seit 2000 Herausgeber der deutschen Fachzeitschrift „Praxis der Naturwissenschaften – Chemie in der Schule“ (Aulis-Verlag, Köln) seit 1997 Vizepräsident des Verbandes der Chemielehrer Österreichs (VCÖ) seit 1988 Lehrbuchautor („Physik heute“ bzw. „Chemie heute“, Veritas-Verlag, Linz)
Vorträge und Publikationen (Auswahl) Er hielt mehr als 220 Vorträge, Seminare und Workshops und veröffentlichte von 1987 bis 2009 mehr als 140 Publikationen (in: Chemie&Schule, Chemie in der Schule, Praxis der Naturwissenschaften-ChiS, Chemie in unserer Zeit, CHEMKON, Chem13-News, Unterricht Chemie, Chemie in Labor und Biotechnik, Chemical Education International).
Weblinks
Lebenslauf beim Institut Dr. Flad Eintrag bei der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Chemiedidaktiker Kategorie:Absolvent der Universität Graz Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Gestorben 2010 Kategorie:Mann