Pflattermühle ist ein Wohnplatz der Gemeinde Wieseth im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Pflattermühle liegt in der Gemarkung Wieseth.

Geografie Die Einöde bestehend aus zwei Wohn- und drei Nebengebäuden liegt am Pflatterbach, einem rechten Zufluss der Wieseth. Unmittelbar westlich fließen der Höfstetter Graben als linker Oberlauf und der Fetschendorfer Graben als rechter Oberlauf des Pflatterbaches zusammen und speisen eine Kette von Weihern. Ansonsten ist der Ort unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Untermosbach (0,7 km südöstlich) bzw. nach Wieseth zur Staatsstraße 2222 (0,6 km nordöstlich).

Geschichte Pflattermühle wurde 1445 erstmals urkundlich erwähnt, als das Kloster Heilsbronn das Anwesen kaufte.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 506.

Der Ort lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Die Mahlmühle hatte das Verwalteramt Waizendorf als Grundherrn.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Flattermühle (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Pflattermühle dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Wieseth zugeordnet. Nach 1885 wurde die Pflattermühle als Ortsteil nicht mehr geführt.

Ehemaliges Baudenkmal Flattermühle: Frühes 18. Jahrhundert. Eingeschossiges Wohnstallhaus mit hohem Giebel. Am Türsturz Mühlrad und Hirschgeweih in Relief. Jahreszahl „1725“ sowie abgewittertes Monogramm.H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 142. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 4 10 10 7 6 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1836 und 1885 als „Wohngebäude“. 1 1 1 1 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Wenzeslaus (Wieseth) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Laurentius (Großenried) gepfarrt, heute ist die Pfarrei Herz Jesu (Bechhofen) zuständig.

Literatur

Weblink

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Wieseth Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1445